Tatsächlich befindet sich der FC St. Gallen voll in der Spur und in der Liga nach 22 absolvierten Partien noch voll im Kampf um die Vize-Meisterschaft.
Während Tabellenführer Young Boys Bern an der Tabellenspitze einsam seine Kreise zieht, ist das Gedränge um Platz zwei, der zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt, groß.
Mit Servette Genf, Lugano und dem FC Luzern müssen sich die St. Gallener gleich mehrerer direkter Konkurrenten erwehren.
Für das Team von Peter Zeidler spricht dabei die Offensivstärke. Bei 44 erzielten Treffern stellt man nach Bern die zweitbeste Offensive der Super League. Entsprechend gehe ich davon aus, dass St. Gallen auch im Pokal gegen Basel äußerst angriffslustig agiert.
Ohnehin kann sich die jüngere Pokal-Bilanz der St. Gallener sehen lassen. So konnte man in den beiden Vorjahren ins Finale einziehen. Gegen Luzern (1:3) und Lugano (1:4) setzte es jeweils allerdings herbe Niederlagen.
Entsprechend hat man den dritten Final-Einzug in Folge im Visier und den ersten Titelgewinn seit der Saison 1968/69. Die Trumpfkarte im Viertelfinale gegen Basel soll dabei nicht zuletzt der Heimvorteil sein. In der Liga setzte es für St. Gallen in den ersten elf Heimpartien bei zehn Gegentoren nur eine Pleite.
Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass die St. Gallener von den letzten sechs Liga-Partien nur zwei für sich entscheiden konnten und daher nicht mit allergrößtem Selbstvertrauen in das Duell mit dem FCB gehen können.
Dass die Heimsieg-Quoten der großen Wettanbieter verbreitet oberhalb von 2,20 angesiedelt sind, kommt also nicht von ungefähr.