Als der singapurischer Unternehmer Peter Lim 2014 den Valencia CF für eine Summe von 100 Mio. Euro übernahm, hofft der Verein mit der finanziellen Unterstützung des Investors auf eine goldene Zukunft.
Doch Lim mischt sich trotz fehlender Erfahrungen immer mehr in die sportlichen Geschicke ein und dreht den Geldhahn immer weiter zu. So mussten vor der Saison 2020/21 schon zahlreiche Stammspieler verkauft werden.
Auch das erfolgreiche Führungsduo aus Coach Marcelino Garcia und Sportdirektor Mateu Alemany durfte nach Unstimmigkeiten mit dem Eigentümer nicht mehr weitermachen.
So ist seit Juli Coach Javi Garcia im Amt. Der neue Trainer wollte den Job auch schon im vergangenen Oktober hinschmeißen, musste aber bleiben, da der Verein ihm die vertraglich vereinbarte Abfindung nicht zahlen konnte.
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Mit all diesen Widrigkeiten spielten die „Blanquinegros“ eine der schwächsten Hinrunden der Vereinsgeschichte und beendeten das Jahr 2020 auf dem ersten Nichtabstiegsplatz, nur durch das bessere Torverhältnis vor einem Abstiegsrang bewahrt.
Die jüngste Entwicklung lässt ein wenig hoffen. Nach dem etwas glücklichen 2:0-Heimsieg am Samstag gegen Celta Vigo hat Valencia erstmals in dieser Saison einen Vorsprung von sechs Punkten auf die Abstiegszone.
Bisher war das Polster nie größer als fünf Zähler gewesen. Die Verantwortung liegt nun auf den Schultern zahlreicher junger Spieler, die aber wenig überraschend noch Zeit brauchen.
Der Trainer hat in 28 Spielen schon 32 Profis eingesetzt und sucht noch seine Stammformation. Daheim ist man immerhin seit vier Spielen ungeschlagen. Auswärts gab es dagegen nur einen Punkt aus den jüngsten vier Partien.