Am 20. Spieltag der Bundesliga steht am Samstagnachmittag das Süd-Derby zwischen dem SC Freiburg und dem VfB Stuttgart auf dem Plan.
Während die Freiburger nach den jüngsten Liga-Rückschlägen einen Heimsieg benötigen, um im Kampf um die Europapokal-Plätze nicht ins Hintertreffen zu geraten, kann der VfB im Tabellenkeller mittlerweile jeden Zähler gut gebrauchen.
Tatsächlich gehören die Schwaben bis hierhin durchaus zu den größeren Enttäuschungen der laufenden Spielzeit.
Nach den erfrischenden Auftritten in der Vorsaison gehört das Team von Pellegrino Matarazzo mittlerweile zum engeren Kreis der Abstiegskandidaten und rangiert vor dem 20. Spieltag nur auf dem vorletzten Tabellenplatz.
Die gute Nachricht für den VfB: Mit einem Erfolg in Freiburg könnte man den Anschluss ans untere Tabellenmittelfeld in jedem Falle halten. Auf einen Stuttgarter Auswärtssieg setze ich in meinem Wettfreunde-Tipp allerdings nicht.
Und auch Top-Buchmacher wie Tipwin betrachten den VfB-Auftritt beim SC Freiburg mit einer größeren Portion Skepsis.
So liegen die Quoten für einen Auswärtserfolg verbreitet oberhalb von 4,00. Somit gehen die Freiburger bei Siegquoten rund um 2,00 als Favorit in die Begegnung.
Hierbei spielt nicht zuletzt der starke Auftritt im DFB-Pokal gegen Hoffenheim eine Rolle.
Gegen die TSG gewann das Team von Christian Streich mit 4:1 und konnte damit den Einzug ins Viertelfinale perfekt machen.
Analyse: Freiburg vs Stuttgart
Insgesamt konnten die Freiburger in der Liga zuletzt allerdings nicht mehr an die glanzvollen Leistungen zu Mitte der Hinrunde anknüpfen.
So haben die Breisgauer in den letzten neun Liga-Partien nur zwei Siege eingefahren und kamen am vergangenen Spieltag gegen Borussia Dortmund mit 1:5 gehörig unter die Räder.
Vor allem offensiv kann der SC nicht vollends mit den eigentlichen Top-Teams mithalten. So stehen nach 19 absolvierten Spieltagen gerade einmal 31 erzielte Treffer zu Buche.
In der oberen Tabellenhälfte haben einzig Union Berlin (27) und der 1. FC Köln (30) noch weniger Tore auf dem Konto. Die Heimbilanz stellt sich zudem ausbaufähig dar.
Trotz der Erfolge in der ersten Saisonhälfte konnte Freiburg in den ersten neun Heimspielen nur vier Siege einfahren. Mit insgesamt 15 Zähler reicht es lediglich zum neunten Platz des Heimtableaus.
[sign-up v=2]
Von all diesen Problemen kann der VfB Stuttgart indes nur träumen. Schließlich stecken die Schwaben zu Mitte der Spielzeit in einer tatsächlich bedrohlichen Situation.
Mit nur 18 ergatterten Zählern hinkt der VfB den eigenen Erwartungen meilenweit hinterher. Defensiv ist der Meister von 2007 im bisherigen Saisonverlauf sogar wie ein designierter Absteiger aufgetreten.
So musste man bis hierhin bereits 33 Gegentore hinnehmen. Damit stellen die Süddeutschen die viertschlechteste Abwehrreihe der Liga. Immerhin: In der unteren Tabellenhälfte hat einzig Borussia Mönchengladbach mehr Tore erzielt (25) als die Stuttgarter (22).
Geradezu bedenklich gestaltet sich allerdings die jüngere Bilanz. In den letzten vier Bundesliga-Spielen konnte man nur noch einen Zähler ergattern (beim 0:0 gegen Fürth) und ist zudem offensiv völlig aus dem Tritt geraten.
Tatsächlich blieb man seit dem 2:0-Erfolg Mitte Dezember gegen den Wolfsburg gänzlich ohne eigenen Torerfolg.
Wettfreunde Quotenanalyse
Das hält die großen Wettanbieter allerdings nicht davon ab, das Tor-Potenzial für das Duell zwischen dem SC Freiburg und dem VfB Stuttgart als eher positiv einzustufen.
Trotz der Offensivprobleme der Schwaben liegt die Quote für den Tipp „Beide Teams treffen“ rund um 1,75 und damit in einem durchschnittlichen Bereich. Ein echtes Schützenfest erwarten die Buchmacher allerdings nicht.
Ein Spiel mit „Unter 2,5 Toren“ ist mit Quoten unterhalb von 1,90 gelistet. „Über 2,5 Tore“ findet sich hingegen mit Quoten knapp unterhalb von 2,00 in den Angeboten.
In diesem Sinne haben die Wettanbieter fraglos ein klassisches 1:1 im Auge, das mit einer Quote von etwa 6,40 eine äußerst interessante Value bietet.
Hoffnung auf einen Stuttgarter Befreiungsschlag beim SC Freiburg macht zumindest der Blick auf die Auswärtstabelle nicht.
Schließlich konnte der VfB bis hierhin überhaupt nur einen Auswärtserfolg einfahren. Mit vier Unentschieden hält man sich zwar insgesamt über Wasser.
Allein die erst sechs erzielten Auswärtstreffer sprechen allerdings eindeutig gegen einen beschwingten Auftritt der Schwaben am Samstagnachmittag.
Immerhin: Vier der bisherigen sieben Auswärtszähler konnte man in den jüngsten drei Auswärtspartien einheimsen. Zuletzt reichte es beim bereits erwähnten 0:0 in Fürth zu einem Punktgewinn.
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Gegensätzliche Statistiken!
Zumindest der direkte Vergleich spricht zugunsten des VfB Stuttgart. Nach 46 ausgetragenen Duellen stehen 26 Siege der Schwaben, sechs Unentschieden und 14 Erfolge der Freiburger zu Buche.
In der Hinrunde der laufenden Spielzeit konnte allerdings der SCF einen Erfolg einfahren. Am dritten Spieltag gewannen die Breisgauer mit 3:2 in Stuttgart.
Insgesamt gehörte Stuttgart in der jüngeren Vergangenheit zu den Lieblingsgegnern der Freiburger.
Statistik – Wusstet ihr, dass …
… seit dem 11. Spieltag nur der VfL Wolfsburg mehr Bundesligaspiele verloren hat (6) als der SC Freiburg (5)?
… die Stuttgarter (statistisch nach Punkteausbeute) bis hierhin die drittschlechteste Bundesliga-Saison ihrer langen Vereinsgeschichte spielen?
… in vier der letzten fünf direkten Duelle beide Teams jeweils mindestens zwei Treffer erzielt haben?
In den letzten vier Liga-Duellen konnte der SC schließlich 10 von 12 möglichen Zähler einfahren. Ohne Gegentor sind die Breisgauer dabei allerdings nicht geblieben.
Ohnehin haben beide Teams in den vergangenen sechs Aufeinandertreffen jeweils mindestens einen Treffer erzielt.
Die Freiburger Heimbilanz gegen den VfB gestaltet sich indes durchwachsen. Von 22 Heimpartien gegen den Süd-Rivalen konnten lediglich zehn gewonnen werden. Bei drei Remis kam es zu neun Niederlagen.
Tatsächlich verfügt der VfB Stuttgart gegen keinen anderen Bundesligisten (bei mindestens zehn Duellen) über eine höhere Auswärtssiegquote als gegen den SC Freiburg (42%).
Der Haken an der Statistik: In den beiden vergangenen Auswärtspartien reichte es für den VfB insgesamt nur noch zu einem Zähler.
Auffällig ist zudem die Torquote beider Mannschaften. Nach den bis hierhin 46 gespielten Begegnungen stehen 142 Tore in der Statistik. Allein in den vergangenen fünf Partien sind 23 Treffer gefallen.
Die Ergebnisse der letzten Spiele:
Mein Freiburg Stuttgart Tipp:
Die Ausgangslage im Vorfeld der Partie des 20. Spieltages hinterlässt durchaus einige Fragezeichen. Einerseits gehörte der SC Freiburg zuletzt zu den formschwächsten Mannschaften der Bundesliga und musste sich dem BVB mit 1:5 geschlagen geben.
Andererseits hat das Streich-Team mit dem 4:1 im Pokal gegen Hoffenheim neues Selbstvertrauen getankt und trifft mit dem VfB Stuttgart auf einen Abstiegskandidaten.
Entsprechend steht zu erwarten, dass die Freiburger das Mittelfeld dominieren und verunsicherte Schwaben von Beginn an unter Druck setzen.
Der direkte Vergleich spricht allerdings dafür, dass die Stuttgarter munter mitspielen und sich insgesamt eine turbulente Partie mit vielen Torraumszenen entwickelt.
Mein Freiburg Stuttgart Tipp lautet daher: Beide Mannschaften erzielen jeweils mindestens einen Treffer!
*Quoten Stand vom 22.01.2022 05⁚24 Uhr Quoten Angaben und Tipp ohne Gewähr. Die Quoten unterliegen laufenden Anpassungen und können sich mittlerweile geändert haben.
Thorsten, der über einen Hintergrund in alter Literatur und Musikwissenschaft verfügt, wechselte schon früh in seiner Karriere in die Welt der Sportwetten. Im Laufe der Jahre wurde er vor allem im europäischen Fußball für seine rationalen und analytischen Wettstrategien bekannt.…