Könnte das Selbstvertrauen des Italieners nach den zwei Abreibungen nun auch am Donnerstag etwas zu wünschen übriglassen, dürfte Thiem vor lauter Kraft kaum laufen können.
Musste auch der Österreicher bei seinen ersten drei Final-Teilnahmen jede Menge Lehrgeld blechen, wurde das erstmals in Empfang genommene Halbfinal-Ticket nun schließlich im Schnellwaschgang gebucht:
Obwohl es die bisherigen Prüfungen gegen Federer und Djokovic nun wirklich in sich hatten, ging der 26-Jährige letztlich aus beiden Duellen als strahlender Sieger hervor.
Nahe der Perfektion hatte sich Thiem insbesondere im Auftaktmatch gegen Federer (7:5, 7:5) bewegt, als der Weltranglistenfünfte das Tempo stets zum richtigen Zeitpunkt anzuziehen wusste.
Im Zuge eines teilweise hochklassigen Schlagabtauschs wies der Österreicher vor allem in den entscheidenden Phasen der beiden Sätze enorme Nervenstärke nach.
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Erwies sich der Auftaktsieg dennoch als eine richtig enge Sache, machte das jüngste Match gegen den „Djoker“ dann sogar echte Hitchcock-Qualitäten geltend:
Vor allem zu Beginn konnte der ohnehin favorisierte Serbe dabei von einer enorm hohen Fehlerquote seines etwas zu ungestüm auftretenden Widersachers profitieren.
Benötigte Djokovic trotzdem den Tiebreak, um sich den ersten Satz zu sichern, begann sich Thiem in der Folge dann doch noch, für die eingegangenen Risiken zu belohnen.
Gegen den zunehmend passiv wirkenden Kontrahenten entwickelte sich der zweite Satz zu einer klaren Sache, der sich jedoch nur als Verschnaufpause für einen atemberaubenden Endspurt erwies.
Etliche Breaks, mehrere Führungswechsel und Thiems Aufholjagd im Tiebreak machten deutlich, warum sich die ATP Finals bei den Tennis-Fans einer ständig zunehmenden Beliebtheit erfreuen.