Nach der 0:1-Heimniederlage gegen den SV Wehen Wiesbaden am 30. Januar wurde mit Jeff Saibene schon der zweite Trainer in dieser Saison beim 1. FC Kaiserslautern entassen. Der Traditionsverein stand an einem historischen Tiefpunkt.
Mit nur drei Siegen in 20 Spielen hatte der neue Trainer in der Pfalz nichts bewirken können. Die Roten Teufel steuerten planlos auf die Regionalliga zu. Trotzdem hatten die Verantwortlichen noch lange über einen möglichen Aufstieg gesprochen.
Als neuer Cheftrainer wurde dann Marco Antwerpen präsentiert. Antwerpen hatte erst im September das Traineramt beim Zweitligist Würzburger Kickers übernommen, war dort aber nach nur einem Punkt aus fünf Spielen gleich wieder vor die Tür gesetzt worden.
In seinen ersten Amtshandlungen erklärte Antwerpen Rückkehrer Jean Zimmer zum neuen Kapitän. Von der Mannschaft forderte der Coach einen „extremen Zusammenhalt“.
3. Liga Quoten
Überraschenderweise zahlten sich beim Südwest-Derby bei Waldhof Mannheim die ersten Maßnahmen des neuen Trainers schon aus. Die Roten Teufel fuhren mit einer hochkonzentrierten und engagierten Leistung in einer 4-2-3-1-Formation einen 2:0-Erfolg ein.
Stellvertrend für die Leistung der Mannschaft stand Flügelspieler Marius Kleinsorge, der im Sommer aus Meppen gekommen war, aber in der Pflaz noch keinen Fuß gefasst hatte und Tugenden wie Kampf, Leidenschaft und auch technische Finesse zeigte.
So waren zahlreiche Spieler auf neuen Positionen nicht mehr wiederzuerkennen. Der neue Übungsleiter freute sich, dass die Mannschaft ihr Leistungsniveau zeigen konnte, an dem man sich auch in den kommenden Spielen messen lassen will.
Der Sieg war natürlich nur der erste Schritt auf dem Weg zum Klassenerhalt. Die Hausherren müssen am Samstag ohne die verletzten Gottwalt, Schad, Sessa und Spalvis auskommen.