Mit drei Siegen aus den letzten vier Spielen vor der kurzen Winterpause hatte der 1. FC Nürnberg für ein ruhiges Weihnachtsfest rund um den Verein gesorgt. Der Club hatte zu einer effektiven Spielweise gefunden.
Doch zum Auftakt ins neue Jahr gab es mit dem 0:2 in Heidenheim wieder einen Rückfall. Dabei hatten die Franken den Ball gut laufen lassen und lagen mit dem Gegner auch größtenteils auf Augenhöhe.
Doch im eigenen wie im gegnerischen Strafraum spielte der FCN viel zu naiv und inkonsequent. So ging es ohne Punkte von der Schwäbischen Alb wieder nach Hause. Zudem gab es in der Partie noch eine negative Premiere.
Erstmals sah in der 2. Bundesliga ein Trainer eine Rote Karte. Diese ging an Club-Trainer Robert Klauß, der in der 90. Minute eine Trinkflasche aufs Spielfeld geschossen hatte.
Wer wird 2. Liga Meister?
So muss die Mannschaft gegen Hamburg ohne ihren Coach auskommen. Neben dem Trainer fehlen gegen den HSV auch Sorg, Besong, Köpke, Lohkemper und Misidjan. Was die Saison angeht, liegt der Club trotzdem noch im Soll.
Im Sommer hatten die Verantwortlichen als Zielvorgabe eine sorgenfreie Spielzeit ausgegeben. Im grauen Mittelfeld der zweiten Liga kann man diese Vorgaben bisher durchaus erfüllen.
Als Coach Klauß und Sportdirektor Dieter Hecking den Club im Sommer übernahmen, fanden sie einen Verein vor, der nach zwei Jahren voller Negativerlebnisse am Boden lag.
So langsam machen die Clubberer erste Schritte nach vorne. Im Spiel gegen den Ball hat die Mannschaft inzwischen eine klare Struktur. Sportdirektor Hecking trifft am Samstag zudem erstmals auf den Verein, den er in der Vorsaison noch trainiert hatte.