Neururer über Relegation RWE – Fürth: „Chancen sind 50/50“
Veröffentlicht am 18.05.2026 - 13:54 Uhr
Bild: Peter Neururer wünscht Düsseldorf viel Glück, gratuliert Elversberg und lotet die Relegations-Chancen aus.
Peter Neururers Kolumne zu Auf- und Abstieg sowie zur Bundesliga Relegation
Nicht nur in der 1. Bundesliga, auch in der 2. Liga war es ein spannender Abstiegskampf bis zum Schluss, und natürlich gibt es jetzt Gewinner und Verlierer, Jubel und Tränen und noch die Relegationsspiele, die über Erfolg und Misserfolg in der Saison entscheiden.
In die Aufstiegsspiele zur 1. Liga gehen der VfL Wolfsburg und der SC Paderborn, zur 2. Liga treten Greuther Fürth und der Drittligist Rot-Weiss Essen an. Spannende Spiele, mit Chancen auf jeweils beiden Seiten.
Natürlich hat Peter Neururer Favoriten für die Relegationsspiele, aber auch die müssen erst gespielt werden. Für die Wetten zu den Relegationsspielen lohnt sich ein Blick in den Wettanbieter-Test.
Neururer über Fortuna Düsseldorf: „Eine Mannschaft, die zusammengestellt wurde, um aufzusteigen, hat drei Trainer benötigt“
Liebe Wettfreunde,
die Abstiegsfrage in der 2. Liga war in diesem Jahr eine Frage, deren Antwort mit Sicherheit kaum einer so getroffen hätte. Preußen Münster ist abgestiegen, leider. Ein gut geführter Verein mit tollen Möglichkeiten, die leider nicht ausgereicht haben. Okay.
Dass Greuther Fürth so lange um den Klassenerhalt hatte kämpfen müssen, nicht unbedingt überraschend, aber es war eben der Fall, dass Greuther Fürth alles rausgehauen hat und letztendlich am letzten Spieltag, mit diesem Sieg gegen Fortuna Düsseldorf, den rettenden Platz erreicht hat.
Peter Neururer spricht über das verrückte Aufstiegsrennen in der 2. Bundesliga.
Allerdings wenn ich mir vorstelle, dass Fortuna Düsseldorf die Liga direkt verlässt, eine Mannschaft, die eigentlich ganz klar formuliert hat, wir wollen in diesem Jahr aufsteigen, nachdem eigenartige Geschichten gelaufen sind in der Relegation, vor einiger Zeit gegen den VfL Bochum, eigentlich schon gefühlt Erstligist, aber dann doch zu Hause im Elfmeterschießen noch die Segel streichen müssen.
In diesem Jahr wollte man unbedingt aufsteigen. Und was ist passiert? Eine Mannschaft, die zusammengestellt wurde, um aufzusteigen, hat drei Trainer benötigt, das sagt schon eine ganze Menge aus. Und darüber hinaus, eine Mannschaft, die gar nicht wusste wie es geht, gegen den Abstieg zu kämpfen, weil sie mit allen Dingen zu tun hatten, aber mit Sicherheit damit noch nie.
Am letzten Spieltag dann eine solche Niederlage einzustecken und dann noch bei einem Mitkonkurrenten, das war dramatisch und hart für Fortuna Düsseldorf. In der Hoffnung, dass sie bald wiederkommen, es wird ganz, ganz schwer, vollkommen klar, aber verbleibe ich mit den besten Wünschen für die Fortuna aus Düsseldorf.
Der Drittletzte wird in der Relegation gegen Rot-Weiss Essen antreten. Das wird kein Spaß, denn Rot-Weiss Essen hat auch in der 3. Liga gezeigt, dass sie Qualitäten haben. Eine dynamische Truppe, die fantastisch unterstützt wird, mit unglaublichen Zuschauern. Es wird eine spannende Relegation, in der die Chancen 50/50 sind. So sehe ich es zumindest.
Neururer zu Heidenheim-Abstieg: „Arbeit leider, leider nicht belohnt worden.“
Was war das für eine Dramaturgie? Abstiegskampf in der 1. Bundesliga bzw. der Kampf gegen den Abstieg und das Erreichen des Relegationsplatzes. Drei Mannschaften punktegleich nur durch das schlechtere oder bessere Torverhältnis getrennt voneinander.
Wolfsburg hatte die Pole-Position mit drei Toren besser als St. Pauli und Heidenheim. Heidenheim hatte aber einen absoluten Vorsprung beiden Mannschaften gegenüber, irgendwo in einem Flow zu sein und große Hoffnung zu haben, mit einem Sieg zu Hause gegen Mainz 05, doch das fast Unmögliche noch zu erreichen, nämlich den Relegationsplatz.
Das ging fürchterlich in die Hose. Übermotiviert kann man nicht sagen, aber irgendwo gibt es auch Situationen, da bist du gelähmt als Spieler. Die Heidenheimer haben sich hervorragend verkauft. Das, was drin war, haben sie rausgeholt. Die Arbeit im Verein selber, die Arbeit vor allem des Trainers, ist leider, leider nicht belohnt worden. Heidenheim ist abgestiegen als Vorletzter mit 26 Punkten.
Gut, das sagt eine Menge aus über die Gesamtqualität und Möglichkeiten, die der Verein hat. Aber trotzdem großartig verkauft. 2:0 gegen Mainz zu verlieren hat sehr, sehr wehgetan. Zumal man zumindest ja noch an den Relegationsplatz rangeschnuppert hat. Es hat wehgetan.
Genauso weh wie für St. Pauli, die die Möglichkeit hatten, vor eigenem Publikum im eigenen Stadion, gegen Wolfsburg, mit einem Sieg den Relegationsplatz zu erreichen. Das ist nicht gelungen. Wolfsburg hat, das muss man sagen, verdientermaßen mit 3:1 gewonnen und hat demzufolge den Platz belegt, für den die unteren drei natürlich alles gegeben haben.
Neururer zu Relegation Wolfsburg – Paderborn: „Ein Außenseiter mit einer Chance“
Die unteren drei haben sich bemüht, aber es war nicht mehr drin. Zwei Mannschaften mit 26 Punkten sind direkt abgestiegen, Wolfsburg ist mit 29 Punkten in der Relegation. Für mich persönlich allerdings großer Favorit. Sie spielen in der Relegation gegen Paderborn.
Paderborn am letzten Spieltag dieser Zweitligasaison mit einem Sieg in Darmstadt, das war eine großartige Leistung, keine Frage. Die demzufolge, wenn man so will, wegen einer nicht erbrachten Leistung von Hannover 96, die gegen Nürnberg nicht über ein Unentschieden hinausgekommen sind, letztendlich dann Bestand hatte.
Paderborn ist der verdiente Tabellendritte, zweifelsfrei. 34 Spiele konnte man zeigen, worum es geht und von daher in der Relegation gegen Wolfsburg. Für mich ein Außenseiter, aber ein Außenseiter mit Chancen.
Meine Glückwünsche gehen allerdings Richtung Elversberg. Der absolute Knaller. Der Dorfverein, wie er mit Sicherheit in irgendwelchen Zeitungen steht, ist in der Bundesliga. Ein Traum. Ein absoluter Traum geht in Erfüllung. Im letzten Jahr in der Relegation nicht weitergekommen, in diesem Jahr den Sprung in die Bundesliga geschafft, über den Tabellenplatz zwei. Großartig. Glückwunsch an Elversberg, die Schalke 04 direkt begleiten auf dem Weg in die 1. Fußball-Bundesliga.
Bleibt sportlich, euer Peter Neururer.
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Karl-Heinz
Karl-Heinz schloss 2015 sein Studium der Informations-, Medien- und Kommunikationswissenschaften ab und arbeitet seitdem als freiberuflicher Journalist mit Schwerpunkt Sport. Seine umfassenden Kenntnisse über Wettanbieter und -angebote machen ihn zu einem festen Bestandteil der Wettfreunde-Redaktion, wo er sich auf das…

