Anfang November übernahm Trainer Kenan Kocak die Mannschaft von Hannover 96. Die erste Aufgabe lautete mit dem Erstliga-Absteiger, der nach der Hinrunde nur vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone hatte, die Klasse zu halten.
Mit der viertbesten Rückrunden-Bilanz gelang dies am Ende recht souverän. Nun möchten die 96er, die von ihrem Selbstverständnis in die Bundesliga gehören, wieder nach ganz oben schauen.
Vor der Saison verließen gleich 15 Spieler den Verein. Coach Kocak durfte dafür einige Wunschspieler in die Landeshauptstadt holen. Die Testspiele brachten mit zwei Siegen und zwei Niederlagen wenig klare Erkenntnisse.
Doch im schweren Erstrunden-Pokalspiel beim Ligakonkurrenten Würzburger Kickers kamen die Niedersachsen mit einem 3:2 weiter. Bis zur 78. Minute führten die Gäste klar mit 0:3, kassierten dann in einer turbulenten Schlussphase noch zwei Gegentore.
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Den positiven Trend konnten die 96er dann auch am 1. Spieltag der neuen Zweitliga-Saison bestätigen. Hier gab es einen 2:0-Heimsieg gegen den Karlsruher SC. Statt im 4-4-2 liefen die Hausherren in einem 3-4-2-1-System auf.
Doch gegen den KSC spielte Hannover nicht so stark wie im Pokal. Nur dank einer eiskalten Chancenverwertung und der Qualität, die im zweiten Durchgang von der Bank kam, behielt die Kocak-Elf am Ende alle drei Punkte bei sich.
Der Coach bemängelte nach der Auftaktpartie, dass seine Mannschaft jegliche Aggressivität vermissen lassen habe. Man sei zu hektisch gewesen und habe sich zu viele unnötige Ballverluste geleistet.
Was den Kader angeht scheinen die Planungen immer noch nicht beendet. Nachdem der Verein Jaka Bijol von ZSKA Moskau ausleihen konnte, soll nun noch Innenverteidiger Aleksandr Zhirov von Sandhausen kommen.