Neururer über Kimmich: „Wahrscheinlich der größte Blackout seines Lebens“
Aktualisiert am 23.02.2026 - 14:26 Uhr
Bild: Peter Neururer sieht die Meisterschaft entschieden, eigentlich.
Peter Neururers Kolumne zu Bayern vs. Frankfurt, Kimmichs Back-Out, dem Abstiegskracher St. Pauli vs. Bremen und der 2. Liga um Schalke und Dzeko.
Beinahe wäre die Meisterschaft nochmal richtig spannend geworden, weil die Bayern aber ihren Sieg über die Zeit brachten und der BVB nach Rückstand nur einen Punkt holte, ist der „Meisterschaftszug in Weite Ferne gerückt“, so Peter Neururer.
Spannender als die Meisterschaft ist auf jeden Fall der Abstiegskampf in der Bundesliga, vor allem nach den Ergebnissen des 23. Spieltags, wo alles noch enger zusammengerückt ist.
Davon abgesehen macht Schalke 04 mit einem Heimsieg gegen Magdeburg einen weiteren Schritt in Richtung Erstklassigkeit, einmal mehr mit einem bärenstarken Edin Dzeko. Bärenstark sind auch diese deutschen Sportwettenanbieter, bei denen du auf Schalke oder jeden anderen Verein deines Vertrauens wetten kannst.
Neururer über BVB in der Champions League: „Zwei Tore Vorsprung sollten normalerweise reichen“
Liebe Wettfreunde,
wir hatten Fußballschule am letzten Wochenende und zwar betrieben und gekennzeichnet durch Deutschlands beste Mannschaft.
Deutschlands bester Abwehrverbund fängt mit Spieleröffnung an, unter anderem der Torwart einbezogen, der hat die Situation dann ganz ordentlich gelöst und dann auf Kimmich gespielt. Kimmich ist zweifelsfrei einer der besten Defensivspieler, die wir in Deutschland haben, der hatte dann eine Riesenidee gehabt.
Nicht den Ball zu klären, nach vorne zu spielen, zu schlagen, nein, der Fußballphilosophie entsprechend, und jetzt kommt der Punkt, den Ball durch den eigenen Fünfmeterraum zu spielen, in Richtung von Kim, der allerdings bedrängt wurde von einem Frankfurter Angreifer. Also das war ein Ding, vor allem, wenn man betrachtet dass der Torhüter Urbig gar nicht im Tor war, weil er vorher in einer anderen Situation, in einem anderen Moment eingebunden war.
Das Tor ist also leer und dann wird Kimmich in die Situation kommen, er spielt den Ball trotzdem in diese Richtung. Also fatales Ding, was auch zum 3:2 führte. Eine 3:0-Führung, 3:1, dann plötzlich 3:2. Da wäre die Meisterschaft nochmal richtig spannend geworden aufgrund eines Fehlers, der eigentlich nicht passieren darf.
Ich weiß nicht, was Kimmich in dem Moment gedacht hat. Wahrscheinlich der größte Blackout seines Lebens. Aber es ist ja nichts passiert.
Peter Neururer sieht die Meisterschaft entschieden, aber Feueralarm im Abstiegskampf.
Neururer über BVB: „Plötzlich spricht man von Mentalitätsmonstern“
Deshalb nicht, weil Leipzig gegen Borussia Dortmund, das große Verfolgerduell, Unentschieden ausgegangen ist. Leipzig, ein brillanter Start, 2:0 geführt und dann kam Borussia Dortmund mit langen Schritten und mit glücklichen Momenten zurück. Sie haben in der Nachspielzeit das 2:2 erzielt. Silva macht das Tor, großartige Leistung, wieder aufzustehen.
Plötzlich spricht man von Mentalitätsmonstern bei Borussia Dortmund. Großartig. Ich kann mich an Zeiten erinnern, wo die Dortmunder noch ob ihrer nicht vorhandenen Mentalität kritisiert wurden. Alles anders geworden. Aber, der Jubel nach dem 2:2 war groß.
Ich habe mich gefragt, klar, ich kann es verstehen als Sportler, wenn man einen 0:2 Rückstand aufholt und das bei einer Top-Mannschaft, ist es großartig, da freut man sich. Aber, wenn man auf die Bundesligatabelle guckt, sind daraus jetzt mittlerweile acht Punkte geworden. Acht Punkte Abstand zu den Bayern.
Leipzig kämpft um die internationalen Plätze, um die Champions League. Da sind sie noch im Rennen, keine Frage. Borussia Dortmund dürfte sich normalerweise auch oben da etabliert haben. Aber die Meisterschaft, der Meisterschaftszug, ist mit diesem Unentschieden und mit dem damit verbundenen Sieg der Bayern gegen Eintracht Frankfurt, in weite Ferne gerückt.
Am nächsten Wochenende das absolute Knallerspiel, die allerletzte Minimalchance für Dortmund, die sie haben in diesem Jahr, um Bayern München vom Thron zu stoßen. Bayern München zu Gast bei Borussia Dortmund. Das wird der Kracher des nächsten Wochenendes.
Neururer über Bremen: „Personalwechsel auf anderer Ebene wäre vielleicht angebrachter gewesen“
Liebe Wettfreunde, unten im Keller brennt die Luft, aber ganz gewaltig. Heidenheim, der Tabellenletzte, hat gepunktet gegen Stuttgart. Das war nicht unbedingt zu erwarten, aber die bleiben noch dran. Viele Punkte Abstand allerdings zum rettenden Platz, aber man guckt nur noch Richtung Relegation.
Da ist plötzlich St. Pauli auf diesen Platz gerutscht. Durch einen 2:1 Sieg zu Hause, lebensnotwendig, gegen Werder Bremen. Die Bremer im Augenblick, glaube ich, schon seit 14 Spielen oder 13 Spielen ohne Sieg [es sind 13 Spiele, d.Red.] und stehen plötzlich auf dem vorletzten Tabellenplatz. Wie die Mannschaft, der Verein damit umgeht, ich wage zu bezweifeln, dass da die große Wende noch kommt.
Der Trainerwechsel hat bereits stattgefunden, Personalwechsel auf anderer Ebene wäre vielleicht angebrachter gewesen. Ich drücke den Bremern auf jeden Fall die Daumen, dass die unten rauskommen.
Denn sie werden ja begleitet von anderen Mannschaften. St. Pauli im Augenblick auf dem Relegationsplatz und danach ein Gerangel um die Plätze, die da bedeuten, in der Liga zu bleiben. Groß, größer, am größten. Das gibt es gar nicht, so eine Situation haben wir schon lange nicht mehr gehabt.
Werder Bremen, gerade darüber gesprochen, ist jetzt auf einem Abstiegsplatz. St. Pauli als Drittletzter in der Relegation. Davor tummeln sich Mannschaften in einem Negativlauf, Wolfsburg, Borussia Mönchengladbach sind auch noch mit dabei. Es wird also ein wahnsinniger Kampf um den Ligaerhalt. Ich glaube, von Platz 12 angefangen, bis unten, müssen sich alle ernsthafte Gedanken machen. Wobei zehn und elf sind auch noch nicht gesichert.
Neururer über Schalke und Dzeko: „In der Offensive Garant dafür, dass Schalke an der Tabellenspitze steht“
Liebe Wettfreunde, die 2. Liga brennt, und zwar in der oberen Etage. In der Spitzengruppe ist richtig was los. Für mich persönlich der Hammer, Schalke 04 mit einem bald 40-jährigen Edin Dzeko, einem ehemaligen Weltstar, der zeigt, im 16-Meter-Raum ist er immer noch absolute Sonderklasse. Er bereitet Tore vor, er macht sie selber rein.
Die Spielanlage von Schalke hat sich teilweise geändert dahingehend, gut, mit Dzeko kann man nicht unbedingt anlaufen, ist aber auch nicht nötig, das können andere auch noch machen.
Aber ich muss versuchen, Dzeko in Verbindung mit Karaman vorne in der Spitze einzuspielen. Das gelingt ganz, ganz großartig. Er hat jetzt fünf Torbeteiligungen in den wenigen Spielen, die er gemacht hat. Und Dzeko ist im Augenblick in der Offensive der Garant dafür, dass Schalke 04 gerechterweise wieder an der Tabellenspitze steht.
Gefolgt von Vereinen wie Darmstadt, Elversberg, die allesamt gewonnen haben am Wochenende. Es wird immer enger, immer enger, immer enger. Paderborn schlägt Hertha BSC, gehört damit auch noch mit zur Spitzengruppe, genau wie Hannover 96.
Hertha BSC hat sie nach der Niederlage in Paderborn, für mich persönlich, aus der Gruppe, die da um den Aufstieg kämpft, verabschiedet. Obwohl, man sollte normalerweise in der 2. Liga sehr, sehr vorsichtig mit solchen Aussagen sein, aber provokativ sage ich es einfach mal.
Ich beziehe mich auf die Mannschaften, die jetzt im Augenblick da oben stehen. Die werden es untereinander ausmachen. Da ist es sehr, sehr eng. Favorit für mich allerdings, dank Dzeko und dank einer Mannschaft, die weiß, wie man Dzeko einsetzt, Schalke 04.
Bleibt sportlich. Euer Peter Neururer.

