Nach der katastrophalen Vorsaison, in welcher der SV Werder nur hauchdünn den Abstieg verhindern konnte, ist man bei den Grün-Weißen mit dem Start in die neue Spielzeit mehr als zufrieden.
Coach Florian Kohfeldt hat in dieser Saison an seiner Philosophie gearbeitet und sich vom offensiven Ballbesitz Fußball vorerst verabschiedet. Dafür stehen nun positive Ergebnisse und eine stabile Defensive im Vordergrund.
Durch Punkte soll das Selbstvertrauen der Mannschaft gestärkt werden. Dieser Plan geht bisher, bei einem sicherlich auch nicht allzu schweren Auftaktprogramm, auf.
Seit vier Spielen ist der Fast-Absteiger der vergangenen Spielzeit ungeschlagen und kassierte hier nur drei Gegentreffer. Vor allem im Mittelfeld überzeugt die Mannschaft mit einer ungewohnten Aggressivität.
Bundesliga Quoten
Doch in der Offensive bleibt der SVW aktuell zu harmlos. Die Grün-Weißen geben im Schnitt nur fünf Schuss pro Spiel im gegnerischen Strafraum ab. Zudem ist man von einem Spieler abhängig.
Vier der sieben Saisontreffer erzielte Niclas Füllkrug, der nun leider mit einer Wadenverletzung einige Wochen ausfällt. Am vergangenen Sonntag holten die Norddeutschen mit einem großem Kampfgeist und einem Quäntchen Glück einen Punkt zu Hause gegen Hoffenheim.
Hoffnung macht die Auswärtsbilanz. Saisonübergreifend hat die Kohfeldt-Elf nur eins der letzten neun Pflicht-Gastspiele verloren. Zudem ist die Mannschaft laufstark und war in drei von fünf Partien dem Gegner bei den Sprints überlegen.
Neben Füllkrug müssen die Gäste auch auf Agu, Augustinsson, Erras, Osako und Selke verzichten. Hoffnung verspricht Milot Rashica, der wohl auf der Bank Platz nimmt. Man-United-Leihgabe Chong könnte erstmals in die Startelf rücken.