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Super Bowl Team Bengals im Porträt: Historie, Spieler, Quarterback, Coach, Eigentümer, Stadion

Aktualisiert Feb 16

Thomas Haider

Von Thomas Haider

Sportwetten-Experte

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Bild: Die Cincinnati Bengals um Quarterback Joe Burrow (9) sind erst zum dritten Mal im Super Bowl dabei. (© IMAGO / Icon SMI)
 

Die Cincinnati Bengals sind in einer Statistik etwas ganz Besonderes: Der Klub konnte noch nie den Super Bowl gewinnen.

Beim Super Bowl LVI am 13. Februar 2022 haben die Bengals nach 1982 und 1989 zum dritten Mal die Chance dazu.

Alle Infos zu den Cincinnati Bengals, dem Super Bowl Team 2022 – Historie, aktuelle Spieler, Quarterback, Headcoach, Stadion und bisherige Erfolge.

 

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So kamen die Bengals in den Super Bowl LVI

Regular Season: 1. Division AFC North, 4. der AFC (Bilanz: 10-7)
Wildcard Round: CIN Benglas – LV Raiders 26:19
Divisional Round: TEN Titans – CIN Bengals 16:19
Conference Championships: KC Chiefs – CIN Bengals 24:27 (OT)
Super Bowl Gegner: LA Rams – Historie, Eigentümer, Spieler, Headcoach

 

Die Historie der Bengals

Die Cincinnati Bengals wurden 1967 gegründet.

Das Team gab es aber nur, weil sich 1966 einigten sich die American Football League und die ältere und prestigeträchtigere National Football League auf eine Fusion einigen, woraus die jetzige NFL wurde.

Eine Bedingung für das Zustandekommen dieser Fusion war die Forderung der AFL, ein Team neugründen zu dürfen, damit es in Zukunft eine gerade Anzahl von Mannschaften geben würde.

Am 23. Mai 1967 bekam deshalb eine Gruppe von Investoren rund um Paul Brown die Erlaubnis, ein einen Klub zu gründen – die Cincinnati Bengals.

Der Name der Cincinnati Bengals entstand aus zwei Komponenten. Zum einen von einem früheren Team namens Cincinnati Bengals, welches von 1937 bis 1941 existierte. Zudem besaß der Zoo von Cincinnati zu dieser Zeit einen seltenen weißen bengalischen Tiger.

 

Steckbrief: Das sind die Cincinnati Bengals

Name:Cincinnati Bengals
Teamfarben:Schwarz, Orange, Weiß
Maskottchen:Who Dey
Stadt:Cincinnati (Ohio)
Stadion:Paul Brown Stadium
Eigentümer:Mike Brown
General Manager:Mike Brown
Headcoach:Zac Taylor
Historie:Cincinnati Bengals (1968–heute)
Division:AFC North
Divison-Sieger:10
Playoff-Teilnahmen:15
Conference Siege:3
Super Bowl Teilnahmen:3 (Season 1981, 1988, 2021)
Super Bowl Siege:0

 

Gründer Paul Brown war in den ersten acht Spielzeiten auch der Head Coach der Mannscahft und entwickelte eine Draftstrategie, die darauf abzielte, überdurchschnittlich intelligente Spieler zu draften.

Auf dieser Tatsache beruht der Fakt, dass viele Spieler aus der damaligen Zeit auch nach ihrer sportlichen Karriere in anderen Bereichen sehr erfolgreich waren.

Erfolg brachte diese Strategie aber keinen.

In den 1970er Jahren erreichte das Team zwar dreimal die Play-offs, konnte jedoch keines dieser Postseason-Spiele gewinnen. In den 1980ern erreichten die CIN Bengals zweimal den Super Bowl (1982 und 1989), aber verloren jeweils gegen die San Francisco 49ers.

1991 starb Bengals-Gründer Paul Brown, der das Franchise alelrdings zuvor schon seinem Sohn Mike Brown übergeben hatte. Sportlich lief es von diesem Zeitpunkt an schlecht und die Bengals verzeichneten vierzehn Jahre in Folge ohne positive Bilanz.

Von 2011 bis 2015 kamen die Bengals zwar fünf Mal in Folge in die Playoffs, ein K.o.-Spiel konnte aber nicht gewonnen werden.

Erst in der Saison 2021/22 endete diese Negativserie mit dem Sieg in der Wildcard-Round gegen die Las Vegas Raiders (der erste Playoff-Sieg seit 1991). Mit Siegen über die Tennessee Titans und die Kansas City Chiefs stehen die Bengals jetzt zum dritten Mal im Super Bowl.

 

Das Bengals Logo

Das Bengals Logo war in der Anfangszeit ein Footballspielender Tiger.

In den Folgejahren hat sich das Logo immer mehr verändert.

Seit 2004 besteht das Logo der Cincinnati Bengals aus einem großen „B“. Geblieben sind die orange-schwarzen Tigerstreifen, die das Logo zieren. Drei sind es derzeit.

Das Tigermuster in dem „B“ erinnert an den gestreiften Helm der 1980er-Jahre.

 
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Bild: Das Logo der Cincinnati Bengals. (© IMAGO / Icon SMI)

 

Super Bowl Team Cincinnati Bengals – Roster, Kader, Spieler

Der Kader der Cincinnati Bengals ist deutlich ausgeglichener besetzt als jener von Super Bowl Gegner LA Rams. Während die Rams über die letzten Jahre einige Topstars geholt haben, setzten die Verantworltichen der Bengals auf kontinuierliches Wachstum.

Der Topstar im Bengals Roster ist ganz klar der Quarterback: Joe Burrow.

Er war Topspieler am College und wurde als Nummer-1-Pick im Frühjahr 2020 nach Cincinnati geholt.

Neben Burrow ist aber vor allem die Offense das Prunkstück der Bengals. Hier sticht Ja’Marr Chase hervor, der seine erste volle NFL-Saison spielt. Mit Burrow versteht er sich blind – beide waren zusammen am College.

Mit Burrow und Chase haben die Bengals ihre Stärken im Big Play. Hier sind auch Running Back Mixon oder die anderen beiden Receiver Higgins und Boyd stets für ein Big Play gut.

 

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Die bekanntesten Spieler im Cincinnati Bengals Kader

Quarterback: Joe Burrow
Runningback: Joe Mixon
Wide Receiver: Ja’Marr Chase
Wide Receiver: Tee Higgins
Tight End: C.J. Uzomah
Offensive Tackle: Jonah Williams
Offensive Guard: Quinton Spain
Center: Trey Hopkins
Defensive Tackle: D.J. Reader
Defensive End: Trey Hendrickson
Inside Linebacker: Markus Bailey
Outside Linebacker: Logan Wilson
Cornerback: Chidobe Awuzie
Safety: Vonn Bell
Kicker: Evan McPherson


 

Die größte Schwäche im Bengals Kader 2022 ist die Defense. Die O-Line ist alles andere als großes Hindernis – 51 (!) Mal wurde Burrow in dieser Saison gesacked.

Allerdings sind die Defense Player der Bengals auch zu Topleistungen im Stande, sonst hätten sie nicht den Super Bowl LVI erreicht.

Hier stechen vor allem, der vor der Saison neu verpflichtete Defensive End Trey Hendrickson und die beiden starken Safeties Jessie Bates und Vonn Bell hervor.

Hendrickson spielte dieses Jahr eine sehr starke Saison und konnte in der Regular Season und den Playoffs zusammengerechnet bereits 16 Sacks verbuchen.

 
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Bengals Quarterback Joe Burrow

Der absolute Topspieler bei den Bengals ist Joe Burrow. Der Quarterback.

Bereits am College war der 25-jährige Spielmacher eine große Nummer.

Er wurde 2019 mit der prestigeträchtigen Heisman-Trophy – die Auszeichnung für den besten College-Spieler des Jahres – ausgezeichnet. Joe Burrow erhielt 90,7 Prozent aller Stimmen und gewann damit mit einem neuen Rekordvorsprung.

Die Bengals holten ihn 2020 als Overall-Nummer-1-Pick. In der ersten Saison zog er sich in Week 11 eine schwere Knieverletzung zu. Deshalb ist diese Spielzeit erst seine erste volle – und in dieser führte er das Team gleich in den Super Bowl.

Seine Stärken: Ruhe und Abgeklärtheit. Deshalb trägt auch den Beinamne „Joe Cool“ oder „Joe Brrrrr“.

 

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Bengals Headcoach Zac Taylor

Die Cincinnati Bengals sind die erste Station als Headcoach für Zac Taylor. Der 38-Jährige war davor zunächst als Assistent bei diversen NFL-Teams im Coaching Staff tätig. Im Jahr 2019 übernahm er die Headcoach-Rolle bei den Bengals.

In seinen Jugendtagen war Taylor selbst Quarterback, schaffte es aber nicht in die NFL.

 
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Bild: Zac Taylor, seit 2019 der Headcoach der Cincinnati Bengals. (© IMAGO / ZUMA Wire)
 

2012 wurde er Assistenztrainer bei den Miami Dolphins und 2015 sogar kurzzeitig interims-Offensive Coordinator. 2016 wurde Taylor für ein Jahr Offensive Coordinator und Quarterbackscoach der University of Cincinnati.

Pikant: 2017 arbeitete er bei Los Angeles Rams unter deren Cheftrainer Sean McVay an.

Ein Jahr später wurde er sogar Quarterback-Coach der Rams. Mit McVay führte Taylor die Rams 2019 sogar in den Super Bowl.

 

Das ist Zac Taylor

 

Mike Brown, der Eigentümer der Cincinnati Bengals

Die Cincinnati Bengals sind, wenn man so will, ein Familienunternehmen. In zweiter Generation.

Der Gründer der Football-Franchise war Paul Brown. Bereits vor seinem Tod gab er die Führung an seinen Sohn Mike Brown ab, der den Klub von 1991 bis heute leitet.

2011 stockte Brown für 200 Millionen Dollar den Anteilsbesitz an dem Klub um weitere 30 % auf, in dem er die Anteile des Bauunternehmers Austin “Dutch” Knowlton erwarb. Seit dem besitzt Brown rund 500 der 586 Aktien (85,3 %).

Mike Brown selbst arbeitete – bevor er den Posten des General Manager und den Klub „geerbt“ hatte – in der Organisation als Pressesprecher.

1994 wurde Brown von Leigh Steinberg als „einsamer Kämpfer für wirtschaftliche Vernunft in der NFL“ und „eine Don Quijote-artige Figur, die die Kräfte des Gehaltswahnsinns zurückdrängt“.

Er ist der Vater von Katie Blackburn, der stellvertretenden Geschäftsführerin der Bengals, die auch die erste Frau ist, die in der NFL Chefunterhändlerin für Verträge ist.

 

Das Bengals Stadion – das Paul Brown Stadium

Das Heimstadion der Cincinnati Bengals ist das Paul Brown Stadium. Die Arena wurde nach dem Klubgründer Paul Brown benannt, der in der Anfangszeit auch Headcoach der Mannschaft war und 1991 verstorben ist.

Das Bengals Stadium Es trägt auch den Spitznamen „The Jungle“ – ach dem Lied „Welcome to the Jungle“ von Guns n’ Roses.

Das Sportstätte wurde von 1998 bis 2000 für 455 Mio. US-Dollar am Ufer des Ohio River errichtet. Wenige hundert Meter östlich steht der Great American Ball Park der Cincinnati Reds aus der Major League Baseball (MLB).

Eröffnet wurde die Anlage am 19. August 2000. Sie bietet 65.515 Sitzplätze auf drei Tribünenebenen, davon sind 7.600 Clubsitze und 114 private Logen.

Die Stadt Cincinnati mit dem Paul Brown Stadium ist ein möglicher Spielort der Fußball-Weltmeisterschaft 2026.

 
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Bild: Das Paul Brown Stadium, die Heimstätte der Cincinnati Bengals. Benannt nach dem Klub-Gründer Paul Brown. (© IMAGO / Icon SMI)

 

Bisherige Erfolge der Cincinnati Bengals

Die Cincinnati Bengals sind eine der erfolglosesten Klubs in der NFL.

Noch nie konnte der Super Bowl gewonnen werden. Zwei Mal standen die Bengalsim NFL-Endspiel – 1982 und 1989 – und beide Male setzte es eine Niederlage. Beide Male gegen die San Francisco 49ers.

Überhaupt konnten die CIN Bengals in ihrer NFL-Geschichte erst 15 Mal die Playoffs erreichen. Zehn Mal beendeten sie ihre Division auf Platz 1, so etwa auch in der Saison 2021/22.

 

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