In den letzten Wochen war beim MSV Duisburg die Hoffnung zurückgekehrt. Unter den Trainern Torsten Lieberknecht und Gino Lettieri hatten alle Zeichen auf Abstieg gestanden.
Doch nach der Trennung von Coach Lettieri feierten die Zebras drei Siege in Folge. Für zwei dieser Erfolge war Pavel Dotchev, der Anfang Februar sein Amt als dritter Duisburger Trainer in der laufenden Saison angetreten hatte, verantwortlich.
Zuvor hatte der MSV unter Interimstrainer Uwe Schubert mit 3:1 beim VfB Lübeck gewonnen. Mit dieser Serie konnten die Duisburger dann erstmals seit dem 8. Spieltag ans rettende Ufer klettern.
Die ruhige, abgeklärte und sachliche Art von Dotchev tut dem Chaos in Duisburg gut. Es scheint so, als habe die Mannschaft den Abstiegskampf endlich angenommen. Sie spielt aktiver, attackiert früher und zeigt mehr Mut.
3. Liga Quoten
Einen ersten Rückschlag unter dem neuen Cheftrainer setzte es aber am Mittwoch beim Nachholspiel in Saarbrücken. Dabei hatten die Gäste die Partie lange Zeit ausgeglichen gestalten können.
Doch nach gut einer Stunde ließen beim MSV Konzentration und Kraft nach. Die Zebras waren nicht mehr so griffig und bissig. So stand am Ende ein 1:4 zu Buche. Hier ist vielleicht die Tatsache ein Problem, dass der neue Coach besonders auf Kontinuität und Konstanz setzt.
So schickt Dotchev am liebsten eine Stammelf aufs Feld, damit diese mit viel Spielpraxis zu einer Einheit wird. Bei dem eng getakteten Fahrplan mit sechs Spielen bis zum 20. März muss der Trainer wohl in Zukunft doch etwas mehr rotieren.
Nicht mitwirken im Heimspiel gegen 1860 können die verletzen Bretschneider, Sabanci, Velkov und Vermeij.