Bet and Win Sportwetten

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Daniela

By Daniela

Sportwetten-Expertin

Was versteht man bei unter dem Begriff Bet and Win?

 

Der jungen Sporttipper-Generation wird der Name „Bet and Win“ (zu Deutsch: „Wette und gewinne“) kaum noch etwas sagen…

Tatsächlich verbirgt sich dahinter aber einer der bekanntesten Online Sportwetten Anbieter im deutschen Sprachraum: Bwin.

Gegründet wurde der Bookie 1997 im österreichischen Feldkirch, sein erstes online Wettangebot launchte er rund ein Jahr nach der Gründung, 1998, unter dem Dach der Marke „Bet and Win“.

Diese sollte den Wettanbieter und seine Kunden einige Jahre begleiten, bevor die alte Identität zugunsten von „Bwin“ abgestreift wurde.

 

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  • Trendsetter in Sachen Sportwetten & Features
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Unser Testurteil: Gut !

 

Dass das ussagekräftige aber auch etwas sperrige Etikett für viele Zwecke nur mäßig geeignet ist, zeigte sich aber schon recht früh…

… beispielsweise im Rahmen des Shirt-Sponsorings und des Brandings, wo lange Namen wenig praktikabel sind.

Und auch an der Börse sind kurze Unternehmensbezeichnungen, sogenannte Börsenkürzel, gefragt.

Der Markenwechsel – „Bwin“ wird geboren

Als „Bet and Win“ im Jahr 2000 an die Börse ging, gab es folglich eine zukunftsweisende Lösung für die Verkürzung des Namens: Aus „Bet and Win“ wurde auf dem Aktienmarkt kurzerhand „Bwin“.

Damit war ein folgenschwerer Schritt in der Geschichte des Unternehmens vorweggenommen, die eigentliche Umbenennung erfolgte nämlich erst ganze sechs Jahre später.

 

Immer schon hat Bwin auf die Werbewirkung von Stars gesetzt. 2015 rührten beispielsweise die Profis von Real Madrid und Juventus Turin die Werbetrommel. (Quelle: Youtube/Bwin)

 
2006 war Bwin bereits erheblich gewachsen – der Wettanbieter hatte in neue Märkte expandiert und sein Portfolio um Online Gaming erweitert.

„Gewinnen“ konnten Kunden fortan nicht nur mit Wetten, sondern auch mit Poker, Casino Spielen und anderen Games.

Folglich wurde ein Markenname, der rein auf das Wettportfolio referierte, dem Charakter des Unternehmens nicht mehr gerecht.

Aber nicht nur deshalb spielten die Firmengründer und Vorstandsdirektoren Manfred Bodner und Norbert Teufelberger mit der Idee einer Umbenennung.

 

Der Antrag auf Namensverkürzung wurde am 13. Juli 2006 von den Aktionären in einer außerordentlichen Hauptversammlung angenommen. Die Zustimmung betrug 99,99 Prozent.

Der neue Name wurde mit Wirkung vom 1. August 2006 in Kraft gesetzt.

 

In einer Pressekonferenz nannten die Unternehmer vielmehr gleich mehrere Gründe für den Schritt.

Zum einen sei der Slogan „bet and win“ nicht „emotional aufladbar“ und hätte einen „Diskont-Charakter“.

 

zum Wettanbieter Bwin

 

Zum anderen sei kaum Unterscheidbarkeit zur Konkurrenz gegeben, die ebenfalls das „bet“ im Namen führt (z.B.: Bet365, Betfair, Bet-a-Home usw.).

Darüber hinaus ließe sich der neue Markenname schneller erfassen.

Diesen positiven Argumenten der Firmengründer – die bei den Aktionären auf fruchtbaren Boden fielen – standen 2006 aber auch einige kritische Stimmen entgegen, die vor allem auf die negativen Effekte eines Markenwechsels hinwiesen.

 

Überblick über die Gründe für die Namensänderung

  • Bessere Unterscheidbarkeit von Konkurrenzmarken
  • Schnellere Erfassbarkeit
  • Leichter emotionalisierbar
  • Absteifen des „Diskont-Charakters“
  • Repräsentiert das gesamte Produktportfolio, nicht nur Sportwetten

 


„Sicher sind dem Unternehmen zumindest zwei negative Folgen: Die Aufgabe der hohen Markenbekanntheit und der zumindest teilweise Verlust der Wiedererkennung.“
Reinhard Grohs, 2006 Assistenzprofessor für Sportmarketing an der Universität Wien. (Quelle: pressetext.com)


Heute ist die Namensverkürzung freilich längst Schnee von gestern und „Bwin“ als Marke etabliert.

Allerdings sollte die markenstrategische Neuausrichtung des Unternehmens bei weitem nicht die einzige bleiben – finanzielle Turbulenzen – auch auf organisatorischer Ebene – folgten.

 

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Wettprogramm
Unser Testurteil: Exzellent !

 

Von Bwin über Bwin.Party unter das Dach der GVC-Holding

2011 ging der Konzern gemeinsam mit der britischen PartyGaming Plc in der bwin.party Gruppe auf. Durch die Fusion entstand der weltweit größte börsennotierte Glücksspielkonzern.

Der Hauptsitz war in Gibraltar, wo Bwin bereits seit 2001 seine Zelte aufgeschlagen hatte.


Icon AufwärtstrendGleichzeitig erfolgte der Wechsel von der Wiener an die Londoner Börse, der auch motiviert war von dem Ärger über den „versauten“ Standort Österreich (O-Ton Manfred Bodner in einer Presseaussendung im Juli 2010).


Ursächlich für die Äußerung waren eine Umsatzsteuernachforderung sowie die Glücksspielgesetzgebung der Alpenrepublik.

Leider stand der Zusammenschluss mit PartyGaming unter keinem guten Stern.

Der neue Konzern konnte den Erwartungen nicht gerecht werden und musste zur Jahreswende 2014/15 sogar eine Gewinnwarnung aussprechen.

 
GVC KonzernDer Glücksspielkonzern GVC übernahm 2015/16 das Ruder bei Bwin. Ebenfalls Teil der Gruppe: Der britische Wettanbieter Sportingbet.
 

Deshalb wurde nur drei Jahre nach der Hochzeit verlautbart, erneut auf der Suche nach einem Partner zu sein, der das Unternehmen finanziell saniert.

 

Bwin besuchen

 

888 und Gaming VC zeigten sich interessiert, den „Übernahmepoker“ konnte letztlich aber GVC für sich entscheiden. Seit Anfang des Jahres 2016 ist die Eingliederung in den Konzern auch formal vollzogen.


Die „Bet and Win“-Domains gibt es übrigens heute noch: Während betandwin.de und betandwin.com automatisch zu bwin.com weiterleiten, ist auf betandwin.at eine kleine Nostalgieschau untergebracht…

Bet and Win Website


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Dieser Beitrag wurde erstellt von: Daniela

Daniela

Daniela ist eine Spätberufene. Nach dem Studium arbeitete sie zunächst für eine Full-Service-Medienagentur, bevor sie im Jahr 2012 den Sport und die Sportwette durch Zufall für sich entdeckte. Ihre besondere Vorliebe gilt der Auseinandersetzung mit neuen Themen, weshalb sie sich bevorzugt mit Strategien, sonstigem Sportwetten Know-How und neuen Wettanbietern befasst.