Welche ernst zu nehmende Drittliga-Aufsteigerprognose zu Saisonbeginn hätte bitteschön erahnen können, dass kurz vor Ende der Spielzeit 2023/24 drei der vier Neulinge gemeinsam die Aufstiegszone belagern würden?
Ein Verein, der momentan unter diesen überraschenden Wendungen am meisten leidet, ist definitiv der SV Sandhausen, der unter Neutrainer Jens Keller zwar an Stabilität gewonnen hat, jedoch wider Erwarten ein weiteres Jahr in der 3. Liga zu verbringen droht.
Schuld daran ist unter anderem auch ein Punktspiel gegen eines dieser neuen Gesichter.
Denn in der vergangenen Woche gelang es dem SSV Ulm dank eines 2:0-Siegs in dem mit den Farben Schwarz & Weiß durchtränkten Baden-Württemberg-Derby, sich vorübergehend zum Spitzenreiter zu krönen.
In Unterhaching strahlt derzeit die Sonne nicht nur am Himmel, sondern auch auf dem Fußballplatz. Aufgrund finanzieller Einschränkungen verließ der Verein dabei im Sommer lediglich mit Raphael Schifferl als externem Neuzugang das Transfer-Parkett.
Statt jedoch in den gefürchteten Abstiegssog zu geraten, steht der Neuling aus der Regionalliga Bayern nun im Rampenlicht des Aufstiegskampfs.
Der Relegationsplatz liegt nur sieben Punkte entfernt – und selbst die Aussicht auf den zweiten Rang ist mit einem Abstand von lediglich acht Punkten keineswegs utopisch.
Besonders vielversprechend erscheint die Situation, da Unterhaching noch ein Nachholspiel gegen den 1. FC Saarbrücken in petto hat. Die Rückkehr in die 2. Liga liegt also in greifbarer Nähe – eine Perspektive, die schon lange nicht mehr so leuchtend und ermutigend war.