Schon bei der letzten Weltmeisterschaft gehörte Belgien zu den großen Favoriten, musste sich aber dann in Russland nach einer Halbfinal-Niederlage gegen Frankreich mit dem dritten Platz begnügen.
Dabei hatte das kleine Land noch vor gar nicht so langer Zeit nicht zur Weltspitze gehört. Für die Weltmeisterschaften 2006 und 2010 hatte man sich nicht qualifizieren können. Zwischen 1988 und 2012 erreichten die Belgier auch nur eine von sieben Europameisterschaften.
Und diese eine Endrunde (2000) auch nur durch eine automatische Qualifikation als Gastgeber. Dank einer goldenen Spielergeneration steht die Auswahl des KBVB aber nun schon seit über zwei Jahren an der Spitze der FIFA-Weltrangliste.
Nach der EM 2016 und einem enttäuschenden Aus im Viertelfinale gegen Wales wurde Roberto Martinez zum neuen Nationaltrainer ernannt. Der spanische Coach musste in 51 Länderspielen nur vier Niederlagen miterleben, bei 40 Siegen.
Mehr WM 2022 Tipps
Nun soll auch der erste Titel her. Allzu viele Chancen könnten die Top-Spieler wie Romelu Lukaku oder Kevin de Bruyne, die auf die 30 zugehen, nicht mehr bekommen.
Für die drei bevorstehenden Spiele gegen Wales, Tschechien und Weiß-Russland hat Martinez 32 Spieler in sein Aufgebot berufen. Bei Top-Stürmer Lukaku ist die Lage dabei etwas kompliziert.
Sein Heimatverein Inter Mailand befindet sich aktuell nach einigen Virus-Infektionen in Quarantäne. Trotzdem gehört Lukaku zum Aufgebot und könnte noch kurzfristig zur Mannschaft stoßen.
Verzichten müssen die Roten Teufel aber auf Eden Hazard, den bei Real Madrid schon seit einer Ewigkeit Verletzungen plagen. Aus der Bundesliga wurden Koen Casteels (Wolfsburg), Dedryck Boyata (Hertha), Thorgan Hazard, Thomas Meunier (beide BVB) und Orel Mangala (VfB) berufen.