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Tyson Fury & sein verrücktes Leben: Aus dem Drogensumpf zurück auf den Box-Thron!

Aktualisiert Okt 14

Thomas Haider

Von Thomas Haider

Sportwetten-Experte

tyson fury
Foto: Depression, Drogen, Alkohol – Tyson Fury war am Abgrund. Jetzt kann er Box-Weltmeister werden. Dazu braucht er einen Sieg gegen Deontay Wilder am Samstag. (© imago images / ITAR-TASS)
 

Im November 2015 war er ganz oben. Er hat den scheinbar unschlagbaren Schwergewichts-Champion Wladimir Klitschko besiegt und krönte sich damit zum Vierfach-Weltmeister nach WBA, IBF, WBO und IBO.

Doch nur wenige Wochen später ging es für Tyson Fury rasant bergab.

Er versank in einem Sumpf mit Drogen, Alkohol und Depressionen. Dass auch eine Menge Junkfood dabei war, gehörte damals zu seinen kleinsten Problemen, obwohl er zu diesem Zeitpunkt fast 180 Kilogramm auf die Waage brachte.

Von Boxen oder Profisport war längst keine Rede mehr. Vielmehr ging es für Fury nur noch ums Überleben.

Aber erst Hohn und Spott aus der Box-Branche haben ihn motiviert, dieses Tief zu überwinden. „Deontay Wilder war damals derjenige, der mir den letzten Anstoß gegeben hat“, verriet Fury.

Ausgerechnet Deontay Wilder.

Gegen den Fury im Februar 2020 den WBC-Titel gewonnen hat und damit auch zurück auf den Box-Thron geklettert ist – und gegen den er diesen Titel in der dritten Auflage (So., 10.10.2021, ab 5:30 Uhr deutscher Zeit, live bei DAZN) auch verteidigen hat.

 

Fury privat – seine Depression: Im Ferrari mit 300 km/h Richtung Brücke…

Die Titelverteidigung verbunden mit einem neuerlichen Sieg über Wilder wäre für Tyson Fury mit Sicherheit eine ganz besondere Genugtuung.

Fury erinnert sich zurück, als er am Boden war. Weit weg von Siegen und Triumphen. An die schlimme Zeit, in der er in einer tiefen Depression steckte, in der mehr Tiefschläge einstecken musste als bei all seinen Kämpfen im Boxring.

Da gab es auch den Moment, als er mit seinem neuen Ferrari mit 300 km/h auf eine Brücke zuraste und nur noch eines wollte: sterben.

„Mir war alles egal. Ich wollte einfach nur noch um jeden Preis sterben. Ich hatte mein Leben aufgegeben als ich auf die Brücke zuschoss. Dann sagte eine Stimme in meinem Kopf: ‚Tyson, mach’s nicht! Denk an deine Familie, an deine Kinder. Deine Tochter und die Söhne wachsen ohne Dad auf.’“

Im letzten Moment wechselte er die Spur.

 

Das ist Tyson Fury: Gewicht, Größe, Familie

Geburtstag:12. August 1988
Geburtsort:Manchester
Nationalität:England / Irland
Familienstand:verheiratet mit Paris Fury (6 Kinder)
Kampfname:The Gypsy King
Größe:2,06 m
Gewicht:123,8 kg
Reichweite:2,16m
Stil:Linksausleger
Größte Erfolge:Aktueller Weltmeister der WBC. Ex-Weltmeister der WBA, IBF, WBO und IBO.
Profi-Bilanz:31 Kämpfe, 30 Siege, 1 Unentschieden

 
Fury-Trainer SugarHill:
„Wir erwarten den besten Deontay Wilder!“

 

Später erklärte seine schlimmste Zeit, in der er Unmengen an Kokain und Alkohol konsumierte – „Ich trank sieben Tage pro Woche“ – in einem Interview mit Rolling Stone Magazine.

„Ich mache eine Depression durch. Meine Psychiater sagen, ich habe eine Version von bipolar – und bin manisch-depressiv. Ich will nicht mal mehr aufwachen und hoffe jeden Tag, dass ich sterbe. Alles Geld der Welt, Ruhm und Ehre, bedeutet nichts, wenn man nicht glücklich ist. Ich hoffe nur, dass mich jemand umbringt, bevor ich mich selbst umbringe.“

Weil er in den zwei Jahren nach seinem Titelgewinnen gegen Klitschko keine Kämpfe mehr bestritt, musste er auch seine hart verdienten vier WM-Gürtel wieder abgeben. Er hatte nichts mehr.

Keine Trophäen und auch kein Geld. „Ich habe alles rausgeworfen.“ Was ihm blieb waren Hohn und Spott. Wie eben von Wilder, der 2017 sagte: „Fury ist durch. Der kommt nie mehr zurück!“

Aber genau das weckte den Kampfgeist von Fury.

„Als ich das hörte, war ich gerade mit meinem Hund draußen. Da fühlte ich mich wie ein fettes Schwein und wäre am liebsten ins Wasser gesprungen und hätte mich ertränkt. Aber dann dachte ich: Ich starte mein Comeback und knocke ihn dafür aus.“

 

Wilder vs Fury – Highlights aus dem zweiten Duell:

Video: So lief das zweite Duell zwischen Tyson Fury und Deontay Wilder im Februar 2020 (Quelle: YouTube / Boxing Sauce TV)
 

Noch am selben Tag nahm er den Kampf mit sich selbst und seiner Vergangenheit auf. Nur er selbst, seine Familie und ein junger, unerfahrener Box-Trainer namens Ben Davison glaubten noch an ihn.

Davison und sein Team fanden den richtigen Zugang entwarfen für Fury ein perfekt zugeschnittenes Trainings-Programm sopwie einen kohlehydratarmen Ernährungsplan, der sein Kampfgewicht von 180 auf 116 Kilo reduzierte.

In nur wenigen Monaten war Fury wieder ein Profisportler und gewann auf Anhieb auch die ersten beiden Kämpfe nach seiner Rückkehr. Zuerst gegen den Albaner Sefer Seferi durch TKO in Runde 4 und anschließend gegen den Italiener Francesco Pianeta nach Punkten.

Jetzt war Fury auch wieder bereit für einen großen Kampf.

Sein größter Wunsch war damals: Ein Duell gegen Wilder – jenen Wilder, der ihn eigentlich abgeschrieben hatte, aber indirekt zum Comeback motiviert hatte. Und ihm vielleicht damit auch irgendwie das Leben gerettet hat.

 

tyson fury privat

Wilder vs Fury III – Übertragung und deutsche Uhrzeit

  • Datum/Uhrzeit: Der Kampf ist für Samstag, den 9. Oktober 2021, ab 20 Uhr Ortszeit angesetzt.
  • Ort: T-Mobile Arena, Las Vegas (USA)
  • Übertragung: DAZN überträgt Wilder vs Fury III unter Berücksichtung der Zeitverschiebung am Sonntag (10.10.) ab 5:30 Uhr live.
  •  

    Tyson Fury: Folgt die endgültige Rache an Wilder?

    Nachdem Fury seine schweren Kämpfe gegen Alkohol, Drogen und seine schweren Depressionen gewonnen hatte, wartete im Dezember 2018 sein sportlich härtester Gegner: Deontay Wilder .

    Dem wort- und schlaggewaltigen US-Amerikaner – seit 2015 WBC-Champion und bis dahin in allen seinen 40 Profi-Kämpfen siegreich – kam die Rückkehr des einstigen Weltmeisters und Showmans für einen finanziell lukrativen Kampf in den USA gerade recht.

    Fury war knapp dran, sein Versprechen einzulösen und Wilder auszuknocken – zumindest nach Punkten – und ihm damit auch den WBC-Weltmeister-Gürtel abzunehmen.

    Doch die Punkterichter werteten den Kampf als Unentschieden und so blieb Wilder weiterhin Champion nach WBC-Version. Es hat aber gezeigt: Fury ist endgültig zurück im (Box-)Leben.

     

    Wilder vs Fury 3 Quoten | Wer gewinnt den Rückkampf?

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    1.38
    Sieg Fury
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    3.25
    Sieg Wilder
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    1.91
    Sieg Fury TKO/K.o.
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    3.60
    Sieg Wilder TKO/K.o.
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    Quoten Stand vom 9.10.2021, 8:45 Uhr. Angaben ohne Gewähr. Die Quoten unterliegen laufenden Anpassungen und können sich mittlerweile geändert haben. 18+ | AGB beachten!


     

    Eineinhalb Jahre später war das Comeback perfekt! Fury ließ Wilder im Rückkampf keine Chance und schickte ihn zwei Mal zu Boden. In Runde 7 stand Fury als Sieger fest – und als neuer WBC-Weltmeister. Er war zurück auf dem Box-Thron.

    Auf diesem will er nun bleiben. Jetzt hat der „Gypsy King“, wie wie sich der Brite mit Sinti- und Roma-Abstammung selbst taufte, die nächste Chance um Wilder zu besiegen – und sich nebenbei auch endgültig für die damalige Häme zu revanchieren.

    Gewinnt er nun neuerlich gegen Wilder, behält er nicht nur seinen Weltmeister-WBC-Gürtel, sondern er geht auch als Sieger aus der prestigeträchtige Trilogie hervor. Und das, nachdem Wilder ihn schon abgeschrieben hatte.

    Geht es nach den Meinung und den Prognosen der Wettanbieter, dann wird ihm dies auch gelingen. Der „Gypsy King“ gilt bei den Fury Wilder Wettquoten als haushoher Favorit.

    Dass Fury der komplettere Boxer ist, hat er im zweiten Kampf unter Beweis gestellt. Angst hat Fury keine. Auch nicht vor einem möglichen Scheitern. Wie sagte Fury vor dem zweiten Duell?

    „Nach allem, was ich durchgemacht habe: Psychische Probleme, Drogensucht, Alkoholsucht. Ich habe es gegen jede Wahrscheinlichkeit geschafft. Wie soll mich da jemand mit Boxhandschuhen besiegen? Nein, ich werde Deontay Wilder überwältigen.“


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    Tyson Fury privat – Herkunft, Frau und 6 Kinder

    Wie Tyson Fury im Boxring tickt, weiß jeder, der sich für Boxen interessiert. Aber wie tickt Tyson Fury privat?

    Die Herkunft von Tyson Fury ist etwas kompliziert. Geboren im Stadtteil Wythenshawe im nordwestenglischen Manchester wuchs Fury in einer Familie irischer Traveller und streng katholisch auf.

    Sein Großvater väterlicherseits kam aus Tuam im County Galway. Das war auch der Geburtsort seines Vaters, John Fury, der seinerzeit selbst ein respektabler Schwergewichts-Profiboxer war. Der Clan der Furys von Galway ist gälischer Abstammung.

    Tyson Furys Eltern gaben ihrem Sohn den Vornamen Tyson nicht ohne Grund. Vorbild und Namenspate war der Profiboxer Mike Tyson.

    Privat ist Fury seit 2008 mit Paris Fury verheiratet. Er selbst bezeichnet sich als ein Mann Gottes, „gefüllt mit dessen Herrlichkeit“. Kennenglernt hat sich das Paar bereits zu Teenie-Zeiten. Inzwischen sind sie verheiratet und haben sechs Kinder.

     

    Warum heißt Fury „Gypsy King“?

    Fury ist aufgrund seiner „Roma/Sinti“-Abstammung ein entfernter Verwandter des selbsternannten King of the Gypsies, Bartley Gorman – und bezeichnet sich deshalb selbst gerne als Gypsy King.

     

    Wie reich ist Tyson Fury?

    Das Vermögen von Tyson Fury wird auf etwa 70 Millionen Pfund (umgerechnet ca. 82 Millionen Euro). Auf der Forbes Liste für 2020 lag Fury mit Einnahmen von über 50 Millionen Dollar auf Platz 34.

     

    Tyson Fury Record – wie ist seine Profi-Bilanz?

    Tyson Fury bestritt in seiner Profi-Karriere bislang 31 Kämpfe. 30 davon hat er gewonnen, einer endete mit einem Unentschieden (gegen Wilder 2018).

    Von diesen 30 Siegen gewann er 21 durch Knockout.

     

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