Mit dem 3:0-Sieg bei der Düsseldorfer Fortuna gab der VfL Bochum am letzten Spieltag die richtige Antwort auf die 0:2-Niederlage gegen den HSV in der Woche zuvor.
Auf der einen Seite hatte sich die Mannschaft von Trainer Thomas Reis den am Ende deutlichen Erfolg mit einer gnadenlosen Effizienz vor dem gegnerischen Tor verdient.
Zu Beginn des Spieles hatte man aber auch einiges an Spielglück gehabt. So kritisierte der Trainer, dass seine Mannschaft in den Zweikämpfen teilweise zu fahrlässig agiere.
Man dürfe sich nicht darauf verlassen, alles spielerisch zu lösen. Beim Aufbau habe man zu viel durchs Zentrum gespielt. Dennoch konnte der VfL vor der Pause die Tabellenspitze zurückerobern und bleibt damit auf Aufstiegskurs.
Wer wird 2. Liga Meister?
Trotzdem wird die Lage brutal kritisch analysiert. Der Coach, der die Bochumer im September 2019 als Nachfolger von Robin Dutt auf einem Abstiegsplatz übernahm, hat aus dem Verein ein Spitzenteam gemacht.
Schon seit elf Jahren spielen die einst „Unabsteigbaren“ in der Zweiten Liga und träumen sehnsüchtig von der Rückkehr in die höchste Spielklasse. Dabei wollte der VfL eigentlich nur eine ruhige Saison ohne Abstiegssorgen spielen.
Unter Reis läuft Bochum den Gegner frühzeitig an. Mit einem guten Positionsspiel und schnellen Außenspielern versucht die Mannschaft, viele Situationen spielerisch zu lösen.
Doch inzwischen hat man auch gelernt, dreckige Siege über die Zeit zu bringen. Noch bleiben die Verantwortlichen bescheiden und sprechen nicht vom Aufstieg. Geträumt wird aber natürlich dennoch immer mehr.