Bei einem Tie-Break im Tennis geht es darum, bei eigenem Aufschlagsspiel unbedingt zu punkten. Ähnliches gilt für die NBA Play-offs, wo man das eigene Heimspiel auch möglichst gewinnen sollte.
Bislang haben sich beide Kontrahenten diesbezüglich nichts zuschulden kommen lassen. Denn die ersten beiden Partien dieser Series, die im Rocket Mortgage FieldHouse ausgetragen wurden, gingen mit jeweils 97:83 und 96:86 auch an die Cavs.
Dann verlagerte sich das Geschehen an die Ostküste der USA, wo die Wagner-Brüder in ihrer unnachahmlichen Manier Orlando mit jeweils überdeutlichen Ergebnissen wie 121:83 und 112:89 zum Ausgleich führten.
Jetzt geht es wieder zurück nach Ohio, wo es dieser Logik folgend bald 3:2 für die Cavaliers stehen sollte. Ich wette allerdings dagegen.
Orlando hat den Vorteil, nach zwei Back-to-Back-Siegen die Mannschaft zu sein, die das Momentum am Mittwoch klar auf ihrer Seite weiß.
Durch vier Spiele hindurch haben die Magic zudem Cleveland um 30 Punkte an der 3-Punkte-Linie geschlagen, was angesichts von Orlandos schlechtem Ruf bei Distanzwürfen und ihrer schwachen Performance in den ersten beiden Spielen dieser Series, erstaunlich ist.
Orlando traf nur 17 von insgesamt 72 Dreipunkteversuchen in Cleveland, aber in ihren beiden Heimspielen konnten sie schlagartig eine Trefferquote von jeweils 35 % oder besser erzielen.
Die Cavs haben dagegen massiv abgebaut, indem sie am Samstag nur 4 von 17 Dreipunktewürfen einnetzen konnten. Insbesondere Max Strus und Georges Niang, die eigens dafür verpflichtet wurden, haben zusammen nur vier Dreipunktewürfe in vier Spielen erzielt.
Es versteht sich von selbst, dass das nicht ausreicht.