Am Mittwoch stand der VfB Lübeck im Nachholspiel daheim gegen den Aufstiegskandidaten Hansa Rostock vor einer schweren Aufgabe. Die Kogge hatte zuletzt 22 von möglichen 24 Punkten geholt.
In einem kampfbetonten Nordduell mit wenigen Torraumszenen fiel die Entscheidung kurz nach der Pause. Vor allem im zweiten Durchgang waren die Hausherren besser im Spiel und gewannen verdient mit 1:0.
Damit holte der VfB nach vier Niederlagen in Folge endlich wieder einen Sieg und darf weiter auf den Klassenerhalt hoffen. Nach den Unruhen der letzten Wochen hatte die Elf von Coach Rolf Landerl gegen Hansa viel Kampf und Herz gezeigt.
So viel Einstellung und Teamgeist waren nach der jüngsten Affäre um Vize-Kapitän Florian Riedel, der nach öffentlicher Kritik an Sportdirektor Rocco Leeser für zwei Wochen suspendiert worden war, nicht unbedingt selbstverständlich.
3. Liga Quoten
Dennoch wird der Aufsteiger wohl bis zum Ende um den Ligaverbleib bangen müssen. Vor allem gegen gut organisierte Gegner finden die Grün-Weißen kaum Lösungen. Im Mittelfeld fehlt die nötige Kreativität.
Der Spielaufbau ist meist behäbig. Das schnelle Umschalten nach Ballgewinn sorgt immerhin oft für Gefahr. Allerdings sind das Durchsetzungsvermögen im letzten Drittel sowie die Chancenverwertung mangelhaft.
In der Defensive machen es individuelle Fehler, Unkonzentriertheiten und Abstimmungsprobleme den Gegnern oft zu einfach, Tore zu erzielen. Auch die Umstellung von Dreier- auf Viererabwehr brachte nicht mehr Stabilität.
Der Coach genießt weiterhin die volle Rückendeckung. Gegen die Kölner fehlen die verletzten Röser, Rüdiger und Hebisch.