Neururer zur Bayern-Dominanz: „Man braucht Investoren, um das auszugleichen“
Veröffentlicht am 20.04.2026 - 13:54 Uhr
Bild: Peter Neururer gratuliert zur Meisterschaft, drückt die Daumen auf dem Weg zum Triple und beleuchtet den engen Abstiegskampf.
Peter Neururers Kolumne zu Rekord-Bayern, Investoren in der Bundesliga und den Entwicklungen im Keller
Mit dem Sieg gegen den VfB Stuttgart hat sich der FC Bayern München am 30. Spieltag auch ganz offiziell die Meisterschaft gesichert und nebenbei mit 109 erzielten Toren den eigenen Rekord weiter ausgebaut.
Wer soll diese Bayern stoppen? Vielleicht PSG im CL-Halbfinale? Vielleicht Leverkusen im Quasi-Endspiel, wie es Peter Neururer nennt? Auf Bundesliga-Ebene sei jedenfalls keine Mannschaft mehr in der Lage, das zu tun. Deshalb gibt es für den Ex-Trainer nur eine Möglichkeit: Investoren.
Zwar stoßen bisherige Pläne auf wenig Gegenliebe in der Fan-Szene, aber es könnte eine Möglichkeit sein, wobei der bald 72-Jährige darauf hinweist, es geht nicht nur um Geld, sondern auch um Fußball Know-How, was die Bayern vom Rest der Liga unterscheide. Um Fußball Know-How geht es auch im Wettanbieter-Test, der bei der Auswahl helfen kann.
Neururer über Meister-Bayern: „Beileid zur restlichen Bundesliga?“
Liebe Wettfreunde,
der FC Bayern München hat es bereits am fünftletzten Spieltag der Bundesligasaison geschafft, die Meisterschaft klar zu machen. Zum 35. Mal Deutscher Meister, der FC Bayern München. Ich ziehe meinen Hut vor Bayern München. Selbstverständlich. Großartig, was sie da runtergespielt haben in diesem Jahr. Einen Rekord nach dem anderen, den sie da gebrochen haben. Es ist einfach unglaublich.
Es ist natürlich auch eine Frage, die man sich stellen muss, Glückwunsch an die Bayern, zweifelsfrei, aber Beileid zur restlichen Bundesliga? Die große Nummer ist, wie sieht die Zukunft aus? Bayern München ist ganz, ganz weit vorne, vor allen Mannschaften, vor allen Vereinen, vor allem in der Bundesliga, in Deutschland sowieso. Was macht man dagegen?
Man braucht Investoren, um das auszugleichen, was Bayern München zweifelsfrei finanziell sich bereits jetzt erarbeitet hat. Darüber hinaus gilt es aber um einen Punkt zu kämpfen, und zwar um fußballerisches Know-How. Das ist bei Bayern München mehr vorhanden als bei allen anderen Vereinen, ja vielleicht sogar weltweit. Und das hat die Bayern stark gemacht. In Verbindung mit Führungspersönlichkeiten, mit herausragenden Spielern, mit Idolen und mit einer eigenartigen Philosophie, die viele, viele Menschen nicht verstehen. Mia san mia hat was zu bedeuten.
Mal schauen, wie es weitergeht mit Bayern München, vor allen Dingen im internationalen Geschäft und auch noch im nationalen Geschäft. Das Triple will Bayern München holen und kann Bayern München holen. Halbfinale gegen Paris St. Germain. Sie sind zwar nicht unbedingt Favorit, gegen den amtierenden Champions League Sieger zu spielen. Aber zuerst in Paris, das ist ein kleiner Vorteil, dann mit dem Rückspiel in München.
Da kann man vieles noch ausgleichen, falls man etwas ausgleichen muss. Man kann auch was verteidigen. Es wird ein Kampf, Spitz auf Knopf, mit Sicherheit, ohne Favoriten. Eine große Chance allerdings eben auch für Bayern München.
Peter Neururer spricht über Bayern, Champions League, Pokal und den Abstiegskampf.
Neururer zu Triple-Plänen: „Das erste große Ziel erreicht“
Was ist aber im deutschen Pokal? Am Mittwoch trifft der FC Bayern München auf Leverkusen. Das war schon mal ganz, ganz eng in der Auseinandersetzung, und es wird wieder eng werden. Die Bayern haben jetzt im letzten Spiel, als sie Meister geworden sind, in Stuttgart großartig rotiert, acht Positionen neu besetzt. Man geht davon aus, dass man mit Sicherheit mit Frische in dieses Spiel gegen Leverkusen geht.
Es ist zwar nur ein Halbfinale, aber ein Quasi-Endspiel. Denn dieses Halbfinale muss der FC Bayern München gewinnen, um seine großartig formulierten Ziele auch alle zu erreichen. Triplemäßig unterwegs, das erste große Ziel, die Meisterschaft, haben sie bereits erreicht. Jetzt schauen wir mal, wie es weitergeht.
Neururer über Abstiegskampf: „Es ist der absolute Wahnsinn“
Liebe Freunde, der Abstiegskampf in der Bundesliga wird immer spannender. Es ist Wahnsinn, was sich da unten abspielt. Heidenheim leider abgeschlagen, leider sage ich deshalb, weil ich den Verein bewundere, den Trainer bewundere und das, was man jetzt auch in der Phase, in der man eigentlich schon abgestiegen ist, immer noch sportlich abliefert. Aller Ehren wert. Es reicht leider in diesem Jahr nicht für die Bundesliga. Aber was passiert denn dann?
Wolfsburg zwischendurch schon eigentlich weg. Jetzt mit einem Sieg auswärts, mit dem nicht unbedingt jeder gerechnet hat, sind sie wieder dabei. Es drängt sich alles zusammen. St. Pauli spielt „nur“ Unentschieden gegen den 1. FC Köln. Dann sind Mannschaften da, Wolfsburg, St. Pauli, die sind noch in den schwierigen Situationen, da fokussiert sich alles auf den Relegationsplatz. Der 1. FC Köln kommt mit dazu, dann kommt der HSV mit dazu und Werder Bremen. Alle mit 31 Punkten und weniger, die da in der Tabelle stehen. Es ist der absolute Wahnsinn.
Bei den gerade von mir genannten Mannschaften fehlt natürlich Borussia Mönchengladbach, die mit einem 1:1 gegen Mainz 05 in der letzten Minute der Nachspielzeit durch einen Elfmeter zwei weitere wichtige Punkte leider verpasst haben, und mit zu diesem Reigen der Mannschaften gehören, die da um die Relegation bzw. um den Klassenerhalt kämpfen.
Es entwickelt sich von Spieltag zu Spieltag ein immer spannender werdendes Ding und ich glaube, die Entscheidung wird am letzten Spieltag fallen. Da schauen wir mal, wer sich dann rettet.
Bleibt sportlich. Euer Peter Neururer
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Karl-Heinz
Karl-Heinz schloss 2015 sein Studium der Informations-, Medien- und Kommunikationswissenschaften ab und arbeitet seitdem als freiberuflicher Journalist mit Schwerpunkt Sport. Seine umfassenden Kenntnisse über Wettanbieter und -angebote machen ihn zu einem festen Bestandteil der Wettfreunde-Redaktion, wo er sich auf das…

