Pro & Contra: Sind die Trinkpausen bei der WM sinnvoll?
Veröffentlicht am 26.06.2026 - 12:38 Uhr

Bild: Pro & Contra – sind die WM Trinkpausen Gewinn oder sind diese „Zwangsunterbrechungen“ eine Fehlentwicklung? (© Wettfreunde)
Sie sind das Gesprächsthema in der Gruppenphase der Weltmeisterschaft 2026 – die neu erfundenen WM Trinkpausen.
Die einen finden die zwei Unterbrechungen pro Halbzeit unnötig und sehen darin sogar Wettbewerbsverzerrung. Die anderen finden sie gut (nein, nicht nur die TV-Sender, die in diesen Minuten mit Werbung viel Geld verdienen), weil sie taktische Optionen bietet und das Spiel schnell verändern kann.
Schadet die sogenannte „Hydration Break“ dem Spielfluss oder gewinnt der Fußball dadurch an Qualität? Ein Pro & Contra.
Top Angebot zur WM 2026: 25 € in Freiwetten für deine WM Tipps
NEO.bet bietet 25 € in Freiwetten für deine WM Tipps an. Diese bekommst du sogar ohne Einzahlung und direkt hier und ist auch ideal anwendbar in den WM Trinkpausen. Du kannst diese 25€ im Ganzen verwenden oder 25x zu einem 1€ – perfekt für Match Quoten und mehrere Weltmeister Wetten.

So bekommst du deine 25€ in Freiwette ohne Einzahlung:
1. Registriere dich hier bei NEO.bet.
2. Sichere dir als Neukunde deinen Starter Bonus (200% bis zu 50€) oder deinen Profi Bonus (100% bis zu 100€).
3. Aktiviere die 25 €-Freiwetten in der Bonuskachel des Wettkontos. Einsetzbar im Ganzen oder aufteilbar auf mehrere Wetten.
Offiziell lizenziert (Whitelist) 18+ | Suchtrisiken | Hilfe unter buwei.de | Nur für Neukunden in GER, AUT und LUX
Pro: Darum sind die WM Trinkpause ein Gewinn
Thomas Haider
Die erfundenen Trinkpausen sind eine Innovation für den Fußball. Zwar wurde die eigentliche Idee – die Spieler sollten bei großer Hitze durch diese zwei Trinkpausen pro Halbzeit geschützt werden – mittlerweile komplett zweckentfremdet, aber sie bietet allen etwas Positives.
Zum einen im sportlichen Bereich. Schon in mehreren Partien war zu beobachten, wie sich das Spiel nach den Unterbrechungen veränderte. Durch die Pause wird der Rhythmus erst einmal gebrochen. Für eine Mannschaft, für die es gerade gut läuft, ist das schlecht. Einem Team, das gerade Probleme hat, kann es helfen. Manche sagen sogar, die Top-Teams wie die Weltmeister Favoriten, wären dadurch sogar im Vorteil, wenn sie wanken würden.
Fest steht: Durch die WM Trinkpausen verändert sich das Spiel. Es kann im „zweiten Viertel“ einer jeden Halbzeit plötzlich kippen. Das hat bei der WM in der Gruppenphase öfters gesehen. Für die Spannung mal nicht schlecht.
Diese Unterbrechungen im Spiel gibt es schon längst in vielen anderen Mannschaftssportarten. Zum Beispiel im Basketball, Handball, Eishockey und American Football. Hier gibt es pro Spiel eine unterschiedlich Anzahl an Time-Outs, die die jeweiligen Trainer jederzeit anordnen können. Damit haben die Coaches (etwas) mehr Einfluss auf das Spiel – was es im Fußball bislang so nicht gab.
Der Einfluss jeden Fußball-Trainers ist arg begrenzt während der Ball rollt. So aber hat er zwei wertvolle Optionen mehr, direkt eingreifen zu können – individuell und taktisch. Aber auch psychologisch. Das wird man auch in der KO-Phase sehen, wenn die Top-Spiele am WM Turnierbaum anstehen.
Und dann gibt es noch einen persönlichen Grund für ein Pro zu den WM Trinkpausen: Man kann diese Unterbrechung doch selbst perfekt nützen für seine persönliche „Hydration Break“ um sich schnell ein Kaltgetränk zu holen, ohne die Angst zu haben, etwas Spielentscheidendes zu verpassen. Oder seinen Klogang danach richten – denn wie oft war das schon der Fall, während man bei der nicht mehr aufschiebbaren Blasenentleerung ein Tor verpasst hat.
Und in den Abendspielen unserer Zeit eignen sich die WM Trinkpausen perfekt zum Zähneputzen. Damit ist man gleich nach Schlusspfiff bettfertig.
Contra: Darum sind die WM Trinkpausen ein Unsinn
Steffen Peters
Auch nur ein einziges Argument für die WM Werbe- äh Trinkpausen zu finden, fällt mir extrem schwer. Viele der Spiele finden tagsüber bei geschlossenem Dach samt Klimaanlage und angenehmen 22 Grad oder, wie zuletzt Ghana – Panama, bei 19 Grad im Regen statt. Kein Wunder, dass die Spieler da alle 22 Minuten erst einmal eine Pause gegen die drohende Dehydrierung benötigen…
Die WM Trinkpausen 2026 obligatorisch einzuführen, statt sie wie sonst überall auf der Welt von den tatsächlichen Temperaturen an den wenigen wirklich heißen Spielorten abhängig zu machen, lässt schnell auf die wahren Motive hinter der Entscheidung schließen: Geld, Money und Dinero.
Die jeweils dreiminütigen Werbepausen inmitten beider Halbzeiten werden voll ausgereizt. So geschehen etwa direkt in den USA zum Eröffnungsspiel, als Zuschauer beim übertragenden Sender FOX direkt einmal Teile von Mexiko – Südafrika verpassten, weil drei Minuten Werbepause in den USA offenbar eben noch nicht ausreichen.
Und natürlich sind diese Werbepausen im laufenden Spiel mehr wert als etwa jene in der Halbzeitpause. Denn wer schaltet inmitten eines spannenden Spiels um die 70. Minute schon den Sender um? Entsprechend lassen die WM Trinkpausen bei den Werbetreibenden die Kasse klingeln, auch wenn praktisch alle Spieler, Experten und Fans das übermäßig kommerzielle FIFA-Konstrukt hart kritisieren.
Die UEFA hat bereits (völlig zurecht) angekündigt, dass es bei der EM 2028 in Großbritannien und Irland keine verpflichtenden Trinkpausen geben wird. Welch verrückte Welt, wenn der ähnlich korrupte Kontinentalverband Europas auf einmal als “good guy” dasteht. In Zukunft sollten wir es bei den guten Änderungen belassen, die es ja 2026 in Nordamerika ebenfalls gibt (Stichwort Erhöhung der Nettospielzeit), die aber im Hintergrund der absurden WM Trinkpausen etwas untergehen.
Das könnte Dich auch interessieren:
Thomas Haider
Thomas ist seit über 15 Jahren Sportjournalist, angefangen als Praktikant bei einem Online-Portal, bevor er fester Redakteur bei einem der größten Sportverlage Österreichs, der SportWoche, wurde. Mit viel Erfahrung im Fußball, Tennis, Radsport und Ski Alpin kam er zu den…
Steffen Peters
Steffen verfügt über mehr als sechs Jahre Erfahrung im Sportjournalismus mit besonderem Fokus auf südamerikanischen Fußball. Im Jahr 2020 kam er zu den Wettfreunden und erweiterte dort seine Expertise um die Bereiche Eishockey, Motorsport und Handball. Steffens fundierte Kenntnisse…

