Eine Zeit lang war die Auswahl des Kosovo die Überraschungsmannschaft der Stunde. Von November 2017 bis September 2019 waren die „Dardanet“ in 15 Länderspielen ungeschlagen geblieben.
Das kleine Land träumte von der ersten Teilnahme an einem großen Turnier. Doch mit zwei Niederlagen in den letzten drei EM-Quali-Spielen verpasste der Kosovo dieses Ziel.
Auch der Umweg über die Nations League klappte mit der Niederlage im Play-off-Halbfinale gegen Nordmazedonien nicht. So sind die Männer von Nationaltrainer Bernard Challandes in eine kleine Krise geraten.
Seit acht Länderspielen gab es keinen Sieg mehr. In der laufenden Nations League-Spielzeit hat man in einer Gruppe mit Slowenien, Griechenland und Moldau nur zwei Punkte auf dem Konto.
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Coach Challandes musste in jüngster Zeit aber auch immer wieder auf viele wichtige Spieler verzichten. So fehlten im Halbfinale gegen Mazedonien Profis wie Amir Rrahmani (SSC Neapel), Hekuran Kryeziu (Zürich), Milot Rashica (Werder) und Vedat Muriqi (Lazio).
Diese Ausfälle konnte die Mannschaft, die mit ihrem mutigen und offensiven Fußball für viele Überraschungen gesorgt hat, aber nicht kompensieren. Auch aktuell wurden Spieler wie Milot Rashica und Leart Paqarada (St. Pauli) von ihren Vereinen nicht freigestellt.
Zudem fehlen der verletzte Florent Muslija (Hannover) und der gesperrte Benjamin Kololli (Zürich). Valon Berisha (Reims) und Idriz Voca (Ankaragücü) stoßen erst für die Nations League-Partien zum Kader.
Aus dem Deutschen Fußball steht somit aktuell nur Valmir Sulejmani (Hannover) im Aufgebot. In der Nations League will man in der Liga C bleiben und sich dann auf die Qualifikation für die WM 2022 konzentrieren, die im März 2021 beginnen soll.