Als Weltmeister war Frankreich natürlich auch bei der EM 2021 einer der großen Favoriten. Außer einem knappen 1:0-Sieg gegen Deutschland durch ein Eigentor von Hummels bekamen „Les Bleus“ aber nicht viel auf die Reihe.
Die darauffolgenden Spiele gegen Ungarn, Portugal und die Schweiz standen nach 90 Minuten alle nur Unentschieden. Da die Partie gegen die Eidgenossen das Achtelfinale war, musste hier eine Entscheidung fallen.
Im Elfmeterschießen versagten ausgerechnet bei Superstar Mbappé die Nerven. Bei der WM 2018 als die „Equipe Tricolore“ Weltmeister wurde, waren alle Gegner an der Defensive von Frankreich verzweifelt.
Das gelang den Franzosen bei der EURO 2021, vor allem auf den Außenpositionen, nicht mehr. Zudem hatte die Mannschaft Probleme mit ihrer Selbstgefälligkeit, als man neun Minuten vor dem Ende noch mit 3:1 gegen die Schweizer führte.
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Im ersten Länderspiel nach der EM tat sich die Elf von Coach Deschamps gegen tiefstehende Bosnier in Straßburg schwer. Mehr als 1:1 war am Ende für die Hausherren, die nach Rot für Rechtsverteidiger Koundé fast die komplette zwei Hälfte in Unterzahl spielen mussten, nicht drin.
Auch in der Ukraine war der Weltmeister nicht zwingend und kreativ genug. So reichte es auch in Kiew nur zum 1:1. Deschamps musste zugeben, dass der Gegner seiner Mannschaft in puncto Zweikämpfen und Aggressivität überlegen war.
Gerüchteweise soll die Autorität des Trainers nach dem Gewinn der WM gelitten haben. Zudem bringt die Mannschaft ihre Qualitäten, vor allem in der Offensive, aktuell nicht auf den Rasen.
Auch ändert der Coach immer wieder sein System: So trat Frankreich in den letzten Spielen mal im 4-3-3, im 3-5-2 oder im 4-2-3-1 an. Spieler wie Benzema oder Varane, die in Kiew geschont wurden, dürften gegen Finnland in die Startelf zurückkehren.