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WM 2014: Wie weit kommt Deutschland? – Quoten & Wetten

Aktualisiert Apr 5

Martin Huber

Von Martin Huber

Sport & Sportwetten-Experte

Mit drei Titeln und vier weiteren Finalteilnahmen zählt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zu den besten Teams der WM-Historie. Lediglich WM-Gastgeber Brasilien (fünf Titel) und Italien (vier Titel) waren noch erfolgreicher. Nicht zuletzt aufgrund ihrer zahlreichen Erfolge in der Vergangenheit steht die DFB-Auswahl nun auch bei der 20. Endrunde weit oben auf den Favoritenlisten der Wettanbieter.

Allerdings hat die Vergangenheit immer wieder bewiesen, dass die „auf ewig“ anlastende Favoritenbürde von Zeit zu Zeit auch zu Misserfolgen geführt hat. Besonders deutlich wurde dies nach den WM-Titeln 1974 und 1990. Denn in den jeweils darauffolgenden Turnieren in Argentinien (1978) und den USA (1994) scheiterte die deutsche Mannschaft in Folge eines Titelgewinns frühzeitig an der eigenen Selbstüberschätzung und der zugleich riesigen öffentlichen Erwartungshaltung in der fußballverrückten Bundesrepublik.

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Es bleibt deshalb spannend zu erwarten, ob das titelhungrige Team von Joachim Löw in Brasilien dem abermals hohen eigenen und öffentlichen Erwartungsdruck gerecht werden kann. Dass dieses in der Vergangenheit immer wieder am großen Ziel scheiterte (2006 und 2010 jeweils im Semifinale), nach 1990 endlich wieder den Pokal ins eigene Land zu holen, muss alerdings nicht unbedingt ein Nachteil. sein Denn Niederlagen sind schließlich auch dazu da, um daraus zu lernen. Zumal die Spielergeneration um die Anführer Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger – nach den ersten internationalen Titeln auf Vereinsebene – nun reif genug erscheint, um am Zuckerhut den ganz großen Coup zu landen.

Die aktuellen Wettquoten für Deutschland bei der Weltmeisterschaft 2014:

 

+ 150€ Bonus + 100€ Bonus + 100€ Bonus + 150€ Bonus + 100€ Bonus + 150€ Bonus + 50€ Bonus
Weltmeister 1,50 1,66 1,60 1,66 1,60 1,60 1,62
Vizeweltmeister 2,55 2,25 2,30 2,16 2,25 2,45 2,40
Aus im Halbfinale
Aus im Viertelfinale
Aus im Achtelfinale
Aus nach Vorrunde

Text: Stand vor der WM, Quotenstand: 13.07.2014

Der überseeische Austragungsort könnte den „Adlerträgern“ letzten Endes aber genauso gut zur Crux werden. Wie bereits erwähnt, scheiterte Deutschland bereits 1974 und 1978 schon früh auf nord- oder südamerikanischen Boden. Überdies zählt auch die 1962 in Chile ausgetragene Weltmeisterschaft nicht zu den Ruhmesblättern der bundesdeutschen WM-Geschichte. Letztmals unter den Fittichen von Trainervater Sepp Herberger, war damals schon im Viertelfinale Schluss. Gut möglich, dass die ungewohnten klimatischen Umstände auf den amerikanischen Kontinenten nun auch in Brasilien ihren Teil dazu beitragen, dass der DFB die Heimreise früher als erhofft antreten muss.

Dem gilt es entgegenzusetzen, dass unter deutscher Flagge sehr wohl schon bewiesen wurde, dass auch fernab von europäischenm Boden Erfolge möglich sind. Wenn auch ohne Titelgewinn, haben die Weltturniere von Mexiko (1970 Dritter, 1986 Vizeweltmeister), Japan und Südkorea (2002 Vizeweltmeister) und Südafrika (2010 Dritter) doch gezeigt, dass Deutschland bei der kommenden WM zu Recht zu den Topfavoriten gehört.

Auch die Tatsache, dass schon in der Gruppenphase ernstzunehmende Kontrahenten wie Portugal, Ghana und die USA mit gewetzten Klingen auf die Deutschen warten, könnte sich für den Turnierverlauf durchaus als dienlich erweisen. Schließlich kann es dann von großem Vorteil sein, in der K.O.-Runde auf einen Gegner zu treffen, der aufgrund einer problemlos absolvierten Vorrunde vieleicht noch nicht ganz so auf Betriebstemperatur gekommen ist.

Erst bei der WM 2010 bekamen dies die ebenfalls als Titelkandidaten gehandelten Auswahlen Englands und Argentiniens zu spüren: Bevor der DFB die beiden Großmächte nämlich mit 4:1 (England im Achtelfinale) und 4:0 (Argentinien im Viertelfinale) ohne jede Chance ließ, musste mit der kräftezehrenden Niederlage im zweiten Gruppenspiel gegen Serbien (1:2) zuerst ein Stahlbad genommen werden, bis letzten Endes ein hauchdünner 1:0-Erfolg über den abermaligen Gruppengegner Ghana das Achtelfinale bescherte.

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Der Auftakt in die K.O.-Phase scheint den Deutschen jedoch ganz generell zu liegen. Nur einmal, nämlich gemeinsam mit dem seinerzeit annektierten Österreich, musste sich die damals kaum eingespielte „Großdeutsche Fußballnationalmannschaft“ im Achtelfinale der benachbarten Schweiz beugen. Weil diese Turnierphase von der DFB-Elf ansonsten jedoch stets bravourös gemeistert wurde, rechnen auch die zahlreichen Wettanbieter mit einer erneuten Viertelfinalbeteiligung.

Der leichte Quotensprung zwischen dem Viertelfinale und dem Halbfinale scheint historisch gesehen durchaus gerechtfertigt zu sein. Denn nirgendwo scheiterte eine deutsche Nationalmannschaft so oft, wie in einem WM-Viertelfinale. Unvergessen: das bereits erwähnte Aus 1962 (nach der „Schlacht von Santiago“), der Überraschungs-K.O. gegen Bulgarien (1994) und das peinliche 0:3 gegen Kroatien bei der WM 1998 in Frankreich. Auch bei der kommenden WM im Samba-Land warten auf die Mannen um Mertesacker, Neuer und Klose im Viertelfinale möglicherweise unangenehme Aufgaben. So könnte es nicht nur zum Duell mit den belgischen Geheimfavoriten und einem Wiedersehen mit Argentinien, sondern auch zu einem Aufeinandertreffen mit Frankreich, Russland oder der Schweiz kommen.

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Nach sage und schreibe zwölf Halbfinalteilnahmen bei 18 Weltmeisterschaften deutet jedoch ziemlich viel auf eine abermalige deutsche Semifinalbeteiligung hin. Wie die jüngsten Turnierauftritte bewiesen haben, geht es dann allerdings erst so richtig ans Eingemachte. Denn es warten zahlreiche Topfavoriten und die nicht zu unterschätzende mentale Last, den langersehnten Pokal zum vierten Mal hintereinander (zuvor 2002,2006, 2010) ganz kurz vor den Augen zu haben. Erst dann wird sich zeigen ob die deutsche Auswahl erreichen kann, was die Buchmacherquoten so zahlreich und vermeintlich realistisch in Aussicht stellen: nämlich den erneuten Einzug in ein WM-Endspiel!

Erst dann wird sich zeigen, ob Deutschland in diesem Jahr reif für den Titel ist. Schließlich sind die DFB-Akteure wie auch deren Fans in puncto Endspiele mehr als gebrannte Kinder. Denn ganze vier Final-Pleiten (1966, 1982, 1986, 2002) konnten sich bislang auf schmerzhafte Art und Weise in den deutschen WM-Erinnerungen festsetzen. Nicht nur zwischen Waterkant und Alpenrand, sondern rund um den Globus mutmaßen Wettanbieter und Fußballfans deshalb darüber, ob die titelreifen und gefürchteten „Deutschen Panzer“ ihr mittlerweile mehr als 20-jähriges Titeltrauma in Brasilien endgültig ablegen können.

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