Hannover 96 will in dieser Saison um den Aufstieg in die 1. Bundesliga mitspielen. Doch die Leistungen der ersten beiden Spieltage lassen zweifeln, ob die Männer von Coach Kenan Kocak dazu in der Lage sind.
Am ersten Spieltag beim 2:0-Sieg gegen den KSC legten die 96er schon eine spielerisch sehr überschaubare Partie hin. Nur dank einer guten Chancenverwertung und der Qualität der Einwechselspieler, blieben die drei Punkte in der Landeshauptstadt.
Beim VfL Osnabrück am Freitag hatte Hannover zwar mehr Spielanteile und drängte die Lila-Weißen weit in die eigene Hälfte zurück, konnte sich aber kaum zwingende Chancen herausspielen.
Der selbst erklärte Aufstiegskandidat agierte wenig souverän. Die Gäste ließen sich vom VfL den Schneid abkaufen und gerieten durch eine Strafstoßentscheidung aus dem Tritt.
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Trainer Kocak erklärte die Leistung mit dem Umbruch. Der Einbau der Neuzugänge brauche noch Zeit. Somit wurde die erste Saisonpleite schnell abgehakt. Der ganze Fokus galt dem Derby.
Arbeiten muss der Coach an der Standardschwäche. Die Gegentreffer an der Bremer Brücke fielen per Elfmeter und nach einer Ecke. Schon in der Vorsaison kassierte 96 ligaweit die meisten Gegentore nach ruhenden Bällen (23).
Verletzungsbedingt müssen die Gastgeber am Samstag nur auf Hansen verzichten. Neuzugang Jaka Bijol durfte gegen den VfL schon nach wenigen Trainingseinheiten auf der Sechs in der Startelf ran.
Josip Elez, der nach seiner langen Verletzungspause einen Großteil der Vorbereitung mitmachen konnte, wurde dagegen beispielsweise gar nicht berücksichtigt.