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6 Gründe, warum die Schweiz auch gegen Spanien gewinnen kann

Aktualisiert Jul 3

Steffen Peters

Von Steffen Peters

Sportwetten-Experte

Schweiz Spanien Bild: Yann Sommer wurde gegen Weltmeister Frankreich zum Helden. (© IMAGO / PanoramiC)
 

Schweiz – Spanien: Das nächste Wunder der Eidgenossen?

 

Die Schweiz als neuer Europameister 2021? Was auf den ersten Blick völlig verrückt klingt, ist auf den zweiten vielleicht gar nicht so unwahrscheinlich. Wer den Weltmeister schlägt, kann doch schließlich nicht mehr als krasser Außenseiter durchgehen?

Gegen Spanien kommt nun der nächste große Widersacher im Viertelfinale auf die Nati zu. Großen Druck verspürt die Schweiz dabei nicht – sie hat bei der EM 2021 schon alle Ziele erreicht.

Folgt jetzt der Bonus? Diese sechs Gründe sprechen dafür, dass sich die Erfolgsgeschichte fortsetzt.

 

Schweiz – Spanien: Tipp & Quoten

 

1. Teufelskerl Yann Sommer – verzweifelt jetzt Morata?

Wer einen Bundesliga-Stammtorwart zwischen den Pfosten stehen hat, muss sich gewöhnlich keine allzu großen Sorgen um diese Position machen. Dies gilt umso mehr, wenn dieser Schlussmann bereits Champions-League-Erfahrung und mehr als 60 Länderspiele absolviert hat.

Genau darauf darf sich die Schweiz bei der EM 2021 verlassen. Yann Sommer ist ein großer Sicherheitsfaktor, wie auch das Frankreich-Spiel zeigte. Trotz drei Gegentoren zeigte Sommer zugleich auch fünf wichtige Paraden, die das Schweizer Comeback erst ermöglichten.

Im Elfmeterschießen war er dann zur Stelle und parierte den Strafstoß von Topstar Kylian Mbappé. Bringt Sommer bei Schweiz – Spanien mit Alvaro Morata den nächsten Stürmerstar zur Verzweiflung?

 

Wetten zu Schweiz - Spanien | 2.7., 18 Uhr
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Schweiz gewinnt
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Schweiz kommt weiter
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Schweiz gewinnt im Elfmeterschießen
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Spanien schießt unter 1,5 Tore
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Quoten Stand vom 2.7.2021, 7:30 Uhr | 18+ | AGB gelten

 

2. Kampfgeist als große Qualität einer eigentlich unterlegenen Mannschaft

Dass die Schweiz eine so talentierte Mannschaft wie Frankreich im EM Achtelfinale schlägt, ist eigentlich lachhaft. Doch am Ende jubelten dennoch Widmer, Zuber und Gavranovic statt Mbappé, Benzema und Griezmann.

Zu begründen ist dies wie so oft im Sport mit der besseren Einstellung. Über 120 Minuten glaubten die Schweizer jederzeit an sich, auch als es mit 1:3 scheinbar hoffnungslos war.

Bereits in der Vorrunde sorgte die Mannschaft in Gruppe A für hochgezogene Augenbrauen. Nach einem Punkt aus den ersten beiden Spielen musste gegen die Türkei eine deutliche Leistungssteigerung her – die Mannschaft lieferte ab.

Insbesondere gegen die Passmaschinerie Spanien wird es wieder besonders auf die Geduld und Kampfeslust ankommen.

 

Alle EM Tipps zum Viertelfinale

 

3. Schweiz – Spanien: Die Offensive Vielseitigkeit der Nati als Trumpf

Über fehlende Optionen kann sich der EM Trainer der Schweiz 2021, Vladimir Petkovic, auf keinen Fall beschweren. Das gilt insbesondere für die Positionen in Mittelfeld und Angriff.

Haris Seferovic ist aktuell mit drei Toren bester Torschütze der Nati, Breel Embolo arbeitete gegen Frankreich bis zur Auswechslung ohne Ende, und Mario Gavranovic bringt nach jeder Einwechslung blitzschnell Gefahr.

Dahinter agieren mit Vorlagenkönig Steven Zuber (4 Assits bei dieser EURO) oder Xherdan Shaqiri weitere Spieler, die gemeinhin nicht zur Elite des Kontinents gezählt werden, aber dennoch stets abliefern.

 

4. Schweiz bei EM 2021 so gut wie nie

Ruhmreich liest sich die EM Historie der Schweiz nicht wirklich. Einmal erreichte die Mannschaft bislang das Achtelfinale – vor fünf Jahren, wo erstmals fast jeder bei einer EURO weiterkam.

Doch ein Viertelfinale erreichte man weder beim Debüt 1996, noch bei den Teilnahmen 2004, 2008 oder 2016. Ohnehin strebt die Schweiz den ersten Sieg in einem Viertelfinale bei wichtigen Turnieren an.

Dreimal gelang bislang der Einzug in die Runde der letzten Acht bei Weltmeisterschaften, nie ging es gut aus. 1934 war die Tschechoslowakei (2:3) stärker, 1938 war es Ungarn (0:2), und 1954 gewann der Nachbar Österreich (5:7).

Die historische Chance ist der Mannschaft bewusst und genau diese möchte das Team nutzen.

 
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5. Schweiz – Spanien: Konterfußball gegen Ballbesitz

Auch ohne Xavi und Andres Iniesta hat es sich Spanien nicht abgewöhnt, den Ball viel und lange laufen zu lassen. Nein, es wurde sogar noch einmal „schlimmer“.

Die durchschnittlich 73,4 Prozent Ballbesitz und 89,5 Prozent Passgenauigkeit wurden seit der detaillierten Datenerfassung 1980 nicht erreicht – nicht einmal vom großen Team von 2008 bis 2012.

Genau dies ist die große Chance der Schweiz, die Spanien als einzige Nation bei der WM 2010 schlagen konnte. Die schnell vorgetragenen Konterangriffe, vor allem über Embolo und Zuber, werden den Spaniern ein Dorn im Auge sein.

Nicht zuletzt das 5:3 n.V. gegen die Kroaten bewies, dass Spanien alles andere als sattelfest agiert. Das beginnt schon bei Torwart Unai Simon und dessen kuriosem Eigentor.

 

6. Führungsqualitäten statt Frisuren und Protz-Autos

Auf die Schweiz prasselte bei der EM 2021 wie schon traditionell bei großen Turnieren viel Kritik ein. Die neuen Frisuren mit gefärbten Haaren aus dem Teamhotel waren besonders an Kapitän Granit Xhaka von Arsenal auffällig.

Dazu gab es die üblichen Diskussionen um vermeintliche Protz-Autos rund um die Nati-Spieler.

Doch nach vier Spielen bleibt festzuhalten: Die Schweiz hat so viel Führungskraft wie nie zuvor im Kader, etwa eben durch jenen Xhaka, der eine starke EM spielt.

Xhaka wird im EM Viertelfinale zwar gesperrt fehlen, und einen 1:1 Ersatz gibt es nicht. Es muss die gesamte Mannschaft dabei helfen, ihrem Kapitän ein weiteres Spiel bei dieser EURO zu ermöglichen.

Vielleicht ist ja dieses Jahr endlich Zeit für mehr. Wird die Schweiz am Ende gar Europameister?

 

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