Mit dem Rückzug von Investor Mikhail Ponomarev, der Insolvenz, dem Eigentümer-Wechsel hin zur armenischen Noah Company sowie unbezahlten Rechnungen und miserablen Trainingsbedingungen war in dieser Saison beim KFC Uerdingen eigentlich schon genug los.
Nach der 1:2-Pleite des KFC am Freitag beim zuletzt so formschwachen Hallenschen FC trat aber der neue Gesellschafter Roman Gevorkyan erstmals aktiv in Erscheinung.
Coach Stefan Krämer, der der Verein während seiner ersten Amtszeit von März 2018 bis Januar 2019 in die 3. Liga geführt hatte und am 10. März 2020 zurückgekehrt war, wurde erneut vor die Tür gesetzt.
In Uerdingen will man nach der Chaos-Saison nichts unversucht lassen, um doch noch die Klasse zu halten. Zunächst übernimmt Co-Trainer Stefan Reisinger, der in den letzten Jahren bereits zweimal als Interimstrainer eingesprungen war.
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Ob die Verantwortlichen auf einen weiteren, externen Trainer im Endspurt setzen, ist noch unklar. Immer wieder hatte die Mannschaft unter Coach Krämer eigentlich den Widrigkeiten dieser Saison getrotzt.
Vor allem auswärts lief es recht ordentlich. Auch in Halle hatten die Krefelder bis zur 89. Minute noch mit 1:0 geführt. Doch im Endspurt kassierten die Gäste zwei Treffer und standen am Ende mit leeren Händen da.
So kassierte der Verein eine der bittersten Niederlagen des bisherigen Abstiegskampfes. Ein großes Problem sind und bleiben die Heimpartien. Zunächst hatte der KFC seine Heimspiele in Düsseldorf ausgetragen.
Als man die Stadion-Miete dafür nicht mehr bezahlen konnte, wichen die Krefelder ins 180 Kilometer entfernte Lotte aus. Doch egal wo die Uerdinger ihre Heimspiele austragen, wirklich heimisch sind sie bisher noch nirgends geworden.