Das Verhältnis zwischen Coach Andre Villas-Boas und Olympique Marseille hatte mit der Vize-Meisterschaft in der Vorsaison so toll begonnen. Doch danach ging es schnell bergab.
Bald war klar, dass der zum Ende dieser Saison auslaufende Vertrag des Trainers nicht mehr verlängert wird. Am Ende ging alles noch viel schneller. Am letzten Tag des Transfer-Fensters verpflichtete der Verein ohne Zustimmung des Coachs einen neuen Spieler.
Villas Boas zog daraus seine Konsequenzen und bot der sportlichen Leitung seinen Rücktritt an, der wenige Stunden später auch angenommen wurde. Seitdem wird die Mannschaft von Nasser Larguet, dem Leiter des Nachwuchszentrums betreut.
Die Bilanz unter dem Interims-Trainer kann sich mit zwei Siegen, drei Remis und einer Pleite durchaus sehen lassen. Die einzige Pleite gab es daheim gegen Meister PSG.
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Sportlich sind „Les Phocéens“ in dieser Saison aber sowieso weit hinter den Erwartungen zurück. In der Champions League schied man sang- und klanglos als Gruppenletzter hinter Man City, Porto und Piräus aus.
Auch in der Liga ist maximal noch die Teilnahme an der neuen Europa Conference League möglich. Dieses Bild passt zum Chaos, welches in dieser Saison bei dem Verein vorherrscht.
Nach vier Niederlagen in Serie, darunter zwei Heimniederlagen gegen Schlusslicht Nimes und Aufsteiger Lens, hatten Ultras das Trainingszentrum von OM verwüstet. Der Zorn richtete sich auch gegen Klubpräsident Jacques-Henri Eyraud.
Die Zukunft von Marseille ist ebenfalls ungewiss, hat Frank McCourt, der amerikanische Klubeigner, dem hoch verschuldeten Klub doch einen rigorosen Sparkurs verordnet. Neuer Chefcoach scheint übrigens Ex-Coach Jorge Sampaoli zu werden.