Denn die Nuggets sind im wahrsten Sinne des Wortes unberechenbar. Primär ist das ihrem fast Zen-artigen Mindset „lasst uns rausgehen und einfach Basketball spielen“ zu verdanken, welches sie in das erste Halbfinale seit 2009 führte – (damals gegen Lakers ausgeschieden).
Für den Western Conference-Ersten, der den Titel auch im Namen der verstorbenen Lakers-Legende Kobe Bryant beansprucht, könnte die Dominanz in den zwei bisher gespielten Playoff-Serien eventuell Nachteile mit sich bringen. Denver ist eben, wie bereits erwähnt, unberechenbar:
Der Underdog aus der “Mile High City“ spielt scheinbar frei vom jeglichen Erfolgsdruck und lässt sich nicht von direkten Vergleichen einschüchtern. Da ihnen die Lakers in Field Goals, Rebounds, Assists, Steals überlegen sind, ist ihr unerschütterliches Selbstvertrauen von existenzieller Bedeutung.
Der Western Conference-Dritte muss diese Unterlegenheit über seine zweitbeste Trefferquote von der Dreierlinie und LA’s zweitschlechtester Turnover-Rate ausgleichen. Und wenn uns das Viertelfinale eins lehrte, dann das Denver dank seiner aggressiven Defense Mängel erfolgreich kaschieren kann.
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Die sonst eher von der Dreierlinie schwächeren Lakers ermächtigten sich ihrerseits im finalen Spiel gegen die Rockets deren wichtigster Waffe und blamierten (119-96) Harden und co. aus der Distanz – 22/29 Dreier.
Diese Variabilität in der Offense, die jederzeit zwischen Zone und peripherem Bereich wechseln kann – das untermauert die Statistik – ist im taktischen Fahrplan der Lila-Goldenen dennoch keine Vorgehensweise, die wir so schnell wieder sehen dürften.
Was für die Clippers galt, gilt nun für die Lakers: Jamal Murray ausschalten. Für die Nuggets wiederum ist es abermals umso wichtiger die anderen Mitspieler einzubeziehen, da sich Jokic und Anthony Davis gegenseitig aus dem Spiel nehmen könnten.
Kürzlich gab es zwischen den beiden Teams zwei Begegnungen, die zwar jeweils zugunsten LA’s ausgingen, allerdings äußerst knapp verliefen. Nicht unwichtig ist zu erwähnen, dass bei der letzten Begegnung in der Bubble Denvers Star-Spieler nicht länger als 25 Minuten auf dem Feld aktiv waren.