So hatte man sich den Auftakt unter dem neuen Trainer Markus Anfang in Darmstadt sicher nicht vorgestellt. Die vergangene Spielzeit hatten die Lilien unter Coach Grammozis noch auf einem tollen fünften Platz beendet, nur drei Punkte hinter dem Relegationsplatz 3.
Doch nach acht Spieltagen in der Saison 2020/21 scheint dieses Mal eher Abstiegskampf auf dem Programm zu stehen. Die Bilanz der letzten beiden Ligaspiele liest sich nicht gut.
Auf ein 0:4 zu Hause gegen Paderborn folgte ein 0:3 bei Erzgebirge Aue. Somit kassierten die Hessen schon 18 Gegentreffer. Dieser Wert wird nur vom Schlusslicht Würzburg (19) überboten.
Die Tatsache, dass das von Coach Anfang bevorzugte offensive Spiel zu Lasten der Defensive gehen kann, ist nichts Neues. Doch wenigstens zeigten sich die vom Trainer betreuten Mannschaften in der Vergangenheit dann auch torgefährlich.
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Mit technischen Ungenauigkeiten und falschen Entscheidungen konnte der SVD aber gegen die Veilchen seine Chancen nicht nutzen. Somit ist die Anfang-Elf seit zwei Spielen ohne eigenes Tor.
Zudem musste man im Erzgebirge schon den fünften Strafstoß-Gegentreffer in der laufenden Saison hinnehmen. Drei davon kamen erst nach einer Intervention des Videoschiedsrichters zustande.
An der grundsätzlichen Spielidee von Trainer Anfang wird bisher noch nicht gezweifelt. Man müsse weniger Tore kassieren und mehr Treffer schießen. So einfach kann Fußball sein. Doch bald könnte auch der Druck auf den Coach zunehmen.
Gegen Aue wurde die sowieso schon wacklige Defensive durch die Ausfälle von Mannschaftskapitän Fabian Holland und Innenverteidiger Nicolai Rapp zusätzlich geschwächt. Der Einsatz des Duos gegen die Eintracht ist noch ungewiss.