Nach den ersten fünf Spielen unter Tuchel-Nachfolger Mauricio Pochettino wähnte sich Paris St. Germain auf einem guten Weg. Mit 10 Punkten aus vier Ligapartien hatte sich der Serienmeister der letzten Jahre die Tabellenführung zurückerobert.
Die ersten Maßnahmen des neuen Coaches, der die Trainingsintensität erhöhte und die Sonderrechte von Superstars wie Neymar oder Mbappé einkassierte, schienen zu fruchten.
Das Gastspiel beim abstiegsbedrohten FC Lorient am Sonntag sah so nur wie eine Pflichtaufgabe aus. Doch die „Rouge et Bleu“ verteidigten hier viel zu lässig und inkonsequent.
Dabei meinten es die Hausherren gut mit den Gästen und beschenkten den amtierenden Meister mit zwei Elfmeter-Geschenken, die sich Neymar auch nicht nehmen ließ.
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PSG führte bis zur 80. Minute mit 2:1 und tat nicht viel mehr als nötig. Dies sollte sich rächen. Lorient drehte auf den letzten Metern die Partie und ging nach einem 3:2 als Sieger vom Feld.
Coach Pochettino nahm die Pleite hinterher auf seine Kappe. Der Argentinier sprach von einem „Unfall“, der „im Fußball nun einmal passieren kann“. Die heimische Presse ging mit der Mannschaft aber deutlich härter ins Gericht.
Im Mittelpunkt der Kritik stand die Offensive um Kylian Mbappé, Angel di Maria und Mauro Icardi, die im Schatten von Neymar erneut untergetaucht war. Di Maria hat schon seit Anfang November nicht mehr getroffen, Mbappé lässt seine Leichtigkeit vermissen.
Nun hat auch der neue Coach mit den Formschwankungen seiner Stars zu kämpfen. Gegen Nimes fehlen die verletzten Juan Bernat, Ander Herrera, Abdou Diallo und Marco Verratti. Neymar ist gesperrt. Die Einsätze von Marquinhos und Keylor Navas sind noch ungewiss.