Eine Breakchance bekam Paul, die Alcaraz jedoch gekonnt abwehrte. Nun also trifft er erstmals überhaupt auf Taylor Fritz, einen Gegner, der stolze 13 Zentimeter größer ist als er selbst.
Das hindert die Bookies aber nicht daran, Alcaraz wieder einmal mit der klaren Favoritenrolle auszustatten, im Schnitt kommen die Quoten auf eine 1,28 zu 3,55. An guten Tagen aber, das dürfte er wissen, kann Fritz wirklich jeden ärgern.
Die Nummer 10 der Welt ist in Miami zum ersten Mal überhaupt in die Runde der besten acht eingezogen, das Turnier galt bislang also nicht als sein persönlicher Favorit. In diesem Jahr läuft es besser, in drei Partien gab es noch keinen Satz ab.
Sein 6-4, 6-1 zum Auftakt gegen Emilio Nava war zu erwarten, anschließend wurden die Gegner schnell anspruchsvoller. Denis Shapovalov verlangte ihm schon deutlich mehr ab, doch am Ende behielt Fritz beim 6-4, 6-4 die Nerven.
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Ein ähnliches Ergebnis sammelte er gegen Holger Rune ein, nicht alle hatten einen so entspannten Ausgang wie beim 6-3, 6-4 erwartet. Nur zwei Breaks ließ Fritz insgesamt zu, doch sein Spiel hatte durchaus auch Schwächen zu bieten.
60% erfolgreiche erste Aufschläge im Schnitt, in dieser Kategorie hatte er schon einmal bessere Werte zu bieten. Lag die Quote an gewonnenen Punkten beim ersten Service gegen Nava und Shapovalov noch bei über 80%, sah es gegen Rune anders aus.
Auf 56% kam er hier, der Sieg hatte am Ende also auch damit zu tun, dass Rune keinen guten Tag erwischte. Fritz muss nun zeigen, dass er auch wieder nah dran ist, die wirklich Großen besiegen zu können.
In Indian Wells beispielsweise war im Viertelfinale gegen Jannik Sinner Endstation, in Acapulco war er gegen Tommy Paul ausgeschieden. Dem 25-Jährigen fehlt es augenscheinlich noch an Konstanz.