Kann man sagen, dass Panama noch den Beweis schuldig ist, ein würdiger Halbfinalist zu sein? Schließlich haben die Mittelamerikaner mit Blick auf den Turnierverlauf noch keine wirklich starke Nation bezwingen können.
Gut, der 2:1-Sieg gegen Costa Rica war sicherlich mehr als nur ein Achtungserfolg. Doch die Ticos unterziehen sich gerade einer kader-technischen Verjüngungskur, weshalb ich diesen Erfolg auch keinesfalls überbewerten würde.
Ebenfalls in der Gruppenphase hatte Panama Martinique zudem nur knapp mit 2:1 zu bezwungen, um mit einem 2:2 gegen El Salvador am 3. Spieltag als Gruppenerster in die K.-o.-Runde aufzusteigen. So ganz überzeugten mich die gebotenen Vorrunden-Leistungen aber nicht.
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Doch dann folgte im Viertelfinale eine Leistungsexplosion. Denn Mexiko-Bezwinger Katar wurde mit 4:0 förmlich überrollt.
Solch ein imposanter Sieg, bei dem Diaz einen Hattrick erzielen konnte, tut natürlich der eigenen Moral extrem gut – vor allem dann, wenn ein kniffliges Spiel gegen die Vereinigten Staaten von Amerika vor der Tür steht.
Panama darf nicht unterschätzt werden, denn schon in der Vergangenheit haben die Zentralamerikaner deutlich besser performt, als dies die Buchmacher von ihnen erwartet hatten.
Ein gutes Beispiel hierfür ist das Testspiel Ende März zwischen Argentinien und Panama, bei dem der frisch gebackene Weltmeister im Vorfeld mit einer Mini-Quote von 1.01 belegt wurde. Das Ergebnis? Die „Kanalmänner“ verloren dennoch nur recht knapp mit 0:2.