Der MSV Duisburg musste am Dienstagabend zum Nachholspiel beim Halleschen FC antreten. Die Zebras wollten eine Reaktion auf die schlechte Leistung nach dem 1:3 am Samstag bei Viktoria Köln zeigen.
Trainer Pavel Dotchev, der eigentlich kein großer Freund von Rotationen ist, hatte seine Startelf auf fünf Positionen verändert. Spielerisch zeigten die Gäste in einer zweikampfbetonten Partie die besseren Ansätze.
Im letzten Drittel blieb der MSV aber ohne Durchschlagskraft. Die Führung der Hausherren konnte die Dotchev-Elf kurz nach Wiederbeginn ausgleichen. Nach Gelb-Rot für Kamavuaka musste Duisburg die Schlussphase sogar in Unterzahl bestreiten.
Am Ende blieb es trotzdem beim 1:1. Der Coach war mit dem Einsatz und dem Willen, den seine Mannschaft gegen den HFC gezeigt hatte, sehr zufrieden. Gegen die Viktoria hatten die Zebras wenige Tage zuvor noch viele wichtige Tugenden vermissen lassen.
3. Liga Quoten
Auch der Trainer zeigte viel Einsatz und wurde in der Nachspielzeit noch mit Gelb verwarnt. Für Dotchev wird die Verwarnung aber kein Nachspiel haben. Verteidiger Volkmer muss allerdings gegen Türkgücü seine fünfte Gelbe Karte absitzen.
Natürlich fehlt am Samstag auch Wilson Kamavuaka nach seinem Platzverweis. Bisher hat sich der Trainerwechsel an der Wedau eigentlich gelohnt. Dotchev hatte den MSV mit drei Siegen aus vier Spielen schnell aus dem Tabellenkeller geführt.
Der Aufwärtstrend kam aber zuletzt mit nur einem Punkt aus zwei Spielen etwas ins Stocken. Mit fünf Punkten Vorsprung ist der Abstand auf die Abstiegszone noch einigermaßen beruhigend.
Aber schon am Wochenende könnte der 1. FC Magdeburg mit einem eigenen Sieg gegen Kaiserslautern an den Zebras vorbeiziehen, wenn diese ihre Partie gegen Türkgücü verlieren.