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Wer wird CDU-Parteivorsitzender? Prognose, Umfragen & Wettquoten

Aktualisiert Okt 27

Thomas Haider

By Thomas

Sportwetten-Experte

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Bild: Wer wird neuer CDU Parteivorsitzender? Friedrich Merz, Armin Laschet oder gar Norbert Röttgen? (© imago images / Steinach)

 

Wer wird neuer CDU Chef? Umfragewerte und Prognosen der Buchmacher

 

Mit der überraschenden Ankündigung, den CDU Parteivorsitz abgeben zu wollen, hat Annegret Kramp-Karrenbauer im Februar der Union einen heftigen Schock verpasst.

Eigentlich sollte die AKK-Nachfolge längst feststehen, doch der Coronavirus hat einen Sonderparteitag nicht zugelassen.

Somit ist die Frage noch immer nicht beantwortet: Wer wird CDU Parteivorsitzender?

Es gibt 3 Kandidaten: Armin Laschet (Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen), Friedrich Merz (früher Fraktions-Chef der Union) und Norbert Röttgen, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages.


Aktuelle Wettquoten bei Bwin zum CDU-Parteivorsitz:

Bwin
1.60
A. Laschet
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Bwin
2.25
F. Merz
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Bwin
11.0
N. Röttgen
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Quoten Stand vom 21.9.2020, 10:15 Uhr. Angaben ohne Gewähr. Die Quoten unterliegen laufenden Anpassungen und können sich mittlerweile geändert haben. 18+ | AGB beachten!

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Aktueller Hinweis:

Aus rechtlichen Gründen sind derzeit Wetten in Deutschland auf politische Ereignisse nicht möglich. In Österreich jedoch schon.

Aufgrund des großen öffentlichen Interesses hinsichtlich des CDU-Parteivorsitzes, zeigen wir hier trotzdem die aktuellen Wettquoten.

Wir informieren über die weitere Entwicklung.


 

CU Parteivorsitz: Prognosen & Chancen von Merz, Laschet, Röttgen

 

Gibt es ein Duell um den Parteivorsitz der CDU?

Das Rennen um den Posten als CDU-Chef ist offener als je zuvor, auch deshalb weil die Corona-Krise das eigentliche Machtgefüge in der Union komplett durcheinander gewirbelt hat.

Auch deshalb, lässt sich derzeit nur sehr schwer abschätzen, wer sich als neuer Parteivorsitzender in den Chefsessel der Christlich demokratischen Union setzen darf.

Die Wahl zum CDU-Parteivorsitz soll am 4. Dezember in Stuttgart fallen.

 

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Das Spannende an dieser richtungsweisenden Entscheidung ist: Wird der neue CDU-Parteichef auch zugleich Kanzlerkandidat der Union für die Bundestagswahl 2021?

Wenn ja, würde CSU-Parteichef Markus Söder als Bundeskanzler-Anwärter vorzeitig ausscheiden.


 

Auch die damit verbundene Kanzler Chance zeigt, warum der CDU-Chefposten derzeit so hart umkämpft ist!

Geht es nach den CDU Parteivorsitz Umfragen von Anfang März, dann wäre die Sache klar: Friedrich Merz würde als AKK-Nachfolger gekürt werden!

Doch dann kam Corona. Und Merz, der kein Regierungsamt inne hat, verschwand im Zuge der täglichen Pressekonferenzen fast in der Versenkung.

Wenig verwunderlich, dass im Umkehrschluss die Merz Umfragewerte für den Posten als neuer CDU-Parteivorsitzender nach unten rasselten.


CDU Parteivorsitz Umfrage: Wer soll es machen?

Statistik: Welcher der drei Politiker sollte Ihrer Meinung nach der neue CDU-Parteivorsitzende werden: Friedrich Merz, Armin Laschet oder Norbert Röttgen? | Statista
Bild: Umfrage im März 2020: Wer wird neuer CDU-Parteivorsitzender – Friedrich Merz, Armin Laschet oder Norbert Röttgen? (© Statista)


Jene von Armin Laschet, amtierenden Ministerpräsident von NRW, konnte hingegen kräftig zulegen. Das haben auch die Sportwettenanbieter bemerkt.

Bei den Wettquoten für den CDU Vorsitz liegen Laschet und Merz mit Stand September Kopf an Kopf.

Der österreichische Parade-Bookie Bwin sieht jedoch Laschet mit einer Siegquote von 2,00 ganz knapp vor Merz.

Für Röttgen, den dritten Bewerber für den Posten als neuer CDU Chef, dürfte sogar das Sprichwort vom lachenden Dritten nicht einmal mehr als Galgenhumor taugen.

Gemäß den aktuellen Buchmacher Wettquoten ist er nahezu chancenlos gegen Laschet und Merz.

 
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Bild: Der Poker um den CDU Parteivositz ist längst eröffnet. Wer wird sich durchsetzen und AKK-Nachfolger? (© imago images / Steinach)

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Parteivorsitz Prognose: Wird Merz neuer CDU Chef und auch Kanzler?

Im Frühjahr 2020 war Friedrich Merz der große Kanzler-Favorit – doch durch die Corona-Krise muss er schauen, dass er am Ende nicht komplett mit leeren Händen dasteht: Ohne CDU-Vorsitz und ohne Bundeskanzler-Chancen.

Merz ist nämlich aus dem Blickfeld geraten. In den Parteivorsitz-Umfragen und Prognosen hat er seinen riesigen Vorsprung eingebüßt und ist sogar nur noch Außenseiter.

Dass sich Laschet und Spahn als Zweiergespann für den Posten als Parteivorsitzender der CDU bewerben, hat ihm aber schon vor Monaten nicht sonderlich gefallen.

Säuerlich kommentierte er damals deren Kandidatur: „Im richtigen Leben würde man von einer Kartellbildung zur Schwächung des Wettbewerbs sprechen.“

 

Merz: Seine Kanzler-Chancen

 

Merz hat schon ganz klare Vorstellungen wie er den CDU Parteivorsitz thematisch gestalten möchte.

Eine starke Wirtschaftspolitik, die die Umwelt stärker als bisher berücksichtigt, forderte Merz von der Union. „Die Union muss aus meiner Sicht ein klares wirtschaftspolitisches Profil haben, aber wir müssen gleichzeitig nacharbeiten, wie wir uns das denn vorstellen, dass das umweltgerecht und sozialverträglich ist“, so Merz.

„Wir brauchen eine ökologische Erneuerung und einen weiteren Ausbau der sozialen Marktwirtschaft.“

 

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Was spricht für Laschet als neuer CDU Parteivorsitzender?

Die Corona-Pandemie spielte vor allem Amtsträgern in die Hände.

Das zeigte sich bei Markus Söder, der mittlerweile laut diversen Kanzler Umfragen sogar beste Chancen hat neuer Bundeskanzler zu werden.

Und das zeigt sich auch bei Armin Laschet, der als Ministerpräsident des größten Bundeslandes einen gewissen Amtsbonus hat.

Als einziger der drei Kandidaten für den CDU-Parteivorsitz kann er seine Fähigkeiten als Ministerpräsident, der die Pandemie jeden Tag stärker eindämmen muss, unter Beweis stellen.

In seinem Bundesland gewann der 59-jährige Laschet zwischenzeitlich deutlich an Zustimmung. In einer Umfrage kam er im April 2020 für die CDU sogar auf 40 Prozent – ein historisch hoher Wert.

 

Aktuelle Kanzler Umfragen & Wettquoten

 

Somit gilt Laschet als Bundeskanzler-Kandidat – und hätte als CDU-Chef auch sehr gute Chancen nach der Bundestagswahl 2021 die Merkel-Nachfolge anzutreten.

Zeitgleich bringt die Corona-Krise einen ins Rampenlicht, der sich bereits in die zweite Reihe hinter Laschet bei der Kandidatur um den Vorsitz verabschiedet hatte: Jens Spahn, der Bundesgesundheitsminister, freut sich über seine neue Popularität in der CDU.

Spahn hatte immer deutlich gemacht, er wolle Vize von Laschet werden. Der Armin, so Spahn, sei in der Lage, „das Liberale, Soziale und Konservative“ zusammenzuführen.

Also jene drei Lager, in der die CDU seit Jahren zersplittert ist.

Dazu kommt: Mit Spahn im Schlepptau kann Laschet auch jüngere Wähler ansprechen.

 

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Die deutlichsten Unterschiede zwischen Laschet & Merz

Angesichts der großen Harmonie beim wohl größten Konkurrenten um den CDU-Parteivorsitz wirkt der 64-jährige Merz wie ein verbissener Einzelkämpfer.

Auch gegen die Merkel-Politik. Laschet ist „Merkelianer“, enger Vertrauter von Noch-Kanzlerin Angela Merkel, während Merz genau das Gegenteil verkörpert.

Er gilt als große Hoffnung der Konservativen, die wieder stärker das konservative Profil der Union betonen wollen.

 


 

Es gehe zwar nicht um eine „Rechtsverschiebung“, aber darum das Fundament wieder breiter zu machen und stärker Konservative und Liberale zu berücksichtigen.

Mit einem konsequenten Eintreten gegen illegale Migration, will Merz zudem frühere CDU-Wähler von der AfD zurückgewinnen. Laschet dagegen steht für eine liberalere Linie.

Dementsprechend stichelt Merz auch immer wieder. „Ohne Armin Laschet zu nahe treten zu wollen: Wir haben die Alternative zwischen Kontinuität und Aufbruch. Ich stehe für den Aufbruch.“

Wie stehen die Chancen von Merz um neuer Parteivorsitzender der CDU zu werden?

 

„Wenn im Dezember das Virus unter Kontrolle ist und wir primär den wirtschaftlichen Schaden aufarbeiten, dann ist Merz der Favorit, weil er jahrelang in der freien Wirtschaft gearbeitet hat. Kommt aber die zweite Welle und wir schlittern in eine Krise des Gesundheitssystems, schlägt erneut die Stunde der Exekutive – und damit auch die von Armin Laschet.“

 

Das bedeutet: Sollte ein erneuter starker Ausbruch der Corona- Pandemie vermieden werden, könnte Friedrich Merz nicht nur den CDU-Parteivorsitz übernehmen, sondern 2021 auch der Kanzler werden.

Das wäre ganz nach seinem Geschmack. Er sagte im Frühjahr: „Ich spiele auf Sieg.“

 

Liste CDU-Parteivorsitz | 1950 – jetzt

AmtszeitCDU-Parteivorsitz
1950–1966 Konrad Adenauer
1966–1967 Ludwig Erhard
1967–1971 Kurt Georg Kiesinger
1971–1973 Rainer Barzel
1973–1998 Helmut Kohl
1998–2000Wolfgang Schäuble
2000–2018 Angela Merkel
ab Dez. 2018Annegret Kramp-Karrenbauer

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Wird Außenseiter Norbert Röttgen neuer Parteivorsitzender?

Norbert Röttgen droht derzeit im Zweikampf zwischen Laschet und Merz unterzugehen. Auch die Buchmacher geben den 54-Jährigen bei ihren Politik Wettquoten kaum Chancen auf den Parteivorsitz der CDU.

Röttgen, der von 2009 bis 2012 Bundesumweltminister war, sitzt zwar im Gegensatz zu Merz im Bundestag, doch ist er ein Außenpolitiker. Seine Möglichkeiten, als innenpolitischer Krisenmanager in der Pandemie zu punkten, sind eher gering.

Zudem ist vielen in der Partei noch in Erinnerung, wie er 2012 den Wahlkampf in NRW verpatzt hat, wo er beim Kampf um das Ministerpräsidentenamt krachend scheiterte.

Die Folge: Merkel hat ihn dann als Umweltminister entlassen.

 


 

Röttgen will für den Parteivorsitz im Team mit einer Frau kandidieren – „Frauen gehören an vorderster Stelle mit zur CDU“, sagte Röttgen am 25.02.2020 – und er will die Partei mehr Richtung Grüne führen.

„Die CDU muss ökologische Glaubwürdigkeit im Allgemeinen und klimapolitische Glaubwürdigkeit im Besonderen zurückgewinnen. Wenn wir das nicht tun, droht uns als Partei mindestens eine ganze Generation verloren zu gehen.“

Was auch noch interessant ist, sollte Röttgen allen Prognosen und Umfragen zum Trotz als CDU Parteivorsitzender gewählt werden: Er sieht keine zwingende Notwendigkeit, Parteivorsitz und Kandidatur für das Kanzleramt zusammenzuführen.

Heißt: Unter Röttgen als CDU-Chef wäre ein Bundeskanzler Markus Söder möglich.

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