Wer einen Jose Mourinho als Trainer hat, muss mit Kritik leben können. Das müsste nun spätestens nach dem Aus in der Europa League am Donnerstagabend wirklich jedem Spieler des Tottenham Hotspur FC klar geworden sein.
Sicher haben sich die hochbezahlten Profis mit ihrem passiven und schläfrigen Auftritt bei Dinamo Zagreb auch überhaupt keine Lobeshymnen verdient. Doch die Art und Weise wie „The Special One“ nach der Pleite seine Mannschaft zerlegte, war schon sehr „speziell“.
Seinem Team hätten nicht nur die Basics des Fußballs gefehlt, sondern die Basics des Lebens. Der Coach entschuldigte sich danach noch bei den Tottenham-Fans. Von einem eigenen Schuldeingeständnis war aber nichts zu hören.
Hatte aber Mourinho doch seine Mannschaft auf sieben Positionen im Vergleich zur 1:2-Derbyniederlage bei Arsenal umgestellt und Spieler wie Son oder Bale auf die Bank gesetzt.
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Auch die Spieler sprachen nach der Pleite von einer Schande. Aktuell habe die Mannschaft interne Probleme, welche die Leistungen und die Moral negativ beeinflussen würden.
Mourinho wirkte in der Pressekonferenz auch etwas ratlos. Aus seiner Sicht gebe er seinen Spielern die richtigen Anweisungen mit, die diese aber einfach nicht umsetzen würden.
Zuvor hatte die Formkurve bei den Lilywhites mit fünf Pflichtspielsiegen in Folge eigentlich wieder nach oben gezeigt und doch noch Hoffnung auf ein versöhnliches Saisonende gemacht.
Vor allem auswärts hatten die Londoner aber Probleme gehabt und vier der letzten fünf Gastspiele in der Liga verloren. Nun bleiben nur noch die Premier League und das Endspiel im Ligapokal gegen Manchester City.