Die anschließende Verlängerung hätte man sich aber komplett sparen können, denn die Tre Kronor stand noch sichtlich unter Schock, als Drake Batherson für den Weltmeister zum endgültigen 4:3-Overtimesieg einschob.
Allerdings kann nicht zwingend von “Glück” die Rede sein!
Denn die Schweden gewannen zwar das erste Drittel verdient mit 2:0, doch spätestens mit dem Beginn des Zwischenabschnitts übernahmen die Ahornblätter bereits die Kontrolle und erzeugten in diesen 20 Minuten ein Übergewicht an Torschüssen von 16:2.
Folglich sollte sich der Eishockey-Fan im Klaren darüber sein, dass auch wenn die Kanadier als Kollektiv nicht sonderlich überzeugen, sie auf individueller Ebene derart stark bestückt sind, dass sie jede Verteidigung im Handumdrehen unter massiven Druck setzen können.
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Im Übrigen konnten alle vier Teams der wesentlich stärker bestückten Gruppe B ihr jeweiliges Viertelfinalspiel für sich entscheiden! Interessant wäre es indes zu erfahren, wem die deutschen Buchmacher die größten Chancen auf den Weltmeistertitel zutrauen!
Die wohl einseitigste Partie in der Runde der letzten acht war wohl die der Tschechen gegen die DEB-Auswahl, die mit 4:1 unterging. Die Osteuropäer sind indes vielleicht die Nation, die nach einem mäßigen Start am besten in dieses Turnier zurückgefunden hat!
Mit dem Turnierausschluss der Russen eröffnet sich Tschechien eine durchaus reelle Möglichkeit zum ersten Mal seit 2010 wieder den WM-Titel zu holen. Und das ganz ohne die Legende Jaromir Jagr, der inzwischen angekündigt hat in seinem 50. Lebensjahr weiterhin Eishockey spielen zu wollen.