Es war eine Blamage, die ihn offenbar so richtig angestachelt hat. Daniil Medvedev war bei den Australian Open schon in Runde 3 glatt an Sebastian Korda gescheitert, musste sich danach einiges an Hohn und Spott anhören.
Anschießend allerdings bekamen wir einen anderen Daniil Medvedev zu sehen, einen, der seine Coolness wiedergefunden hatte. In Rotterdam, Katar und Dubai stand er am Ende ganz oben, und das vollkommen verdient.
Ob Felix Auger-Aliassime, Jannik Sinner, Andrey Rublev oder sogar Novak Djokovic, alle wurden sie vom Russen aus dem Weg geräumt. In Indian Wells wollte er weitermachen mit den Titeln in Serie, doch hier stellte sich ihm ein Youngster in den Weg.
Medvedev erreichte zwar das Endspiel, hier aber war Carlos Alcaraz eine Klasse besser. Das erste Masters wurde vergeigt, beim zweiten soll das nicht erneut passieren. Hier in Miami muss Medvedev bislang noch nicht an seine Grenzen gehen.
Beim 6-1, 6-2 zum Auftakt gegen Roberto Carballes ließ er es locker angehen, wenig später kam er gegen Alex Molcan kampflos weiter. Quentin Halys war auch nicht gerade ein Gegner seiner Kragenweite, wie das 6-4, 6-2 zeigte.
Ein bisschen mehr zeigen muss der 27-Jährige immerhin im Viertelfinale, als das Tableau ihm den Qualifikanten Christopher Eubanks präsentierte. Obwohl dieser stark aufspielte, setzte sich am Ende die internationale Klasse Medvedevs durch.
Mit 6-3, 7-5 gewann er, ist weiterhin ohne Satzverlust. Dabei hatte er aber auch Glück, dass sein Gegner nur eine der sechs Breakchancen nutzen konnte. Karen Khachanov dürfte am Freitag der mit Abstand härteste Gegner des Turniers werden.