Das Aufschlagspiel ist insofern stark, als dass er in drei Runden lediglich drei Breakchancen abgegeben hat. Dafür war es ungewohnt zu sehen, dass ihm gegen Kokkinakis nur vier Asse gelingen wollten.
Es scheint, als würde er seine Stärke dosiert und dem Gegner entsprechend einsetzen. Zum zweiten Mal nach 2018 könnte es für Zverev nun ins Halbfinale von Miami gehen. Damals wie heute mit dabei: Ein Sieg gegen Borna Coric, der sich durchaus als ein gutes Omen erweisen kann.
Wenn die Nummer 4 der Welt an das vergangene Jahr denkt, dürfte er an Casper Ruud ausschließlich gute Erinnerungen haben. In Acapulco musste der Norweger verletzt zurückziehen, doch in Cincinnati und Paris duellierten sie sich dann endlich doch auf dem Court.
Beide Duelle gingen glatt an den Deutschen, insofern steht es 3:0. Interessant ist auch, dass jede Begegnung in einem Viertelfinale stattfand, so auch am Donnerstag. Demzufolge ist Zverev mit Quoten um die 1,35 der klare Favorit.
Wer ist der nächste Tennis GOAT?
Dass man Casper Ruud aber keinesfalls unterschätzen sollte, dürfte man spätestens nach seinen Auftritten in Miami wissen. Der Norweger ist richtig gut drauf und hat im Turnier noch keinen einzigen Satz abgegeben.
Wollte man ein 6-1, 6-2 gegen Henri Laaksonen noch nicht überbewerten, war ein 6-3, 6-2 gegen Alexander Bublik überraschend in seiner Deutlichkeit. Noch besser aber spielte Ruud im Achtelfinale.
Cameron Norrie war komplett chancenlos, verlor mit 3-6, 4-6. Obwohl vor allem die jüngsten beiden Siege beeindruckt haben, muss ich kurz auf den zweiten Aufschlag eingehen.
25% gegen Bublik und 36% gegen Norrie? Da holt Alexander Zverev in einem Match mehr Prozentpunkte als Ruud in zwei! Mit 1,83m ist der 23-Jährige deutlich kleiner als der deutsche Konkurrent, hier könnte beim Aufschlag ein entscheidender Nachteil liegen.