Die Copa-America-2021-Teilnahme von Kolumbien stand unter keinem guten Stern. Der neue Nationaltrainer Reinaldo Rueda hatte bei diesem Turnier freiwillig auf Ex-Bayern-Spieler James Rodriguez verzichtet.
Zudem fehlte der verletzte Radamel Falcao. So erreichten die Cafeteros nur mit sehr viel Mühe das Viertelfinale. In vier Spielen der Gruppenphase hatte es mit einem knappen Sieg gegen Ecuador und einem Remis im Duell mit Venezuela lediglich für vier Punkte gereicht.
Dann fehlten im Viertelfinale gegen Uruguay auch noch die Stammspieler Matheus Uribe und Juan Cuadrado. Coach Rueda entschied sich zudem dafür, zum fünften Mal in Folge bei dieser Endrunde eine andere Formation aufs Feld zu schicken.
Dieses Mal ging Kolumbien mit einem 4-4-2 ins Rennen. Auf der Taktiktafel standen Pressing, lange Bälle und eine stabile Defensive. In Abwesenheit einiger Stammkräfte zeigten jedoch Profis wie Gustavo Cuellar (Al-Hilal) und Rafael Santos Borré (River Plate) eine gute Leistung.
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Nach torlosen 90 Minuten ging es gegen „La Celeste“ direkt ins Elfmeterschießen. Dort wehrte Kolumbiens Schlussmann David Ospina zwei Versuche ab, während seine Teamkollegen alle Elfmeter verwandeln konnten.
Damit zog Kolumbien, nach einem schwachen Start in die Südamerikameisterschaft, zum insgesamt achten Mal ins Halbfinale ein. Bisher haben die Cafeteros noch nie ein Semifinale außerhalb der Heimat gewonnen.
Der Trainer lobte nach dem Spiel den Einsatz und die Leidenschaft seiner Mannschaft. Die Truppe sei auf dem richtigen Weg, könne sich noch weiter steigern und das Finale erreichen.
Immerhin kann Juan Cuadrado nach seiner Gelbsperre im Halbfinale wieder mitwirken. Der Juve-Spieler ist einer der zentralen Akteure im Mittelfeld der kolumbianischen Mannschaft.