Trotz dieser selbstzerstörerischen Tendenz sammelte Colo Colo in dieser Copa-Libertadores-Ausgabe durchschnittlich 61,9 Prozent Ballbesitz und trat meist ziemlich dominant auf.
Typisch für eine Mannschaft mit viel Ballbesitz geht die Auswahl von Jorge Almiron nach Ballverlust sofort ins Gegenpressing und schnappt nach Balleroberung in der gegnerischen Unordnung zu (5,0 Balleroberungen im Angriffsdrittel pro Partie).
Wie ein tiefer Run im wichtigsten südamerikansichen Vereins-Wettbewerb gelingen kann, ist Colo-Colo-Coach Jorge Almiron sehr bewusst. Erst vor wenigen Monaten stand der im Januar 2024 verpflichtete Trainer mit den Boca Juniors im Endspiel.
Diese Erfahrung wird den Gästen helfen, ihren dominanten Spielstil durchzuziehen und trotz Auswärtspartie ohne Niederlage vom Feld zu gehen.
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Jedes Unentschieden mit Toren in der Partie würde Colo Colo ebenfalls ein Weiterkommen ermöglichen. Der Grund: Sollten die Chilenen treffen, hätten sie mehr Auswärtstore erzielt, was nach Punkt- und Torgleichheit als nächster Tie-Breaker zählen würde.
Cerro Porteno wähnt sich am gegensätzlichen Ende des spielerischen Ansatzes, soll heißen: Ballbesitz wird überhaupt nicht priorisiert.
Die Gastgeber verzichten unter allen Teilnehmern am liebsten auf die Kugel (36,9 Prozent Ballbesitz). Das kostete sie in den meisten Fällen aber Gefahr im Angriff (2,8 Torschüsse pro Spiel).
Zumindest trägt der favorisierte Spielstil zu einer Defensive bei, die in 20 Ligaspielen nur 15 Gegentore zugelassen hat. Zudem hat die Mannschaft aus Paraguay beide Copa-Libertadores-Heimspiele ohne Gegentor abgeschlossen (1:0, 0:0).