Die Vorfälle sollen in den kommenden Tagen geprüft werden, es bleibt also spannend, ob er eine Strafe zu befürchten hat. Wie geht es nun weiter für Nick Kyrgios? Nach seinen beiden Halbfinals von Stuttgart und Halle hatten ihn viele sogar im erweiterten Favoritenkreis gesehen.
Dafür müsste er am Donnerstag gegen Filip Krajinovic gewinnen. Zwar sind beide inklusive Qualifikationen schon dreimal aufeinandergetroffen, die Partien aber sind bereits sieben bzw. acht Jahre her.
Alle drei Begegnungen hatten am Ende einen Sieg von Nick Kyrgios zu bieten. Auch bei den neuen Wettanbietern hat der Australier erneut die Nase vorne. 1,30 zu 3,40, Krajinovic bleibt nur die Rolle des Außenseiters.
Er startete genau wie Kyrgios mit einem echten Thriller in Wimbledon, legte fünf Sätze gegen Jiri Lehecka auf den Court. Auch er tat sich also gegen einen eigentlich unterlegenen Rivalen sehr schwer.
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5-7, 6-4, 6-7, 7-6, 6-4 – kann ein Match ein knapperes Ergebnis haben? Krajinovic hatte Probleme beim Aufschlag, kommt nicht an die Statistiken eines Nick Kyrgios heran. Zwölf Breakchancen gab er ab, das darf ihm gegen Kyrgios nicht passieren.
Ergebnisse wie diese sind absolut typisch für Krajinovic. Unvergessen sein Aus in der 3. Runde der French Open, wo er mit 6-7, 6-7, 5-7 gegen Felix Auger-Aliassime verloren hatte. Unterschätzen sollte man den 30-Jährigen also nie.
Auch in Queens, beim Vorbereitungsturnier, zeigte er starke Leistungen. Erst im Finale wurde er von Matte Berrettini gestoppt, mit 5-7, 4-6 war das Resultat wieder einmal denkbar knapp.
Schon jetzt hat er in Wimbledon für ein Novum gesorgt, steht zum ersten Mal in einer 2. Runde. Hoffentlich ist es kein schlechtes Omen, dass er im vergangenen Jahr gegen Alex Bolt, einen Australier, die Segel gestrichen hat.