Nach dem Star Wars-Day kommt „Und täglich grüßt das Murmeltier“, um bei Kino-Blockbustern zu bleiben, denn das Halbfinale von Struff gegen Karatsev ist ein ganz besonderes.
Es ist nämlich nicht nur das erste Masters-Semfinale, das der deutsche Davis-Cup-Spieler in seiner Karriere erreicht hat, sondern auch eine Neuauflage des Qualifikationsduells von vor zehn Tagen.
Der Warsteiner hat bei den Madrid Open eine unglaubliche Reise hingelegt. Eigentlich bereits in der Quali gescheitert, rutschte Struff als Lucky Loser ins Hauptfeld und lieferte in Spaniens Hauptstadt seine bisher beste Leistung auf 1000er-Ebene ab.
Zuletzt bezwang er sensationell Stefanos Tsitsipas in drei Sätzen 7:6 (7/5), 5:7, 6:3 und lieferte dabei laut seinem Manager Corrado Tschabuschnig die „beste Leistung seiner Karriere“ ab.
Struff selbst wollte davon jedoch nicht allzu viel wissen, er weiß, dass sich am heutigen Abend eine große Hürde vor ihm auftürmt. Die Wettanbieter sehen Karatsev leicht in der Favoritenrolle, die Quoten schlagen mit 1:80 zu 2:00 zugunsten des Russen aus.
Das liegt definitiv nicht an der Weltrangliste, denn in dieser liegt Struff als Nummer 65 weit vor Karatsev, der zuletzt auf Platz 121 geführt wurde.
Vielmehr begründen unsere Top-Buchmacher ihre Quotierung auf das jüngste und bislang einzige Aufeinandertreffen zwischen den beiden. Und dieses ist pikanterweise gerade einmal zehn Tage (25. April) her.
Denn in der letzten Qualirunde unterlag Struff Karatsev eindeutig in zwei Sätzen. Bei der 4:6, 2:6-Niederlage war der 33-Jährige schlicht chancenlos.