Nach dem 3:0 gegen Ungarn zum Auftakt wollte die deutsche U21 am Samstag mit einem Sieg gegen die Niederlande das EM-Viertelfinale buchen. Gegen die jungen Oranje stellte Nationaltrainer Stefan Kuntz auf ein 3-4-2-1-System um.
So kamen die Niederländer offensiv nicht wie gewohnt zur Entfaltung. Diese defensive Stabilität ging bei Deutschland aber zu Lasten der eigenen Offensive. Hinzu kamen viele Ungenauigkeiten und Abspielfehler.
So entwickelte sich ein relativ ausgeglichenes, taktisch geprägtes Kampfspiel. Im zweiten Durchgang geriet die Kuntz-Elf durch einen Patzer von Keeper Finn Dahmen, ausgerechnet an dessen Geburtstag, in Rückstand.
Die deutsche Mannschaft zeigte aber nach dem Schnitzer ihres Keepers eine Reaktion und kombinierte nun konzentrierter und zielstrebiger. Doch Trainer Stefan Kuntz wechselte erst in der 78. Minute.
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Zuvor war der DFB-Nachwuchs schon 30 Minuten ohne ausreichend Durchschlagskraft dem Rückstand hinterhergelaufen. Erst mit den Einwechslungen von Linksverteidiger David Raum und Offensivkraft Mateo Klimowicz kam das Angriffsspiel in Schwung.
Nach einer Umstellung auf ein 4-4-2 wurde Deutschland immer gefährlicher, während die Holländer immer mehr Probleme bekamen. So bediente Joker Burkhardt Stürmer Nmecha, der aus kurzer Distanz zum verdienten 1:1-Ausgleich traf.
Die deutsche U21-Auswahl konnte erneut auch durch ihren Teamgeist punkten. Auf U21-Ebene gewinnt oft die beste Mannschaft und nicht der Kader mit den besten Einzelspielern, was man aktuell auch bei den Young Lions aus England erkennen kann.
Auf der Gegenseite zeigen die deutschen Junioren auch Defizite unter Zeit- und Gegnerdruck. Hier macht sich sicher bemerkbar, dass die meisten Spieler im Kader in ihren Vereinen noch nicht für das Topniveau stehen.