Mit zwei Punkten aus den Spielen gegen Würzburg und vor allem gegen Kiel wuchs beim FC St. Pauli die Hoffnung. Doch nur mit Unentschieden konnten die Kiezkicker im Abstiegskampf natürlich keinen Boden gutmachen.
Am vergangenen Spieltag war es in Hannover dann endlich soweit. Schon nach 10 Minuten hatten die Gäste aus Hamburg mit 2:0 geführt. Die Partie bei 96 war danach aber ein Spiegelbild der bisherigen Saison.
Im zweiten Durchgang machte sich die Mannschaft innerhalb von zwei Minuten alles wieder zunichte. Die Hausherren glichen zum 2:2 aus. Dann jedoch ging es für St. Pauli anders weiter als gewohnt.
Zuerst hatte man Glück, dass Schiedsrichter Sören Storks den 96ern einen klaren Elfmeter verweigerte. Zudem zeigte der Gast Moral und erzielte in der zweiten Minute der Nachspielzeit doch noch den Siegtreffer.
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Die Erleichterung nach dem Ende einer Serie von 13 sieglosen Spielen war natürlich riesengroß. Damit sind die Kiezkicker seit drei Partien ohne Niederlage und haben den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze hergestellt.
Lässt man den Sieg gegen den HSV außen vor, war der Erfolg in Hannover auch der erste echte Auswärtsdreier außerhalb Hamburgs seit dem 2. März 2019. Für Coach Timo Schultz bedeutete dieser Sieg aber natürlich nur den ersten Schritt.
Den Grundstein habe seine Mannschaft schon in Würzburg gelegt, als sie zur Halbzeit in Unterzahl zurücklag, dann aber deutlich enger zusammengerückt sei. Große Auswirkungen zeigen auch die Neuzugänge Omar Marmoush und Keeper Dejan Stojanovic.
Zudem steht Guido Burgstaller nach seiner Verletzung wieder zur Verfügung und erzielte gegen Hannover das erste Tor für seinen neuen Klub. Gegen den Jahn fehlen die verletzten Avevor, Wieckhoff, Zander und Miyaichi.