Vom Europapokal der Landesmeister zur Champions League

Aktualisiert Jul 26

Thomas Haider

By Thomas

Sportwetten-Experte

Gab es früher den Europapokal der Landesmeister, heißt dieser Wettbewerb heute Champions League. Zwei deutsche Vermarktungsprofis waren in den frühen 1990er-Jahren für diese Revolution verantwortlich und veränderten damit den Fußball komplett.

 
Mitte der 1950er-Jahre gab es die kleine aber feine Idee, einen einheitlichen Wettbewerb ins Leben zu rufen, um die beste Fußball-Mannschaft Europas zu ermitteln: Der Europapokal der Landesmeister wurde gegründet.

Fast 40 Jahre später hatte sich dieser Wettbewerb in seiner ursprünglichen Form totgelaufen und musste überarbeitet werden. Das Resultat der 1992 durchgeführten Generalsanierung: Die UEFA Champions League.

Durch die Umwandlung des altehrwürdigen Europapokals der Landesmeister in die neue, moderne Champions League hat sich sehr viel geändert.

Aus dem Kräftemessen von Europas Meister-Klubs wurde eine Elite-Liga, bei der die vier großen Fußball-Nationen fast die Hälfte der Teilnehmer stellen. Aus einem unberechenbaren K.o.-System entstand eine Gruppenphase, die Planungssicherheit garantierte.

Der rein sportliche Wettkampf, der vor allem anfangs und über Jahrzehnte hinweg teils unter Ausschluss der (TV-)Öffentlichkeit stattfand, wandelte sich im Laufe der Zeit in ein Milliarden Euro schweres Business, das mittlerweile in über 200 Länder der Welt zu sehen ist.

„Die Idee war, eine Marke zu kreieren und diese Marke bewusst weiter zu positionieren als Fußball“, erklärte der deutsche Vermarktungsprofi Klaus Hempel später seine revolutionäre Idee, der er den klingenden Namen Champions League verpasste.

Heute gilt Hempel als jener Mann, der den Fußball reich machte.

 

Die Geschichte der Champions League:

 


 

Die Gründung des Europapokal der Landesmeister

Was haben Gwardia Warschau, Rot-Weiß Essen und Hibernian Edinburgh mit Real Madrid und dem AC Mailand gemeinsam? Alle fünf Mannschaften waren 1955 bei der 1. Ausgabe des Pokal der Landesmeister dabei.

Die Idee zu einem länderübergreifenden Vereins-Wettbewerb hatte 1954 der französische Journalist Gabriel Hanot – weil er sich von der englischen Presse provoziert fühlte, weil diese ihre Klubs nach internationalen Erfolgen schon mal gerne zum Weltmeister erklärte. (1)

Insbesondere die Boulevard-Tageszeitung „Daily Mail“ hatte sich damals Hanots Unmut zugezogen, da sie mit den Wolverhampton Wanderers den englischen Meister des Jahres 1954 nach Siegen gegen Spartak Moskau und Honved Budapest abermals zur weltweit besten Vereinsmannschaft erklärt hatte.

Daraufhin entwickelte Hanot, der damals Journalist bei der französischen Zeitung „L’Equipe“ war, ein Konzept für ein Turnier, um die beste Mannschaft Europas zu ermitteln – angelehnt an den früheren Mitropacup, der von 1927 bis 1940 ausgetragen wurde.

Der Mitropacup war ein Turnier zwischen österreichischen, ungarischen, jugoslawischen, tschechoslowakischen, italienischen und rumänischen Vereinsmannschaften.

Ab 1949 gab es den Coupe Latine, bei dem die Landesmeister aus Frankreich, Italien, Spanien und Portugal dabei waren. Hanots Idee war es, diese beiden Wettbewerbe zu einer „Europameisterschaft der Klubs“ zu verschmelzen.

 
Europapokal Gründung ArbeiterzeitungScreenshot: Ausschnitt aus der österreichischen Arbeiterzeitung vom 3. April 1955. Die Gründung des Euroapokals der Landesmeister war nur eine Randnotiz. (Quelle: www.arbeiter-zeitung.at/cgi-bin/archiv/)
 

Die „L’Equipe“ veröffentlichte Hanots Entwurf und daraufhin wurden 16 Mannschaften zur Präsentation nach Paris eingeladen. Die Teilnehmer mussten nicht zwangsläufig Meister ihres Landes sein, sondern es waren auch Klubs dabei, die bei den Fans sehr beliebt waren.

Die Klubs waren begeistert von der Idee. Wie auch von den neuen Regeln: Die Paarungen werden ausgelost, der Sieger wird in Hin- und Rückspielen ermittelt, die Paarungen ausgelost und bis zum Endspiel wird im K.o.-System gespielt.

Die UEFA – die im Juni 1954 gegründet wurde – reagierte und nahm Kontakt mit dem Weltfußballverband FIFA auf, deren Exekutivkomitee dem neuen Vereinswettbewerb grünes Licht gab – und zwar unter zwei Bedingungen: Dass er von der UEFA organisiert wird und die nationalen Verbände ihren Klubs die Teilnahme erlauben.

Somit stand der Gründung des Europapokal der Landesmeister nichts mehr im Wege.


 

Real Madrid, der erste Herrscher über Fußball-Europa

Im Jahr 1955 fand die erste Ausgabe statt und 16 Klubmannschaften nahmen daran teil. In der Regel mit den jeweiligen Landesmeistern der vorangehenden Saison – verbindlich war dies allerdings erst ab 1957/58.

Das Teilnehmerfeld bei der Premiere war bunt gemischt. Zum einen gehörten schon damals einige Klubs dazu, die auch heute noch zur europäischen Elite gehören, wie etwa Real Madrid und der AC Mailand, und auf der anderen Seite auch Mannschaften dabei, die mittlerweile in den Niederungen des nationalen Fußballs verschwunden sind.

Wie etwa der 1. FC Saarbrücken, als Teilnehmer für das seinerzeit noch unabhängige Saarland, Stade Reims oder Djurgardens IF.

Da die englische Football League die Teilnahme des FC Chelsea blockierte, rückte der polnische Klub Gwardia Warszawa nach. Der niederländische Verband nominierte nicht die „Berufsfußballer“ von Holland Sport, sondern Philips Eindhoven.

Die 1. Runde der 1. Ausgabe des Pokal der Landesmeister:
Sporting Lissabon – Partizan Belgrad (3:3 / 2:5)
Vörös Lobogo Budapest – RSC Anderlecht (6:3 / 4:1)
Servette Genf – Real Madrid (0:2 / 0:5)
Rot-Weiss Essen – Hibernian Edinburgh (0:4 / 1:1)
Djurgardens IF – Gwardia Warschau (0:0 / 4:1)
Aarhus GF – Stade Reims (0:2 / 2:2)
SK Rapid Wien – PSV Eindhoven (6:1 / 0:1)
AC Mailand – 1. FC Saarbrücken (3:4 / 4:1)

Die Hinspiele fanden vom 4. September bis zum 1. November, die Rückspiele vom 12. Oktober bis zum 23. November 1955 statt.

In der ersten Runde durften sich die 16 teilnehmenden Vereine noch aussuchen, gegen wen sie spielen wollten. Erst ab der 2. Runde, sprich dem Viertelfinale, bestimmte das Los die Paarungen.

So kam es bereits im Halbfinale zum Showdown der beiden besten Klubs – zwischen Real Madrid und dem AC Mailand. Die Madrilenen setzten sich mit einem 4:2-Heimsieg und einer 1:2-Auswärtsniederlage durch und erreichten das Finale.

Reals Gegner war Stade Reims, die sich im Halbfinale mit einem 3:0-Gesamtscore gegen Hibernian Edinburgh durchsetzen.

Das Endspiel wurde am 13. Juni 1956 im Pariser Prinzenpark-Stadion ausgetragen und Real, um den legendären Alfredo die Stefano, wurde seiner Favoritenrolle am Ende gerecht – mit einem 4:3-Erfolg, nachdem sie zwischendurch 0:2 und 2:3 zurücklagen, holten sich die „Königlichen“ den ersten Europapokal der Landesmeister.

 


Video: Der Argentinier Alfredo di Stefano war der Superstar der 50er- und 60er-Jahre. Für Real Madrid spielte er von 1953 bis 1964 und holte in der Zeit fünf Mal den Pokal der Landesmeister. (Quelle: YouTube/ AshStudio7)

 

Was folgte war eine unglaubliche Dominanz von Real, denn auch die folgenden vier „Meisterpokal“-Austragungen haben die Madrilenen gewonnen. Fünf Mal in Folge diesen Wettbewerb zu gewinnen, ist seitdem keiner anderen Mannschaft mehr gelungen.

„Wir hatten nur das Pech, in der gleichen Zeit wie diese unglaubliche Mannschaft von Real Madrid zu spielen“, sagte 1959 Dominique Colonna, Torhüter von Stade de Reims, nachdem seine Mannschaft zum zweiten Mal im Finale des Pokals der europäischen Meistervereine gegen Madrid verloren hatte. „Wenn es sie nicht gegeben hätte, hätte vielleicht Reims Europa jahrelang dominiert.“ (2)

1960 wurde im Finale Eintracht Frankfurt mit 7:3 besiegt.

Die Eintracht war damit die erste deutsche Mannschaft, die ein Finale im Europapokal der Landesmeister erreichte, doch gegen Reals Offensive mit di Stefano und Ferenc Puskas, die im Endspiel alle sieben Treffer und im gesamten Bewerb zusammen 20 Tore erzielten, war kein Kraut gewachsen.

In ihren fünf aufeinanderfolgenden Triumphen im Pokal der europäischen Meistervereine erzielte Real insgesamt 112 Tore (20, 25, 16 und 31 Tore). Die Offensive war das Prunkstück und die Erfolgsgarantie des Hauptstadt-Klubs.


 

Serien-Sieger aus Mailand, Amsterdam und München

Mit der Saison 1960/61 ging Reals Herrschaft zu Ende. Aber nicht nur der Sieger hat sich geändert, sondern auch das Turnier wandelte sich.

Erstmals nahmen 28 Mannschaften teil, so viele wie noch nie: 27 Landesmeister der vergangenen Saison und mit Real Madrid der Titelverteidiger.

Real scheiterte bereits in Runde 1 am FC Barcelona und somit war der Weg für einen neuen Champion frei. Es wurde Benfica Lissabon nach einem 3:2-Finalsieg über Barca. Damit gab es in der sechsten Ausgabe des Europapokals der Landesmeister erstmals einen Sieger, der nicht Real Madrid hieß.

Nachdem Benfica 1962 die Titelverteidigung gelang, waren in den nächsten drei Jahren die italienischen Klubs an der Reihe – nachdem sich 1963 zunächst der AC Mailand zum „König Europas“ krönen durfte (im Finale gegen Benfica), gelang dies danach zwei Mal hintereinander Inter Mailand.

Erst nach einem neuerlichen Sieg von Real (1966), schlug die Stunde der britischen Vereine: 1967 triumphierte Celtic Glasgow – und gewann damit erstmals die allseits bekannte Silbertrophäe. 1968 Manchester United. Erstmals stellte ein Klub aus England den Sieger.

 


 

Ab den 1970er-Jahren begann die Blütezeit der niederländischen Klubs. 1970 ging der „Henkelpott“ zunächst zu Feyenoord Rotterdam, anschließend begann die Ära von Ajax Amsterdam und Johan Cruyff.

Drei Mal in Folge – von 1971 bis 1973 – gewann Ajax den wichtigsten europäischen Fußball-Wettbewerb und durfte dadurch die Trophäe behalten. Und: Alle drei Endspiele wurden ohne Gegentor gewonnen: 2:0 gegen Panathinaikos, 2:0 gegen Inter, 1:0 gegen Juventus.

Aber nicht nur der Titelträger war mit Ajax neu, sondern auch neue Regeln wurden in dieser Saison eingeführt. Das Elfmeterschießen ersetzte den umstrittenen Münzwurf als Entscheidungsfindung und die Auswärtstorregel galt erstmals nicht nur in den ersten beiden Runden, sondern bis zum Endspiel.

Nach den Ajax-Jahren kam die große Zeit des FC Bayern München. Wie die Niederländer gewannen die Bayern drei Mal in Folge den begehrten Silberpokal.

 


Video: Bayerns Titel-Hattrick – von 1974 bis 1976 war der FC Bayern die unangefochtene Nummer 1 in Europa und holte drei Mal in Folge den silbernen „Henkelpott“. (Quelle: YouTube/FC Bayern München)

 

1974 brauchten sie dazu noch ein Entscheidungsspiel, da es im Finale gegen Atletico Madrid nach 120 Minuten 1:1 stand. Ein Elfmeterschießen war damals als Entscheidungsfindung in einem Endspiel nicht vorgesehen. Somit gab es zwei Tage später das Wiederholungsspiel, das die Bayern mit 4:0 gewannen.

1975 und 1976 war der Titelgewinn mit weniger Aufwand verbunden – gegen Leeds und St. Etienne gab es einen 2:0- bzw. 1:0-Finalerfolg. Zudem stellten die Bayern auch zwei Mal den Torschützenkönig – 1974 und 1975 durch Gerd Müller.


 

Die englische Ära – Liverpool, Nottingham, Aston Villa

Nach 22 Jahren hatte sich der Europapokal der Landesmeister mittlerweile voll und ganz etabliert. Schwankte in den Anfangsjahren die Teilnehmerzahl von Jahr zu Jahr und zogen hin und wieder auch Mannschaften ihre Teilnahme kurzfristig zurück, war es 1977 zum zweiten Mal hintereinander der Fall, dass 32 Mannschaften fix dabei waren.

So war ein geordneter Ablauf möglich. Es musste weder eine Vor-Qualifikation bzw. Vorrunde ausgetragen noch Freilose verteilt werden.

Mit 1977 begann eine englische Epoche. In den folgenden acht Jahren gingen die Trophäe sieben Mal auf die Insel. Nur der Hamburger SV konnte 1983 diese Ära kurz unterbrechen.

Den Anfang machte der FC Liverpool. Die „Reds“ holten sich 1977 mit einem 3:1-Finalerfolg über Borussia Mönchengladbach zum ersten Mal den „Henkelpott“ und sorgten für den erst zweiten englischen Triumph in diesem Wettbewerb.

Im Jahr darauf konnte der LFC seinen Titel erfolgreich verteidigen, ehe 1979 zur Überraschung aller die erfolgreiche Zeit von Nottingham Forest begann. Unter Trainer Brian Clough kletterte Nottingham nicht nur 1979 auf Europas Thron, sondern verteidigte den Spitzenplatz auch ein Jahr später. In beiden Endspielen setzten sich die Engländer mit 1:0 durch – erst gegen Malmö und dann gegen den HSV.

 


Video: Zwei Mal gewann Nottingham Forest den Pokal der Landesmeister – 1979 gegen Malmö und 1980 gegen den Hamburger SV. (Quelle: YouTube/Спорт Sport)

 

Nachdem ein Jahr später wieder der FC Liverpool an der Reihe war, folgte 1982 mit dem Triumph von Aston Villa der sechste englische Meistercup-Sieg in Serie, die erst im Jahr darauf durch den Titel-Coup des HSV zu Ende ging.

Die Hamburger, unter dem legendären Trainer Ernst Happel und der Führung von Felix Magath auf dem Rasen, marschierten mit Siegen über BFC Dynamo (1. Runde), Olympiakos (2. Runde), Dynamo Kiew (Viertelfinale), Real Sociedad (Halbfinale) ins Endspiel gegen Juventus, wo die „Rothosen“ am Ende mit 1:0 siegreich blieben.

Nach dem HSV war 1984 wieder der FC Liverpool an der Reihe, das sich gegen den AS Rom mit 4:2 durchsetzte. Erstmals wurde ein Finale im Landesmeister-Pokal in einem Elfmeterschießen entschieden.

 

Die Katastrophe von Heysel

Im Jahr darauf fand die englische Dominanz ein jähes Ende. Durch die Katastrophe von Heysel.

1985 standen sich Liverpool und Juventus Turin im Endspiel in Brüssel gegenüber. Die Italiener konnten das Finale zwar mit 1:0 für sich entscheiden, doch dieses Spiel wurde von schweren Zuschauer-Ausschreitungen überschattet.

Als Liverpool-Hooligans im baufälligen Heysel-Stadion etwa eine halbe Stunde vor Anpfiff in den neutralen Sektor stürmten, indem sich jedoch viele Juventus-Anhänger befanden, brach Massenpanik aus und eine Mauer stürzte ein. Viele Fans wurden niedergedrückt und erstickten, andere wurden zu Tode getrampelt. Am Ende starben 39 Menschen und 454 wurden verletzt.

Die UEFA, der Brüsseler Bürgermeister und die Polizei hatten sich aus Sicherheitsgründen zu einer Durchführung des Spiels entschlossen, damit die ohnehin schon sehr geladene Stimmung auf den Rängen nicht noch weiter eskaliert.

Das Finalspiel wurde mit 87 Minuten Verspätung angepfiffen.

Dies geschah allerdings gegen den Willen der meisten Akteure. Während sie auf dem grünen Rasen herum liefen, lagen die Leichen gestapelt in den Katakomben des Stadions. Am Ende sorgte ein durch Michel Platini verwandelter Elfmeter für einen 1:0-Sieg von Juventus.

Die Katstrophe von Heysel war nicht nur der schwärzeste Tag in der Europapokal-Geschichte des Fußballs, sondern zog schwerwiegende Konsequenzen nach sich. Englische Fußball-Klubs wurden für fünf Jahre von allen Wettbewerben ausgeschlossen, der FC Liverpool gar für sieben.


 

Die (kurze) Phase der Überraschungs-Sieger

Mit dem Ausschluss der englischen Mannschaften aus dem Meisterpokal, herrschte plötzlich so etwas wie „Anarchie“ im wichtigsten Wettbewerb des Klub-Fußballs. Die Führungskräfte der letzten Jahre fehlten und somit war das Feld in den folgenden Jahren ziemlich offen.

In den nächsten sieben Jahren gab es gleich sechs verschiedene Titelträger. Einzig der AC Mailand konnte sich zwei Mal in Folge – 1989 und 1990 – den Titel sichern.

Für eine der wohl größten Überraschungen im Meistercup sorgte 1986 Steaua Bukarest. Die Rumänen gewannen damals als erste osteuropäische Mannschaft den Pokal der Landesmeister.

Der gefeierte Held war am Ende Torhüter Helmuth Duckadam der im Endspiel gegen den FC Barcelona im Elferschießen (nach 120 Minuten stand es 0:0) alle vier Elfer parierte. Am Ende gewann Steaua mit 2:0.

 


Video: 1986 sorgte Steaua Bukarest für eine der größten Überraschungen – durch einen Sieg im Elferschießen gegen den FC Barcelona ging der „Henkelpott“ erstmals an einen osteuropäischen Klub. (Quelle: YouTube/hammerfalljag)

 

Danach folgten Titeltriumphe des FC Porto (2:1 gegen den FC Bayern, mit dem unvergessenen Hackentor von Madjer) und von PSV Eindhoven (im Elferschießen gegen Benfica) ehe zwei Mal Milan an der Reihe war.

1991 gab es die nächste Titel-Überraschung – diesmal in Form von Roter Stern Belgrad.

Mit Kapazundern wie Vladimir Jugovic, Robert Prosinecki, Darko Pancev und Dejan Savicevic krönten die Belgrader ihren Erfolgslauf mit einem Finalerfolg im Elfmeterschießen gegen Olympique Marseille. Damit gewann den Pokal der Landesmeister erstmals ein Klub vom Balkan.

Dieser Erfolg sollte der letzte nach dem herkömmlichen und traditionellen Schema haben. Mit der neuen Saison änderte sich erstmals der Modus.


 

Die Wandlung vom Meisterpokal zur Champions League

In der Saison 1991/92 gab es zunächst die 1. Runde mit 32 Mannschaften, danach die Runde 2 mit 16. Beide so wie bisher – mit Hin- und Rückspiel. Die danach verbliebenen acht Teams wurden in zwei Gruppen zu je vier Mannschaften gelost.

Damit fand erstmals im Europapokal der Landesmeister eine Gruppenphase mit Hin- und Rückspielen statt. Die beiden Gruppensieger spielten das Finale unter sich aus.

Die Gruppenphase in der Saison 1991/92:
Gruppe A: Sampdoria Genua, Roter Stern Belgrad, RSC Anderlecht, Panathinaikos Athen
Gruppe B: FC Barcelona, Sparta Prag, Benfica Lissabon, Dynamo Kiew

Im Finale im Londoner Wembley Stadion trafen der FC Barcelona und Sampdoria Genua aufeinander. Nach einem 0:0 nach 90 Minuten entschied Ronald Koeman mit einem Freistoß in der 112. Minute das Finale zugunsten der Katalanen.

Damit konnte sich der FC Barcelona erstmals in die Siegerliste des Meisterpokals eintragen.

Zufriedenheit löste das neue Format aber nirgends aus. Weder bei den „Kleinen“, die sich um ihre Chancen gebracht sahen, in zwei Partien für eine Überraschung zu sorgen, noch bei den „Großen“, die das Projekt als nicht durchdacht kritisierten.

Sie wünschten sich mehr Geld und wenn möglich auch mehr Planungssicherheit. Denn mit dem seit über 40 Jahren bestehenden Modus ist bei etwas Lospech die Gefahr zu groß, sehr früh an einer guten Mannschaft, zu scheitern.

Vor allem das Jammern und Klagen von Real Madrid, das zuletzt 1966 den Meistercup gewonnen hatte, wurde von Jahr zu Jahr lauter.

 


Video: Der FC Barcelona war 1992 die letzte Mannschaft, die den Pokal der Landesmeister gewann. In der kommenden Saison hieß dieser Bewerb dann UEFA Champions League. (Quelle: YouTube/FC Barcelona )

 

War in der Saison 1990/91 bereits im Viertelfinale gegen Spartak Moskau Endstation, flogen die „Königlichen“ ein Jahr davor schon in Runde 2 gegen den AC Mailand – zu dem Zeitpunkt der Titelverteidiger – aus dem Wettbewerb.

Da auch in München das Grollen gegen die UEFA immer lauter wurde und die Klubs immer offener und energischer mit der Gründung eines eigenen Pokal-Wettbewerbes drohten, sah sich der damalige UEFA-Präsident Lennart Johansson zum Handeln gezwungen.

Mit Klaus Hempel und Jürgen Lenz beauftragte er zwei deutsche Vermarktungsprofis, aus dem antiquierten Pokalwettbewerb etwas Revolutionäres zu machen. (3)

Hempel erinnert sich: „Johansson hat uns eröffnet, dass sie die Klubwettbewerbe neu strukturieren wollen. Das wäre die einzige Chance, um die Kontrolle wiederzubekommen.“

Daraufhin zogen sich Hempel und Lenz vier Wochen in ein Hotel in Lugano zurück und bastelten am Fußball der Zukunft. Das Ergebnis: Die UEFA Champions League!


 

Die Geburtsstunde – wie die Champions League entstand

Hempel und Lenz sahen den Wettbewerb nicht mehr als eine Summe von Einzelspielen, sondern als großes Ganzes. „Die Idee war, eine Marke zu kreieren und diese Marke bewusst weiter zu positionieren als Fußball“, erklärte Hempel seinen genialen Coup immer wieder.

Das neue Konzept war voll auf das Fernsehen ausgerichtet, vor allem auf die größten Fernsehmärkte Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und England. Aus diesen fünf Ländern wurden schon damals mehr als 80 Prozent der Fernseh- und Werbemillionen akquiriert.

„Die Zeit vor der Champions League war eine des Pferdehandels, des schnellen Deals ohne Qualität und Kontinuität“, sagte Lenz später. Das Problem: Es war nichts planbar. Oftmals fiel die Entscheidung, ob ein Europapokalspiel im Fernsehen gezeigt wurde, erst am selben Tag.

Das sollte sich in der Vorstellung von Lenz und Hempel nun gründlich ändern.

 

20110404_PD4010 (RM)  Champions League Logo und Ball OLIVIER MORIN / AFP / picturedesk.com

Foto: Die Champions League wurde 1992 als Marke kreiert – es gibt es unter anderem ein Logo, einen offiziellen Spielball, verpflichtende Pressekonferenzen vor den Spieltagen und sogar eine eigene Hymne. (Credit: OLIVIER MORIN / AFP / picturedesk.com)

 

Die Fernsehstatioenn aus den großen Fußball-Nationen kauften begeistert den kompletten Wettbewerb ein und akzeptierten sogar die Übertragungspflicht. Somit war beispielsweise ein deutscher Sender verpflichtet, Spiele zu übertragen, auch wenn der deutsche Meister bereits vorzeitig ausgeschieden ist.

Das war auch gut für die Sponsoren. Den Geldgebern wurde vertraglich zugesichert, daß während der gesamten Saison bei Live-Übertragungen in allen Stadien vier Banden je Sponsor mindestens 15 Minuten im Bild sind.

Das war aber nicht die einzige Neuerung. Neben dem Inhalt (Modus-Änderung, Stichwort Gruppenphase) wurde auch die Verpackung kräftig aufpoliert.

Es gab nun ein einheitliches Logo, streng reglementierte Ablaufpläne mit fixen Anstoßzeiten, eine Interview-Pflicht für Spieler und Trainer und es wurde, um den Spielen der „Königsklasse“ noch mehr Glanz und Exklusivität zu verleihen, sogar eine eigene Hymne komponiert.

 

Die Hymne der Champions League

Die Hymne, die jeder Fußball-Fan auf der Welt mittlerweile kennt, wurde vom britischen Komponisten und Dirigent Tony Britten frei nach Georg Friedrich Händels Zadok „The Priest“ arrangiert.

Das Stück wurde vom Royal Philharmonic Orchestra eingespielt und vom Chor der Academy of St Martin in the Fields in den drei offiziellen UEFA-Sprachen Englisch, Französisch und Deutsch gesungen.

In einem Interview mit dem Fußball-Magazin „11Freunde“ antworte Britten auf die Frage, welche Forderungen die UEFA an die Hymne stellte, mit: „Sie wollte etwas Klassisches. Etwas, das genügend Schwere hat. Und keinen Solisten. Damals waren die Drei Tenöre gerade sehr angesagt. Aber es sollte auch nicht so klassisch sein, dass ein Massenpublikum abgeschreckt wird.“ (4)

Text der Champions-League-Hymne:
Ce sont les meilleures équipes
Es sind die allerbesten Mannschaften
The main event

Die Meister
Die Besten
Les grandes équipes
The champions

Une grande réunion
Eine grosse sportliche Veranstaltung
The main event

Die Meister
Die Besten
Les grandes équipes
The champions

Ils sont les meilleurs
Sie sind die Besten
These are the champions

Die Meister
Die Besten
Les grandes équipes
The champions

 
Über den Text sagt Britten: „Am Anfang hatten wir nur die Kernbotschaft: Es ging um die Besten der Besten. Eine Liga für sich. Also erstellte ich eine lange Liste mit Superlativen. Die Ausdrücke ließ ich mir in die anderen UEFA-Sprachen übersetzen, ins Deutsche und Französische. Daraus bastelte ich den Text.“

Die komplette dreiminütige Hymne, von der am Anfang und am Ende der Fernsehübertragungen jedoch jeweils nur der Refrain gespielt wird, enthält neben dem bekannten Refrain noch zwei kurze Strophen. Die Hymne wurde bisher nirgends kommerziell veröffentlicht.


 

Die Anfänge der „Königsklasse“

Als die Champions League zur Saison 1992/93 in Szene ging, ertönte die Hymne zum ersten Mal.

Dieser umgemodelte Bewerb begann gleich mit einem Rekord: Mit 36 Klub-Mannschaften nahmen so viele teil wie noch nie. Der Grund: Nach dem Zusammenbruchs der Sowjetunion und Jugoslawiens hatte sich die Anzahl der teilnehmenden Nationen, die ihre jeweiligen Meister in den Wettbewerb entsenden durften, erhöht.

Dazu nahm mit Maccabi Tel Aviv auch erstmals ein israelisches Team am Meister-Bewerb teil. Und auch der Meister der Färöer-Inseln gab in dieser Spielzeit sein Europapokal-Debüt.

Die Gruppenphase in der Saison 1992/93:
Gruppe A: Olympique Marseille, Glasgow Rangers, FC Brügge, ZSKA Moskau
Gruppe B: AC Mailand, IFK Göteborg, FC Porto, PSV Eindhoven

Daher war im Gegensatz zum Vorjahr eine Qualifikationsrunde notwendig. Danach gab es – wie in der Saison davor – zwei normale K.o.-Runden, ehe die verbliebenen acht Mannschaften in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Die beiden Gruppensieger qualifizierten sich für das Endspiel.

Dieses erreichten der AC Mailand, der sich in der Gruppenphase mit sechs Siegen und 11:1 problemlos durch setzte und Olympique Marseille, das ebenfalls unbesiegt (3 Siege, 3 Remis) ins Finale kam.

Die Final-Premiere des neuen Formates gewann Außenseiter Marseille mit 1:0. Damit gab es auch gleichzeitig eine zweite Premiere: Erstmals ging der „Henkelpott“ nach Frankreich.

 


Video: 1993 gewann Olympique Marseille im Finale gegen den AC Mailand – und krönte sich damit zum ersten Sieger der neu gegründeten Champions League. (Quelle: YouTube/NIXBLACK)

 

In der Saison darauf (1993/94) stieg die Teilnehmerzahl weiter an: 42 Landesmeister waren diesmal dabei, darunter auch erstmals die Klubs aus Georgien, Moldawien, Weißrussland und Kroatien. Zudem gab es eine weitere Neuerung – die beiden Erstplatzierten nach den Gruppenspielen spielten in einem Halbfinale um einen Platz im Endspiel.

Das Halbfinale wurde jedoch noch nur in einem Spiel ausgetragen. Der Gruppensieger hatte Heimrecht. Den Titel holte ein alter Bekannter: Der AC Mailand. Im Finale deklassierten die Mailänder den FC Barcelona mit 4:0. Es ist der höchste Finalsieg in der Geschichte dieses Wettbewerbes.

Es brauchte nicht lange und Begehrlichkeiten wurden geweckt. Bereits bei der dritten Auflage (1994/1995) der neuen Champions League wurde die Gruppenphase kräftig aufgestockt – und die Teilnehmerzahl gleich verdoppelt.

Statt acht Mannschaften und zwei Gruppen gab es in der Saison 1994/95 gleich 16 Mannschaften und vier Gruppen. Anschließend gab es Viertelfinale und Halbfinale mit Hin- und Rückspiel.

Erstmals in der Geschichte dieses Wettbewerbes nahmen in dieser Spielzeit nicht alle gemeldeten Landesmeister teil. Die UEFA beschloss, aufgrund der gestiegenen Zahl an Mitgliedsverbänden, die in der UEFA-Fünfjahreswertung niedriger platzierten Meister im UEFA-Pokal starten zu lassen. (5)

Daher waren 94/95, einschließlich des Titelverteidigers AC Mailand, nur 24 Klubs am Start. Acht Teams blieben in der Quali-Runde auf der Strecke, die restlichen 16 Teams wurden in vier Gruppen aufgeteilt.

Die beiden Erstplatzierten jeder Gruppe qualifizierten sich für das Viertelfinale. Dieses und das Halbfinale wurden traditionell mit Hin- und Rückrunde (inklusive Auswärtstorregel und Elfmeterschießen) ausgespielt.

Der AC Mailand erreichte abermals das Endspiel, musste sich aber am Ende den jungen Wilden von Ajax Amsterdam mit 1:0 geschlagen geben. Interessantes Detail zu diesem Finale: Ajax und Milan standen sich bereits in der Gruppenphase gegenüber und dort haben die Niederländer beide Partien mit jeweils 2:0 für sich entschieden.

Mitte der 1990er-Jahre gab es zudem das Kuriosum, dass die Mannschaft, die den Titel holte, in der Folgesaison zwar wieder ins Finale kam, dort aber den Kürzeren zog.

  • AC Milan, Sieger von 1994, verlor 1995 im Finale gegen Ajax.
  • Ajax, Sieger von 1995, verlor 1996 im Finale gegen Juventus Turin.
  • Juventus, Sieger von 1996, verlor 1997 im Finale gegen Borussia Dortmund.

Während Juve 1996 zum ersten Mal seit dem Triumph bei der Heysel-Katastrophe wieder die Silbertrophäe in Empfang nehmen durfte, schaffte es Dortmund erstmals in den Kreis der Champions. Damit stellte Deutschland nach dem FC Bayern und dem HSV nun drei verschiedene Titelträger.

1998 war dann endlich wieder Real Madrid an der Reihe. Die „Königlichen“, die diesen Wettbewerb in der Anfangszeit dominierten, warteten seit 1966 auf diesen Moment.

Und es gab in jenem Jahr wieder eine Änderung am Modus: Es gab sechs Gruppen zu je vier Mannschaften, aber nun qualifizierten sich die vier Gruppensieger und die zwei besten Zweitplatzierten für das Viertelfinale.

 


Video: Einer der legendärsten Momente in der Historie der Champions League – der „Torfall“ von Madrid 1998, vor dem Halbfinal-Rückspiel zwischen Real und Dortmund. (Quelle: YouTube/JoRi107)

 

Real marschierte locker durch die Gruppe, eliminierte in der Runde der letzten Acht Bayer Leverkusen, ließ sich im Halbfinale gegen Borussia Dortmund trotz eines zu viel früh gefallen Tores nicht aus der Ruhe bringen und besiegte im Endspiel Juventus Turin mit 1:0.

Damit waren die „Königlichen“ endlich wieder dort, wo sie nach eigenem Ermessen hingehören: An der Spitze Europas.

Ein Jahr nachdem Real auf dem europäischen Fußball-Thron wieder Platz genommen hatte, erlebten die Fußball-Fans 1999 die wohl unglaublichsten zwei Minuten dieses Wettbewerbes – wenn nicht sogar der Fußball-Geschichte.

 

Das Finale von 1999 – „Die Mutter aller Niederlagen“

Das Finale von 1999 in Barcelona zwischen Bayern München und Manchester United gilt bis heute als die „Mutter aller Niederlagen“. Was war passiert? (6)

Zunächst nicht viel. Es war kein hochklassiges Spiel und auch nicht gerade reich an Torchancen. Zwar gingen die Bayern durch einen Freistoßtreffer von Mario Basler schon in der 6. Minute mit 1:0 in Führung, doch es tat sich in der Folge nicht viel.

Während die letzten Spielminuten liefen und alles nach einem knappen Bayern-Sieg aussah, wurden auch schon die ersten Vorkehrungen für die anstehende Siegesfeier getroffen.

Pressebetreuer Markus Hörwick besprach mit den Fieldreportern, welche Spieler gleich zu den anstehenden Siegerinterviews kommen, Betreuer schleppten Bierkisten auf den Rasen sowie Kartons voller Mützen mit der Aufschrift: „Champions League-Sieger 1999 – FC Bayern München“.

Mario Basler, ausgewechselt in der 89. Minute, war einer der ersten, der sich eine aufsetzte.

Während die Bayern in der Schlussphase vorne Pech haben (Scholl traf die Stange, Jancker die Latte) schwammen sie hinten immer mehr – und Schiedsrichter Pierluigi Collina ließ sie gnadenlos ersaufen. Er verordnete drei Minuten Nachspielzeit.

Und das Unheil nahm seinen Lauf.

90:16 Minuten sind gespielt, als die Bayern einen Eckball verursachten. David Beckham schritt zur Tat. Der Ball rauschte durch den Strafraum, ein Querschläger brachte den Ball zu Giggs und dessen Schuss verlängerte Sheringham zum 1:1.

Die Bayern-Spieler standen wie versteinert am Rasen. Der große Traum schien zu platzen. Es wurde aber noch schlimmer. Kurz nach dem Anstoß ging der Ball schnell verloren und es gab wieder Eckball für Man United. Die Uhr zeigte 92:14 Minuten.

Wieder trat Beckham von links mit seinem rechten Fuß, Sheringham gewann das Kopfballduell gegen Linke, der Ball kam zu Solskjaer – und der bugsierte den Ball unter die Latte. 1:2!

 


Video: Das denkwürdige Finale von 1999. Der FC Bayern sah bereits wie der sichere Sieger aus, gab aber den Triumph innerhalb von 102 Sekunden aus der Hand. (Quelle: YouTube/NIXBLACK)

 

Die Bayern-Spieler sanken zu Boden. Matthäus stand regungslos neben der Ersatzbank. Basler feuerte seine Mütze auf den Boden und stürmte – so wurde es nachher immer wieder erzählt – frustriert in die Kabine und zündete sich aus Frust eine Zigarette an.

Innerhalb von 102 Sekunden platzte der Traum des FC Bayern – und Man United gelang eine der wohl spektakulärsten Wendungen in der Geschichte des Fußballs. Die britische Boulevard-Zeitung „The Sun“ titelte am Tag danach: „Es waren die unglaublichsten zwei Minuten des Fußballs.“

Den ganzen Irrwitz dieser dramatischen Ereignisse verdeutlichte eine Aufzugfahrt in den Katakomben des Camp Nou. Um 22.30 Uhr, es waren nur noch ein paar Minuten in der regulären Spielzeit zu spielen, bestiegen drei VIP’s den Aufzug, der von der Ehrentribüne ins Erdgeschoss führt: UEFA-Präsident Lennart Johansson, Franz Beckenbauer und Tennis-Legende Boris Becker. Die drei mussten zur Siegerehrung.

Becker, eingefleischter Bayern-Fan, später: „Als wir in den Aufzug stiegen, stand es 1:0 für Bayern. Im Aufzug hörten wir Jubel. Wir dachten: Okay, der Abpfiff. Als wir kurze Zeit später in Richtung Rasen gingen, sahen wir die Manchester-Spieler jubeln, die Bayern lagen am Boden. Ich dachte: Mist, doch der Ausgleich. Kurz darauf blinkt es an der Anzeigetafel: 1:2! Wir haben uns angeguckt und konnten es nicht glauben.“

Die Bayern-Spieler auch nicht. Aber auf dem Bankett, das statt einer Pokalfeier zu einem Frustsaufen verkam, versprach Stefan Effenberg: „Diesen Pokal hol‘ ich mir noch!“


 

Die Großen sind nun unter sich

Zwei Jahre später sollte es soweit sein – 2001 holten sich die Bayern den „Henkelpott“. Im Finale gegen den FC Valencia hatten sie im Elfmeterschießen diesmal das Glück auf ihrer Seite.

Allerdings war der Weg ins Finale für die Bayern diesmal ein anderer als noch in der Saison 1998/1999. Der Modus hatte sich ab der Saison 1999/2000 verändert: Es wurde eine zweite Gruppenphase eingeführt.

In der ersten Gruppenphase wurde in 8 Gruppen zu je 4 Mannschaften gespielt. Die jeweils Ersten und Zweiten jeder Gruppe qualifizierten sich für die zweite Gruppenphase. Die Drittplatzierten jeder Gruppe durften im UEFA-Pokal weiterspielen.

 

20010523_PD0059 (RM) Bayern München Oliver Kahn Champions League GABRIEL BOUYS / AFP / picturedesk.com

Foto: 2001 holten sich die Bayern den „Henkelpott“ – und mussten dafür neue Wege beschreiten. In der Spielzeit 2000/01 wurde die Champions League erstmals mit zwei Gruppenphasen ausgetragen.
(Credit: GABRIEL BOUYS / AFP / picturedesk.com)

 

Die zweite Gruppenphase wurde in 4 Gruppen zu je 4 Mannschaften ausgetragen. Hier qualifizierten sich dann jeweils die Ersten und Zweiten jeder Gruppe für das Viertelfinale, wo es im geläufigen K.o.-System weiterging.

Der Vorteil dieses neuen Systems: Es gab (noch) mehr „garantierte“ Spiele. Sollte die erste Gruppenphase mit sechs Gruppenspielen überstanden werden (was den Top-Klubs auch zuzutrauen war) gab es in der zweiten Gruppenphase noch einmal sechs Partien.

Der Nachteil: Die Möglichkeiten für etwaige Überraschungen – wie es in der Saison 1998/99 noch der 1. FC Kaiserslautern mit dem Viertelfinal-Einzug schaffte – sanken nun noch weiter. Bereits mit der Gründung der Gruppenphase wurden die Chancen der „Kleinen“ gegenüber früher deutlich minimiert, nun wurde es noch schwerer.

Dazu kommt: Durch die weitere Aufstockung – aus den Ländern, die auf den Plätzen 1–3 der UEFA-Fünfjahreswertung klassiert waren, haben sich zwei Mannschaften für die Gruppenphase qualifiziert, zwei weitere starteten in der 3. Qualifikationsrunde.

Dies hatte zur Folge, dass die Mannschaften aus den großen Fußball-Nationen am Ende des Bewerbes immer häufiger unter sich waren – wie auch diese Aufstellung zeigt:

1999/2000: Drei spanische Klubs im Halbfinale, zwei spanische Klubs im Finale
2000/2001: Drei englische und drei spanische Klubs im Viertelfinale
2001/2002: Drei spanische Klubs im Viertelfinale
2002/2003: Drei italienische Klubs im Halbfinale, zwei italienische Klubs im Finale
2004/2005: Drei italienische Klubs im Viertelfinale
2005/2006: Drei italienische Klubs im Viertelfinale, zwei spanische Klubs im Halbfinale
2006/2007: Drei englische Klubs im Halbfinale
2007/2008: Drei englische Klubs im Halbfinale, zwei englische Klubs im Finale
2008/2009: Drei englische Klubs im Halbfinale
2010/2011: Drei englische Klubs im Viertelfinale
2012/2013: Zwei deutsche und zwei spanische Klubs im Halbfinale, zwei deutsche Klubs im Finale
2013/2014: Zwei spanische Klubs im Finale
2015/2016: Zwei spanische Klubs im Finale

In der Saison 1999/00 gab es erstmals in der Geschichte dieses Wettbewerbes ein Finale zwischen zwei Klubs aus demselben Land – und zwar zwischen Real Madrid und dem FC Valencia. Das wiederholte sich in der Spielzeit 2002/03 mit dem Endspiel zwischen dem AC Mailand und Juventus.

In der Saison 2003/2004 schlug dann wieder einmal die Stunde eines Außenseiters – auch wenn dies aufgrund der jüngeren Vergangenheit kaum noch für möglich gehalten wurde. Vielleicht auch begünstigt dadurch, dass die zweite Gruppenphase wieder abgeschafft wurde.

 


Video: 2004, das „Finale der Underdogs“. Vor der Saison hatte niemand den FC Porto bzw. AS Monaco als Endspiel-Teilnehmer auf der Rechnung. (Quelle: YouTube/NIXBLACK)

 

AS Monaco und der FC Porto, damals betreut von Didier Deschamps und Jose Mourinho, stürmten mit Siegen u.a. gegen Real Madrid bzw. Manchester United in das Endspiel, wo am Ende die Portugiesen mit 3:0 das bessere Ende für sich hatten.

Es sollte das letzte Endspiel dieser Art sein.

Seitdem (bis 2017) kamen alle Finalisten aus Italien, Spanien, Deutschland oder England. 17 der 18 Champions League Sieger in diesem Jahrtausend kommen aus diesem vier Ländern. Nur zwei Klubs, die seit 1992 die Champions League gewonnen haben, stammen nicht aus diesem Quartett: Marseille 1992 und Porto 2004.

Der letzte Champions-League-Halbfinalist aus einem anderen Land war in der Saison 2009/10 Olympique Lyon. Erst AS Monaco beendete diese Durststrecke in der Spielzeit 2016/17.

Es ging zwar einiges an Vielfalt verloren, aber im Gegensatz zu den 1970er-Jahen, als drei Mal in Folge Ajax bzw. die Bayern diesen Wettbewerb gewannen, gab es nun keine Seriensieger.

Jedes Jahr gab es einen anderen Champion.

2005 kehrte der FC Liverpool auf die Spitze des europäischen Fußballs zurück – auch wenn es im Finale gegen den AC Mailand lange Zeit nicht danach ausgesehen hatte. Im Gegenteil: Nach 45 Minuten schien das Spiel schon verloren, die Mailänder führten mit 3:0.

Doch in der zweiten Halbzeit drehten die „Reds“ das Spiel und glichen zum 3:3 aus und machten im Elfmeterschießen das nicht mehr geglaubte Wunder doch noch möglich. Erstmals seit 1984 war der „Pott“ wieder in Händen des FC Liverpool.

 


Video: Unvergessenes Finale von 2005. Liverpool lag gegen den AC Milan zur Pause mit 0:3 zurück, schaffte in Hälfte zwei den Ausgleich und gewinnt am Ende im Elferschießen. (Quelle: YouTube/ TehFuriousD TV)

 

Im Jahr darauf ging dann die nächste Durststrecke zu Ende, jene des FC Barcelona. Erstmals seit 1992 und damit erstmals seitdem der Bewerb unter dem Namen Champions League ausgetragen wird, hat Barca wieder die Silbertrophäe gewinnen können.

2007 nahm der AC Mailand am FC Liverpool Revanche für die Finalpleite von 2003 und gewann damit zum 7. Mal diesen Wettbewerb. 2008 gab es das dritte Finale zwischen zwei Klubs aus einem Land – diesmal aus England: Manchester United setzte sich im Elfmeterschießen gegen Chelsea durch.

2009 war dann wieder der FC Barcelona an der Reihe, 2010 durfte sich Inter Mailand am insgesamt dritten Titelgewinn – und dem ersten seit 1965 – erfreuen. Das Finale wurde erstmals an einem Samstag ausgetragen.

Von 2005 bis 2012 dominierten Klubs aus Spanien, Italien und England – je drei Mal ging der Pokal in diesem Zeitraum nach Spanien (3x Barcelona), Italien (2x Milan, 1x Inter) und England (2x Manchester United, 1x Chelsea).

Erst 2013 konnte diese Serie wieder durchbrochen werden, als mit Borussia Dortmund und dem FC Bayern München erstmals zwei deutsche Mannschaften im Finale aufeinandertrafen. Die Bayern kürten sich mit einem 3:1-Erfolg zu den „Königen Europas“.

 

Deutsche Teilnehmer Champions League

Foto: Die deutschen Teilnehmer in der Geschichte der Champions League – der FC Bayern München war mit Abstand am Häufigsten dabei. 2013 gab es erstmals ein rein deutsches Endspiel. (Quelle: Statista)

 

Es sollte der letzte nicht-spanische Triumph sein, denn der Titel ging in den folgenden vier Saisonen nach Spanien – drei Mal zu Real Madrid, ein Mal zum FC Barcelona.

2014 kam es erstmals in einem Endspiel dieses Wettbewerbes zu einem Stadt-Derby – und zwar zwischen Real und Atletico. Am Ende behielten die „Königlichen“ mit einem 4:1 nach Verlängerung die Oberhand. 2016 gab es eine Neuauflage und wieder konnte Real jubeln.

Die bisherigen Stadt-Derbys in diesem Wettbewerb:

Im bis 1991/92 ausgetragenen Europapokal der Landesmeister war ein Stadtderby so gut wie unmöglich, weil aus einem Land nur der jeweilige Meister teilnahmeberechtigt war.

Zu der Konstellation, dass zwei Mannschaften aus demselben Land im Wettbewerb dabei waren, kam es nur dann, wenn der Titelverteidiger in der Vorsaison nicht nationaler Meister wurde, sodass der jeweilige Meister neben dem Titelverteidiger im Wettbewerb dabei war.

Somit kam es bereits in der Saison 1958/59 zum ersten Stadt-Derby in diesem Wettbewerb – das gab es zwischen Real Madrid und Atletico.

Real gewann das Heimspiel mit 2:1 und unterlag anschließend bei Atletico mit 0:1. Weil damals die Auswärtstorregel noch nicht galt, war ein Entscheidungsspiel erforderlich, das Real Madrid mit 2:1 gewann.

Erst mit der Aufstockung (neben dem Meister waren auch andere Klubs aus einem Land teilnahmeberechtigt) wurde dies möglich – aber es dauerte bis zur Saison 2002/03 bis es das nächste Stadt-Derby in diesem Bewerb gab.

Diesmal zwischen dem AC Milan und Inter Mailand. Sowohl dieses Duelle (im Halbfinale) als auch das zweite in der Saison 2004/05 (Viertelfinale) entschied der AC für sich. In der Spielzeit 2004/05 gab es, ebenfalls im Viertelfinale, auch das Londoner Derby zwischen Arsenal und Chelsea.

Real und Atletico trafen nach 1959 in der Champions League aber noch weitere Male aufeinander: Im Finale 2014, im Viertelfinale 2015, im Finale 2016 und im Halbfinale 2017. Jedes Mal hatte Real das bessere Ende für sich.

 

Die erste Titelverteidigung der Champions League

Real Madrid gelang 2017 etwas, was noch keinen anderen Klub seit der Einführung der Champions League gelang – die Titelverteidigung.

Im Finale besiegten die „Königlichen“ die italienische „alte Dame“ namens Juventus Turin mit 4:1 und machte damit das Dutzend an Titelgewinnen voll.

Aber: Sechs dieser 12 Titel im ursprünglich als Turnier der Landesmeister ins Leben gerufenen Wettbewerb holte Real nicht als amtierender Meister!

Vereine, die nicht als Meister den Wettbewerb gewannen:
1956/57: Real Madrid – Dritter der Primera Division 1955/56, Teilnahme als Titelverteidiger
1959/60: Real Madrid – Zweiter der Primera Division 1958/59, Teilnahme als Titelverteidiger
1964/65: Inter Mailand – Zweiter der Serie A 1963/64, Teilnahme als Titelverteidiger
1971/72: Ajax Amsterdam – Zweiter der Eredivisie 1970/71, Teilnahme als Titelverteidiger
1975/76: FC Bayern München – Zehnter der Bundesliga 1974/75, Teilnahme als Titelverteidiger
1979/80: Nottingham Forest – Zweiter der First Division 1978/79, Teilnahme als Titelverteidiger
1989/90: AC Mailand – Dritter der Serie A 1988/89, Teilnahme als Titelverteidiger
1998/99: Manchester United – Zweiter der Premier League 1997/98, Einstieg in der 2. Quali-Runde
1999/00: Real Madrid – Zweiter der Primera División 1998/99
2002/03: AC Mailand – Vierter der Serie A 2001/02, Einstieg in der 3. Quali-Rrunde
2004/05: FC Liverpool – Vierter der Premier League 2003/04, Einstieg in der 3. Quali-Runde
2006/07: AC Mailand – Dritter der Serie A 2005/06, Einstieg in der 3. Quali-Runde
2008/09: FC Barcelona – Dritter der Primera Division 2007/08, Einstieg in der 3. Quali-Runde
2011/12: FC Chelsea – Zweiter der Premier League 2010/11
2012/13: FC Bayern München – Zweiter der Bundesliga 2011/12
2013/14: Real Madrid – Zweiter der Primera Division 2012/13
2014/15: FC Barcelona – Zweiter der Primera Division 2013/14
2015/16: Real Madrid – Zweiter der Primera Division 2014/15
2016/17: Real Madrid – Zweiter der Primera Division 2015/16


 

Money, Money, Money

Aber nicht nur Ruhm und Ehre waren Real mit diesem 12. Titel sicher, sondern auch ein Preisgeldgewinn in Millionenhöhe.

Allein 15,5 Millionen Euro an Prämie brachte allein der Titelgewinn – einzelne Prämien für das erreichte Halbfinale, Viertelfinale und Achtelfinale bzw. einzelne Matchsiege sind da noch gar nicht eingerechnet.

 

Foto: Die Aufteilung des Preisgeldes für die Saison 2016/17. Allein der Titelgewinn brachte Real Madrid 15,5 Mio. Euro ein – diverse Matchsiege auf dem Weg dorthin noch gar nicht mitgerechnet.

 

Zu diesem Prämien-Modell kommt dann auch noch der sogenannte Marktpool.

Die UEFA beschreibt dies so: Der geschätzte Betrag von 507 Mio. Euro wird gemäß dem jeweiligen Wert des Fernsehmarktes, den die an der UEFA Champions League (ab der Gruppenphase) teilnehmenden Klubs vertreten, anteilig an den jeweiligen Verband ausgeschüttet und unter den betroffenen Vereinen aufgeteilt. (7)

Zum Vergleich: Der gesamte Vermarktungsumsatz lag 1992 bei gerade einmal rund 80 Millionen D-Mark (= ca. 40 Mio. Euro).

Die Preisgeldspirale, die sich mit Einführung der Champions League zu drehen begann und in den letzten Jahren immer schneller wurde, wird auch in den nächsten Jahren nicht langsamer werden – im Gegenteil.

Die Umverteilung wird noch einseitiger werden, da ab der Saison 2017/18 die vier Länder Spanien, Deutschland, England und Italien vier Startplätze sicher haben. Damit sind 16 der 32 Plätze bereits vorab vergeben – bisher waren es nur elf für diese vier Länder.

 


Video: In Deutschland sorgte die Reform der Champions League (je 4 Fix-Plätze für die Top-4-Nationen) für hitzige Diskussionen. Es gibt Bedenken, dass der Bewerb langweilig wird. (Quelle: YouTube/kicker.tv)

 

Statt die kleineren Ligen zu fördern und Rahmenbedingungen für einen ausgeglichenen Wettbewerb zu schaffen, müssen sich in Zukunft die nationalen Meister um noch weniger Startplätze streiten.

Somit wandern von Haus noch mehr Prämien in die Kassen der Klubs dieser vier Nationen und die sogenannten „Kleinen“ – kleine Klubs aus großen Ligen und große Klubs aus kleinen Ligen – haben noch weniger Chancen, in diesen elitären Kreis vorzustoßen.

Die Kluft in Fußball-Europa wird somit noch größer werden.

Bereits in der Saison 2016/17 wurde einmal mehr deutlich, wie groß die Niveau-Unterschiede in der „Königsklasse“ mittlerweile geworden sind. Celtic Glasgow bezog beim FC Barcelona mit 0:7 eine Tracht Prügel, Legia Warschau wurde vor heimischem Publikum von Borussia Dortmund (0:6) deklassiert.

Solche Resultate sind aber längst keine Seltenheit mehr. So gut wie jedes Jahr gibt es solche Spieltage, an denen ein „Kleiner“ (immerhin Meister seines Landes) von einem Branchen-Primus regelrecht verprügelt wird.

Man erinnere sich zum Beispiel an Reals 8:0-Erfolg über Malmö (2015, am 6. Spieltag der Gruppenphase) oder an Bayerns 7:0 im Achtelfinal-Rückspiel 2012 gegen den FC Basel – immerhin Serienmeister der Schweiz.

Somit wird bereits in der Gruppenphase bzw. kurz danach gnadenlos ausgesiebt. Die wirtschaftlichen Unterschiede sind mittlerweile so groß, dass Vereine wie beispielsweise der FC Porto oder Ajax Amsterdam nicht einmal mehr in die Nähe des Henkelpotts kommen. Der Halbfinaleinzug von AS Monaco in der Saison 2016/17 war eine wohltuende Ausnahme.

 

Entwicklung Prämien Champions League

Foto: Die Preisgeld-Entwicklung in der Champions League von 2005 bis 2015. (Quelle: Statista)

 

Ab 2018 wird die Schere noch weiter auseinander gehen. Denn ab dann liegt noch mehr Geld im Topf – insgesamt 3,2 Milliarden Euro. Sie werden künftig aber auch noch anders verteilt. (8)

Bisher gab es einen festen und einen variablen Betrag im Verhältnis 60:40. Der Festbetrag bestand aus Prämien für die Qualifikation und Erfolgsprämien. Der variable Betrag richtete sich zur Hälfte nach der Leistung in der vergangen nationalen Meisterschaft, zur anderen Hälfte nach der Beliebtheit der Champions League im Land.

Künftig ist der variable Anteil kleiner und liegt bei nur noch 15 Prozent. Neu ist ein Festbetrag für sportlichen Erfolg der vergangenen zehn Jahre.

Wer schon immer oben stand, bekommt (noch) mehr. Somit werden die Machtverhältnisse noch fester zementiert. Zur Erinnerung: Von der Saison 2010/11 bis 2016/17 waren in jedem Halbfinale immer mindestens zwei spanische Klubs vertreten.

Bleibt die Frage: Wohin führt in Zukunft der Weg der Champions League?

 

 


Quellen:

  1. http://de.uefa.com/uefachampionsleague/history/background/index.html
  2. http://de.uefa.com/uefachampionsleague/news/newsid=2253256.html
  3. http://www.tagesspiegel.de/sport/erfinder-der-champions-league-der-mann-der-den-fussball-reich-machte/11861542.html
  4. https://www.11freunde.de/interview/wie-schreibt-man-die-champions-league-hymne-tony-britten
  5. https://de.wikipedia.org/wiki/UEFA_Champions_League_1994/95
  6. https://www.welt.de/sport/fussball/article3800736/Als-Bayern-die-Mutter-aller-Niederlagen-kassierte.html
  7. http://de.uefa.com/uefachampionsleague/news/newsid=2398633.html
  8. http://www.zeit.de/sport/2016-09/champions-league-fussball-beginn-europa/komplettansicht