Zverev weiß allerdings, dass man bei diesem Turnier auch früh ausscheiden kann. Im vergangenen Jahr war es Ilja Ivashka, damals nicht einmal in den Top 100 zu finden, der ihm seinen zweiten Auftritt verhagelte.
Auch zuvor, 2019, war bereits im Viertelfinale Endstation, immerhin verlor er gegen Cristian Garin, einen starken Sandspieler. 2017 und 2018 aber lernte der Olympiasieger die andere Seite der Medaille kennen und konnte sich als Champion von München feiern lassen.
Am Mittwoch wird er sich erstmals mit dem erst 18 Jahre alten Holger Rune duellieren. Die deutschen Wettanbieter wollen nichts von einer möglichen Sensation wissen, schicken den Favoriten mit Quoten von 1,15 zu 5,00 ins Rennen.
Sehr optimistisch, wenn man sich das große Potenzial seines jungen Gegenspielers einmal genauer anschaut. Der Däne feiert am Freitag seinen 19. Geburtstag, vielleicht darf er die Kerzen ja sogar in der bayrischen Landeshauptstadt auspusten.
Wer ist der nächste Tennis GOAT?
In Belgrad konnte er Cristian Garin besiegen, zuvor in Monte Carlo war er nach seinem Erfolg gegen Aslan Karatsev nah dran an einer Sensation. 6-7, 5-7 gegen Casper Ruud – gegen ihn hatte auch Zverev vor wenigen Wochen verloren!
Keine Frage, Rune will mehr als den derzeit 70. Platz der Weltrangliste. In München begann sein Turnier mit einem 7-6, 6-3 gegen Jiri Lehecka. Nur vier Breakchancen hatte er seinem Kontrahenten gewährt.
Nach seinem Turniersieg beim Challenger von San Remo möchte es der Youngster nun auch auf der größeren Bühne zeigen. Wieso nicht auch gegen Alexander Zverev? Schließlich hatte es in Indian Wells auch mit einem Satzgewinn gegen Matteo Berrettini geklappt.