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Tyson Fury & sein verrücktes Leben: Aus dem Drogensumpf zurück auf den Box-Thron!

Aktualisiert Apr 26

Thomas Haider

Von Thomas Haider

Sportwetten-Experte

tyson fury
Foto: Depression, Drogen, Alkohol – Tyson Fury war am Abgrund. Jetzt kann er Box-Weltmeister werden. Dazu braucht er einen Sieg gegen Deontay Wilder am Samstag. (© imago images / ITAR-TASS)
 

Im November 2015 war er ganz oben. Er hat den scheinbar unschlagbaren Schwergewichts-Champion Wladimir Klitschko besiegt und krönte sich damit zum Vierfach-Weltmeister nach WBA, IBF, WBO und IBO.

Doch nur wenige Wochen später ging es für Tyson Fury rasant bergab.

Er versank in einem Sumpf mit Drogen, Alkohol und Depressionen. Dass auch eine Menge Junkfood dabei war, gehörte damals zu seinen kleinsten Problemen, obwohl er zu diesem Zeitpunkt fast 180 Kilogramm auf die Waage brachte.

Von Boxen oder Profisport war längst keine Rede mehr. Vielmehr ging es für Fury nur noch ums Überleben.

Aber erst Hohn und Spott aus der Box-Branche haben ihn motiviert, dieses Tief zu überwinden. „Deontay Wilder war damals derjenige, der mir den letzten Anstoß gegeben hat“, verriet Fury.

Ausgerechnet Deontay Wilder. Den hatte er zuletzt zwei Mal besiegt und ihm den WBC-Titel entrissen.

Jetzt, am 23. April steigt Fury gegen Dillian Whyte in den Ring. Es soll Furys letzter Kampf werden. Er will als Weltmeister abtreten. Es wäre ein weiteres Kapitel im verrückten Leben des Tyson Fury.

 

Fury Comeback: WWE, UFC oder Boxen?

 

Fury privat – seine Depression: Im Ferrari mit 300 km/h Richtung Brücke…

Die Titelverteidigung verbunden mit einem neuerlichen Sieg über Wilder wäre für Tyson Fury mit Sicherheit eine ganz besondere Genugtuung.

Fury erinnert sich zurück, als er am Boden war. Weit weg von Siegen und Triumphen. An die schlimme Zeit, in der er in einer tiefen Depression steckte, in der mehr Tiefschläge einstecken musste als bei all seinen Kämpfen im Boxring.

Da gab es auch den Moment, als er mit seinem neuen Ferrari mit 300 km/h auf eine Brücke zuraste und nur noch eines wollte: sterben.

„Mir war alles egal. Ich wollte einfach nur noch um jeden Preis sterben. Ich hatte mein Leben aufgegeben als ich auf die Brücke zuschoss. Dann sagte eine Stimme in meinem Kopf: ‚Tyson, mach’s nicht! Denk an deine Familie, an deine Kinder. Deine Tochter und die Söhne wachsen ohne Dad auf.’“

Im letzten Moment wechselte er die Spur.

 

Das ist Tyson Fury: Gewicht, Größe, Familie

Geburtstag:12. August 1988
Geburtsort:Manchester
Nationalität:England / Irland
Familienstand:verheiratet mit Paris Fury (6 Kinder)
Kampfname:The Gypsy King
Größe:2,06 m
Gewicht:123,8 kg
Reichweite:2,16m
Stil:Linksausleger
Größte Erfolge:Aktueller Weltmeister der WBC. Ex-Weltmeister der WBA, IBF, WBO und IBO.
Profi-Bilanz:32 Kämpfe, 31 Siege, 1 Unentschieden

 

Später erklärte seine schlimmste Zeit, in der er Unmengen an Kokain und Alkohol konsumierte – „Ich trank sieben Tage pro Woche“ – in einem Interview mit Rolling Stone Magazine.

„Ich mache eine Depression durch. Meine Psychiater sagen, ich habe eine Version von bipolar – und bin manisch-depressiv. Ich will nicht mal mehr aufwachen und hoffe jeden Tag, dass ich sterbe. Alles Geld der Welt, Ruhm und Ehre, bedeutet nichts, wenn man nicht glücklich ist. Ich hoffe nur, dass mich jemand umbringt, bevor ich mich selbst umbringe.“

Weil er in den zwei Jahren nach seinem Titelgewinnen gegen Klitschko keine Kämpfe mehr bestritt, musste er auch seine hart verdienten vier WM-Gürtel wieder abgeben. Er hatte nichts mehr.

Keine Trophäen und auch kein Geld. „Ich habe alles rausgeworfen.“ Was ihm blieb waren Hohn und Spott. Wie eben von Wilder, der 2017 sagte: „Fury ist durch. Der kommt nie mehr zurück!“

Aber genau das weckte den Kampfgeist von Fury.

„Als ich das hörte, war ich gerade mit meinem Hund draußen. Da fühlte ich mich wie ein fettes Schwein und wäre am liebsten ins Wasser gesprungen und hätte mich ertränkt. Aber dann dachte ich: Ich starte mein Comeback und knocke ihn dafür aus.“

 

Die sportliche „Auferstehung“ von Tyson Fury

Video: Die sportliche „Wiedergeburt“ von Tyson Fury. (Quelle: YouTube / BT Boxing)
 

Noch am selben Tag nahm er den Kampf mit sich selbst und seiner Vergangenheit auf. Nur er selbst, seine Familie und ein junger, unerfahrener Box-Trainer namens Ben Davison glaubten noch an ihn.

Davison und sein Team fanden den richtigen Zugang entwarfen für Fury ein perfekt zugeschnittenes Trainings-Programm sopwie einen kohlehydratarmen Ernährungsplan, der sein Kampfgewicht von 180 auf 116 Kilo reduzierte.

In nur wenigen Monaten war Fury wieder ein Profisportler und gewann auf Anhieb auch die ersten beiden Kämpfe nach seiner Rückkehr. Zuerst gegen den Albaner Sefer Seferi durch TKO in Runde 4 und anschließend gegen den Italiener Francesco Pianeta nach Punkten.

Jetzt war Fury auch wieder bereit für einen großen Kampf.

Sein größter Wunsch war damals: Ein Duell gegen Wilder – jenen Wilder, der ihn eigentlich abgeschrieben hatte, aber indirekt zum Comeback motiviert hatte. Und ihm vielleicht damit auch irgendwie das Leben gerettet hat.

Dieses hatte er bekommen – und sogar gleich drei Mal! In diesen drei Kämpfen stieg Fury zwei Mal als Sieger aus dem Ring. Nach dem Remis in Kampf 1 folgten zwei Knockout-Siege. Fury knöpfte Wilder zunähchst die WBC-Krone ab und hat diese im dritten Aufeinandertreffen verteidigt.

 

Wettquoten zu Tyson Fury – Dillian Whyte am 23.4.

Wettquoten:

Fury vs. Whyte

Betway
1.18
Sieg Fury
Betway besuchen
Betway
5.25
Sieg Whyte
Betway besuchen
Bet365
1.72
Sieg Fury TKO/Ko
Bet365 besuchen
Bet365
3.40
Sieg Fury Punkte
Bet365 besuchen
Bet365
6.00
Sieg Whyte TKO/Ko
Bet365 besuchen
Bet365
21.0
Sieg Whyte Punkte
Bet365 besuchen
Bwin
3.00
Sieger in Runde 1-6
Bwin besuchen
Bwin
2.50
Sieger in Runde 7-12
Bwin besuchen
Bwin
26.0
Unentschieden
Bwin besuchen

Quoten Stand vom 22.4.2022, 6:00 Uhr. Angaben ohne Gewähr. 18+ | AGB beachten!


 
Favoriten-Check zu Fury vs. Whyte


Tyson Fury privat – Herkunft, Frau und 6 Kinder

Wie Tyson Fury im Boxring tickt, weiß jeder, der sich für Boxen interessiert. Aber wie tickt Tyson Fury privat?

Die Herkunft von Tyson Fury ist etwas kompliziert. Geboren im Stadtteil Wythenshawe im nordwestenglischen Manchester wuchs Fury in einer Familie irischer Traveller und streng katholisch auf.

Sein Großvater väterlicherseits kam aus Tuam im County Galway. Das war auch der Geburtsort seines Vaters, John Fury, der seinerzeit selbst ein respektabler Schwergewichts-Profiboxer war. Der Clan der Furys von Galway ist gälischer Abstammung.

Tyson Furys Eltern gaben ihrem Sohn den Vornamen Tyson nicht ohne Grund. Vorbild und Namenspate war der Profiboxer Mike Tyson.

Privat ist Fury seit 2008 mit Paris Fury verheiratet. Er selbst bezeichnet sich als ein Mann Gottes, „gefüllt mit dessen Herrlichkeit“. Kennenglernt hat sich das Paar bereits zu Teenie-Zeiten. Inzwischen sind sie verheiratet und haben sechs Kinder.

 

Warum heißt Fury „Gypsy King“?

Fury ist aufgrund seiner „Roma/Sinti“-Abstammung ein entfernter Verwandter des selbsternannten King of the Gypsies, Bartley Gorman – und bezeichnet sich deshalb selbst gerne als Gypsy King.

 

Wie reich ist Tyson Fury?

Das Vermögen von Tyson Fury wird auf etwa 70 Millionen Pfund (umgerechnet ca. 82 Millionen Euro). Auf der Forbes Liste für 2020 lag Fury mit Einnahmen von über 50 Millionen Dollar auf Platz 34.

 

Tyson Fury Record – wie ist seine Profi-Bilanz?

Tyson Fury bestritt in seiner Profi-Karriere bislang 31 Kämpfe. 30 davon hat er gewonnen, einer endete mit einem Unentschieden (gegen Wilder 2018).

Von diesen 30 Siegen gewann er 21 durch Knockout.

 

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