Analyse: Werder vor dem großen Exodus?
Nach dem Abstieg ist der große Umbruch in Bremen bisher ausgeblieben. Neben den ablösefreien Wechsel von Gebre Selassie und Moisander konnte bisher nur Milot Rashica verkauft werden.
Da das Transferfenster bis Ende August offen ist, kann hier noch viel passieren. Sportchef Frank Baumann rechnet mit in Summe 15 bis 20 Zu- und Abgängen. Ob diese Zahl wirklich erreicht werden kann, erscheint aber fraglich.
Nach der weltweiten Pandemie stehen die Bremer Profis, welche den Verein in die zweite Liga geführt haben, nun mal nicht bei vielen neuen Arbeitgebern ganz oben auf der Wunschliste.
So könnten von Spielern wie Ömer Toprak, Maximilian Eggestein, Leonardo Bittencourt, Marco Friedl, Ludwig Augustinsson oder Josh Sargent doch einige zwangsweise in diesem Jahr in der zweiten Liga ranmüssen.
Wer wird 2. Liga Meister?
Auf der Trainerbank setzt der Verein in erster Instanz auf Coach Markus Anfang, der die 2. Bundesliga gut kennt und mit seiner Spielidee den offensiven Fußball zurück an die Weser bringen soll.
Der neue Übungsleiter versucht das Beste aus der ungewissen Kader-Situation zu machen. Er will streng nach dem Leistungsprinzip gehen, ohne Rücksicht darauf welcher Profi am kommenden Spieltag vielleicht schon nicht mehr zum Verein gehört.
Im 4-3-3 von Coach Anfang sind die Außenbahnen, defensiv wie offensiv, aktuell noch die Schwachstellen. Trotzdem zeigte die Mannschaft gegen ZSKA Sofia (1:0), Zenit St. Petersburg (2:2) und Feyenoord Rotterdam (3:3, 1:2) gute Leistungen in den Testspielen.
Am ersten Spieltag fehlen die verletzten Pavlenka, Veljkovic, Bittencourt und Nankishi. Zudem sitzt Dinkci noch eine Rotsperre aus der Vorsaison ab.