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Wird Baerbock Kanzlerin? Prognose & Umfragen zur grünen Kanzlerkandidatin

Aktualisiert Aug 3

Thomas Haider

Von Thomas Haider

Sportwetten-Experte

baerbock kanzlerin
Bild: Wird Annalena Baerbock Kanzlerin? Laut den Bundeskanzler Umfragen und Prognosen sind ihre Chancen noch intakt. (© Britta Pedersen / dpa / picturedesk.com)

 

Wird Annalena Baerbock Bundeskanzlerin?

 

Seit dem 19. April ist klar, dass die Grünen Annalena Baerbock bei der Bundestagswahl am 26. September 2021 als Kanzlerkandidatin ins Rennen schicken.

Wird Baerbock Kanzlerin und kann sie die Merkel-Nachfolge antreten?

Wie aktuelle Bundeskanzler Prognosen und Umfragen sowie die Bundeskanzler Wettquoten der Buchmacher zeigen, stehen ihre Chancen derzeit gar nicht mehr gut – im Gegenteil…

 

Buchmacher-Prognose: Wird Baerbock Kanzlerin?

Bwin
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Armin Laschet (CDU)
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Annalena Baerbock (Grüne)
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Olaf Scholz (SPD)
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Quoten Stand vom 2.8.2021, 9:30 Uhr. Angaben ohne Gewähr. Die Quoten unterliegen laufenden Anpassungen und können sich mittlerweile geändert haben. 18+ | AGB beachten!

Hinweis: Aus rechtlichen Gründen sind Wetten auf politische Ereignisse in Deutschland nicht möglich, in Österreich jedoch schon. Aufgrund des großen öffentlichen Interesses in Sachen „Neuer Kanzler“ und Merkel-Nachfolge, zeigen wir hier trotzdem die aktuellen Wettquoten.


Das spricht gegen Kanzlerkandidatin Baerbock

Es spricht sicherlich einiges für Kanzlerkandidatin Baerbock – aber es gibt auch ein paar Gründe, die dagegen sprechen. Zwei davon kamen erst kürzlich dazu:

Irreführende Angaben im eigenen Lebenslauf. Für Kritiker sogar bewusst falsche mit denen sie ihre Vita aufgehübscht hatte. Baerbock hat sich dafür entschuldigt, der Makel der „Hochstaplerin“ wird ihr aber noch länger bleiben.

Dann folgen auch noch schwere Plagiats-Vorwürfe zu ihrem neuen Buch. Viele Passagen hat sie abgeschrieben oder abschreiben lassen. Der tollpatschige Umgang mit diesen peinlichen Fehltritten kam dann noch dazu.

Somit wundert es nicht, dass die Umfragewerte zu Kanzlerin Baerbock rasant nach unten gegangen sind und die grüne Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl 2021 enorm an Zuspruch verloren hat.


Baerbock Umfragwerte nach den Schummel-Vorwürfen


Neben diesen Skandalen hat Annalena Baerbock, die zu den größten politischen Talenten ihrer Generation zählt, aber noch andere Nachteile im Kanzler-Kampf: Eine vergleichbare politische Erfahrung wie ihre zwei Hauptkonkurrenten kann die gebürtige Hannoveranerin nicht vorweisen.

Hier setzen Armin Laschet und Olaf Scholz an. Baerbock hat im Gegensatz zu ihnen keine Regierungs- und Ministererfahrung, betonen sie immer wieder.

Würde Baerbock Bundeskanzlerin werden, dann wäre sie die erste Person seit 1949, der das mächtigste Regierungsamt erreicht, ohne vorher zumindest ein Ministerium auf Bundes- oder Landesebene geleitet zu haben.

Olaf Scholz ist seit März 2018 Stellvertreter der Bundeskanzlerin und Bundesminister der Finanzen der Bundesrepublik Deutschland. Armin Laschet ist seit 2017 amtierender Ministerpräsident von NRW, noch dazu vom größten Bundesland Deutschlands.

Wohl auch deshalb dürfte eine Kanzlern Baerbock nur schwer zu realisieren sein. Das zeigen auch Kanzler Umfragen von Ende Juli/Anfang August: Fast 70 (!) Prozent halten Baerbock als Bundeskanzlerin für NICHT geeignet!

 

Umfrage: Kein Vertrauen (mehr) in Kanzlerin Baerbock?


Die fehlende Erfahrung ist keine Kleinigkeit: Zu wissen, wie man ein Ministerium oder eine Behörde mit hunderten oder tausenden Mitarbeitern leitet, ist eine enorm wertvolle Vorerfahrung für jemanden, der den wichtigsten und kompliziertesten politischen Job Deutschlands antritt.

Laschet holte gleich einmal richtig aus.

„Ihr Programm ist nicht gut“, das werde die Union in der Wahlkampagne herausstellen. Die Grünen hätten 16 Jahre lang nicht mehr mitregieren, nichts beweisen müssen. „Ihre Defizite sieht man deshalb nicht so.“

Auf die Frage nach dem wichtigsten Unterschied zwischen ihm und Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock antwortete Laschet: „Sie redet, ich handle.“

 

Kanzlerkandidat Laschet: Chancen & Prognose

 

Das spricht für die grüne Bundeskanzlerin Baerbock

Der erste Grund, warum Annalena Baerbok Kanzlerkandidatin ist, ist das Geschlecht.

Es ist ein fester Bestandteil der Grünen-DNA, dass nichts wichtiger sein kann und darf als Geschlechter-Parität. Strikte Parität heißt aber auch: Frau geht vor Mann.

Diese Logik inkludiert aber noch, dass eine Frau bei einer (politischen) Postenvergabe niemals weniger qualifiziert sein kann als ein Mann. Warum sollte das dann ausgerechnet in der K-Frage anders sein? Frau vor Mann. Baerbock vor Habeck. So ticken die Moralisten der Öko-Partei.

Und Baerbock selbst sagt auch: „Für mich gilt, Frauen und Mütter müssen in diesem Land jeden Job machen können.“ Heißt: Auch Kanzlerin.

 

Kanzler Chancen Baerbock: Das sagen aktuelle Umfragen

Kanzler Umfrage: Wen würden Sie direkt zum Kanzler wählen? | Statista
Bild: Kanzler Prognose zu Annalena Baerbock, Armin Laschet und Olaf Scholz. (© Statista)
 

Aktuelle Kanzler Umfragen & Prognosen


Wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass Baerbock Kanzlerin wird, zeigten auch die Politik Wettquoten der Buchmacher.

Bei Bwin war Baerbock seit ihrer Ernennung zur grünen Spitzenkandidaten lange Zeit sogar knapp vor Kanzler-Konkurrent Armin Laschet und deutlich vor Olaf Scholz geführt.

Aber abgesehen vom Geschlecht und der Quote, was spricht noch für die Juristin und ehemalige Trampolin-Leistungssportlerin, um als grüne Spitzenkandidatin bei der Bundestagswahl 2021 erfolgreich zu sein?

Annalena Baerbock hat Politikwissenschaft und öffentliches Recht in Hamburg studiert, Völkerrecht an der London School of Economics, ihren Master in Public International Law gemacht, war Mitarbeiterin der Europaabgeordneten Elisabeth Schroedter und Referentin für Außen- und Sicherheitspolitik der Bundestagsfraktion.

In der Wirtschaft dürfte Baerbock bestens ankommen: Bei einer Umfrage unter deutschen Führungskräften in der Wirtschaft liegt sie klar vorne – sogar weit vor Laschet!

 

Umfrage und Prognose: Wird Baerbock Kanzlerin?

Infografik: Wirtschaft will Baerbock als Kanzlerin | Statista
Bild: In der Wirtschaft würde man eine Kanzlerin Baerbock bevorzugen. (© Statista)
 

Die 40-Jährige grüne Bundesvorsitzende überzeugt mit politischem Verstand, Empathie und Kommunikationslust. Zudem gilt sie gegenüber Habeck als bessere Kandidatin, weil sie in vielen Sachfragen sicher und kompetenter ist.

Während Habeck bei manchen (einfachen) Themen gern zum Philosophieren neigt und oft als „Kafffeehaus-Literat“ verhöhnt wird, ist Baerbock erfrischend direkter. Im Bundestagswahlkampf, der mit Sicherheit hart und schmutzig wird, dürften Nervenstärke und Biss am Ende vielleicht etwas mehr Nutzen bringen.

Und was am Ende noch für Kanzlerkandidatin Baerbock sprechen könnte:

Eine quirlige, auf viele sympathisch wirkende jüngere Frau als Kontrast zu den Alphamännern der anderen Parteien könnte das entscheidende Ass im Bundestagswahlkampf sein.

Wohl auch deshalb liegen die Grünen mit Bundeskanzlerkandidatin Baerbock in sämtlichen Umfragen und „Sonntagsfragen“ auf Tuchfühlung zur Union.


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Bild: Wer würde nächster Bundeskanzler werden, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre… (© Statista)

 

Wird Baerbock die nächste Kanzlerin? Prognose und Chancen im Check

Nun fiel am Ende doch die Wahl auf Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin der Grünen für die Bundestagswahl 2021 und sie hat sich in die Riege der potentiellen Merkel Erben eingeordnet.

Die Chancen für Kanzlerin Baerbock standen zu diesem Zeitpunkt wohl so gut noch nie!

In vielen Bundestagswahl Umfragen lagen die Grünen im Mai nur noch knapp hinter der Union. In manchen Meinungserhebungen waren die Öko-Partei sogar bereits vorbeigezogen!

Und da sich Bündnisse mit anderen Parteien zum damaligen Zeitpunkt ausgehen konnten, zum Beispiel mit der SPD und der FDP, standen die Chancen auf eine Kanzlerin Baerbock gar nicht so schlecht.

Das wurde auch von der Union registriert: Anhand der Umfragewerte von April gehe es für CDU und CSU nicht mehr um die Frage, „mit wem man regiert, sondern ob man regiert“, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) damals.


Kanzlerin Baerbock: Im Mai war die Welt noch grün


Das bedeutet im Umkehrschluss: Die Grünen und damit eine Bundeskanzlerin Baerbock wird auch bei der Union schon als realistisches Szenario gesehen – oder aus deren Sicht: gefürchtet.

Aber davor muss sich die grüne Frontfrau in feministischer Highlander-Manier erst in ihrer Partei beweisen. Nach dem Motto: Es kann nur eine geben.

Ihr könnte zugute kommen, dass bis zur Bundestagswahl im September noch viel Zeit vergeht und der grün angehauchte Wähler auch gerne vergesslich ist, wenn es die eigene Partei nicht so ganz genau mit der Wahrheit nimmt.

Dazu kommt auch noch das Klimawandel-Thema mit dem Baerbock und die Grünen im Wahlkampf sicher punkten können und werden.

Außerdem glänzt Kanzler-Konkurrent Laschet auch nicht gerade. Er tappt selbst von einem Fettnäpfchen ins nächste. Somit sind die Chancen für eine Kanzlerin Baerbock durchaus intakt…

 

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