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Daniil Medvedev spielt Tennis wie Schach – gewinnt er die US Open 2021?

Aktualisiert Jan 13

Thomas Haider

Von Thomas Haider

Sportwetten-Experte

daniil medvedev
Bild: Daniil Medvedev steht bei den US Open 2021 im Viertelfinale. Gewinnt er seinen ersten Grand Slam Titel? (© DAVID GRAY / AFP / picturedesk.com)
 

Daniil Medvedev gilt als die kommende Nummer 1 der Filzkugel-Welt. Darüber sind sich die Tennisexperten einig. Die Nummer 2 ist der 26-jährige Russe bereits.

Medwedew ist in den letzten Jahren ein Rätsel geworden, das sich nur noch sehr schwer lösen lässt – oder für viele fast gar nicht mehr.

Er hat die Gabe, seine Gegner auf dem Tennisplatz so zu verschieben, wie Figuren auf einem Schachbrett.

Ballwechsel von Medwedew gleichen immer wieder einer Mini-Partie Schach und spielen sich mitunter so ab:

Er spielt mehrmals Rückhand-Cross, um im übertragenen Sinne, seine Bauern in Stellung zu bringen. Es folgen kräftige Longline-Schläge (geradeaus wie Türme am Schachbrett), anschließend – wenn nötig – zur Abwechslung ein hoher Vorhand-Topspin (könnte man als Springer deuten), und plötzlich hatte er seinen Gegner genau da, wo er ihn hin haben wollte: Chancenlos in der Ecke.

Schachmatt oder Punkt Medvedev.

Er selbst sagt: „Ich kann Schach spielen, sehr ordentlich sogar. Es hilft mir auf dem Platz.“


Spektakuläre Schläge von Daniil Medvedev

Video: 25 verrückte Punkte von Daniil Medwedew (Quelle: YouTube / TennisTV)


Denn Daniil Medwedew verfügt nämlich nicht über die Athletik von Rafael Nadal, die technische Perfektion von Roger Federer oder die Dominanz von Novak Djokovic. Er ist auch kein gefürchtetes Aufschlag-Monster und auch keiner aus der Kategorie „Hard-Hitter“.

Medvedev zwingt den Gegnern sein Spiel auch nicht auf – vielmehr übernimmt er deren Stärken und Spielweise um diese dann für sich selbst gewinnbringend einzusetzen.

Und das auch noch mit dieser Unberechenbarkeit und unothodoxen Spielweise, die ihn stark macht. Einmal volle Power, einmal langsamer Top-Spin, dann wieder ein Stopp-Ball. Dazu macht er nur sehr wenig Eigenfehler.

An diesem hochbegabten Paket verzweifeln mittlerweile immer mehr.

 

Daniil Medvedev: Vater brachte ihn zum Tennis

Zum Tennis ist Daniil Medvedev über seinen Vater Sergej gekommen.

Die Eltern wollten ihren sechsjährigen Sohn eigentlich zum Schwimmtraining schicken, aber „in dem Moment, als wir am Pool ankamen, sahen wir ein Angebot für Tennis-Stunden“, erzählte Medvedev. Also ging es auf Anraten des Vaters zum Tennis.

Eine kluge Entscheidung wie sich mittlerweile herausgestellt hat. Auch wenn Medvedev sein emotionaler Charakter lange im Weg stand. Vor allem als Jugendlicher habe er große Probleme mit Wutausbrüchen gehabt, erzählte er: „Viele Leute dachten wohl, der Typ ist völlig wahnsinnig.“

„Ich finde, dass ich eine eigenartige Person bin“, sagte Medvedev, der neben Russisch auch fließend Englisch und Französisch spricht, in Monaco lebt und großer Fan von Bayern München ist.

Zudem besitzt er einen Abschluss an einer auf Mathematik und Physik spezialisierten Schule. „Es ist, wie wenn man ein Genie trainiert“, erzählt sein Coach Gilles Cervara über Medvedev.

 

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Daniil Medwedew: Bald Nummer 1?

Inzwischen steht das Genie so gut da wie noch nie. Auch weil er rechtzeitig erkannt hat, dass er etwas ändern muss, will er seine Karriere-Ziele erreichen.

Als damalige Nummer 65 der Welt beschloss er, härter zu trainieren, stellte die Ernährung um und vergrößerte sein Team durch einen Mentaltrainer und einen Physio.

Aktuell ist der unspektakulär wirkende Russe die Nummer 2 der ATP-Weltrangliste. Vom Herbst 2020 bis zum Australian Open Finale 2021 blieb er 20 Matches hintereinander unbesiegt.

Schon 2019 war er der Spieler mit den meisten Match-Siegen in einer Saison (59) und erreichte das Finale der US Open. 2020 kam er in New York wieder bis ins Halbfinale und gewann danach die ATP Finals. Das war der bislang größte Erfolg seiner Karriere.

Die Serie endete gegen Branchen-Primus Djokovic. Schon bald könnte er den Serben an der Spitze der Weltrangliste ablösen…

 

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